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Der Neubau passt sich harmonisch in die übrige Bebauung ein. Zwischen Kirche und Neubau kann man jetzt sogar durchgehen.

„Ein kleines Juwel“: Neubau in Kerpen eingeweiht

Endlich ist es soweit – die evangelische Johannes-Kirchengemeinde Kerpen hat den Neubau neben der Kirche mit einer kleinen Feier eingeweiht. Genutzt werden die Räume schon einige Zeit, die Eröffnungsfeier fiel aber den Corona-Maßnahmen zum Opfer. Umso mehr freute sich die Gemeinde, an einem perfekten Sommertag auf den Bau anzustoßen. Und das ist längst noch nicht alles, denn die Gemeinde hat noch einiges vor.

Die erste evangelische Kirche in Kerpen

Baukirchmeister Wolfgang Schmidt gab zunächst einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des gesamten Komplexes: „Vor 169 Jahren wurde hier die erste evangelische Kirche eröffnet, die seit den 70er Jahren Johanneskirche heißt.“ Mitte der 60er wurden das Gemeindezentrum und die Sakristei neu gebaut, im Jahr 2000 wurde das Nachbargrundstück gekauft. Der Mieter hatte dort allerdings lebenslanges Wohnrecht, sodass man erst mit dessen Ableben den Komplex mit fünf modernen Wohnungen neu planen konnte.  Nach dem Abriss des alten Hauses gab es den ersten Spatenstich Anfang 2018, Richtfest und Einweihungsfeier fielen dann allerdings Corona zum Opfer.

Endlich fertig und neue Pläne

„Umso erfreulicher ist, dass wir trotz aller Widrigkeiten die geplanten Baukosten nur um drei Prozent überschritten haben“, so der Kirchenbaumeister. Beheizt wird der ganze Komplex mit einer großen Wärmepumpe. Auch architektonisch hat man sich der Umgebung angepasst: „Jetzt kann man das ‚Klümpchen’, wie unsere Kirche gerne genannt wird, auch endlich einmal umrunden und in Gänze betrachten.“ Die Wohnungen sind inzwischen gut vermietet, sodass man jetzt die nächsten Pläne schmieden kann. „Als Nächstes wollen wir das Gemeindezentrum energetisch sanieren, da kommt noch einiges auf uns zu.“

Ein Dank und ein Segen

„Was lange währt, wird endlich gut!“ Jürgen Henschel, der stellvertretende Vorsitzende des Presbyteriums, drückte ebenfalls die Freude der Gemeinde über den Neubau aus. „Das ist hier wirklich ein kleines Juwel in Zeiten knapper Kassen und schrumpfender Kirchen. Wir wollen diese Geschichte jetzt fortschreiben.“ Er sieht das als eine Chance, „uns alle weiter voranzubringen.“ Ein ausdrücklicher Dank galt allen Beteiligten, die das Projekt mit viel Engagement unterstützt hätten.

Schließlich erbat Pfarrerin Dr. Yvonne Brunk Gottes Segen zum Abschluss der kleinen Eröffnungsfeier. „Jetzt ist das Haus eingeweiht!“ – mit diesen Worten eröffnete sie die schon brutzelnde Grillstation, was sich die Anwesenden nicht zweimal sagen ließen, schließlich haben sie zuvor schon aufmerksam dem Gottesdienst gelauscht.

Text: Dr. Klemens Surmann
Foto(s): Dr. Klemens Surmann