„Mut zur Lücke” – Ein Park-Platz auf der Kartäusergasse
Das Team hinter dem Projekt „Kartäusergarten“ freut sich über die erfolgreiche Umsetzung. Verantwortlich hierfür sind Hans-Peter Betzing, Mathias Bonhoeffer, Christa Brunnette, Ines Despineux, Gerada Job, Tim Lahr, Peter Lang, Ingrid Mehmel, Dr. Matthias Reusch, Brigitte Schick, Angelika Scholz, Eva Hoffmann von Zedlitz, Gabriele Zemke und Bärbel Zender.

„Mut zur Lücke” – Ein Park-Platz auf der Kartäusergasse

Auf einer kleinen zentralen Straße inmitten der Kölner Südstadt steht seit wenigen Tagen zwischen parkenden Autos ein kleiner Park. Die fünf Hochbeete und zwei Sitzbänke tragen den Namen „Kartäusergarten” und laden zum Verweilen und Träumen auf der Kartäusergasse ein. Verantwortlich für diese Oase ist die Evangelische Gemeinde Köln. „Wir wollten Platz anbieten, zum Hinsetzen und Genießen oder miteinander Reden”, beschreibt Eva Hoffmann von Zedlitz die Idee für diesen so genannten „Parklet“. „Wir merken, wenn man da sitzt, wird man freundlich angesprochen“, berichtet sie weiter. „Blumen und gelassene Menschen machen offensichtlich fröhlich und gesprächsbereit.”

Von der Idee bis zur Entstehung

Der kleine Parklet in der Kartäusergasse ist Teil des Projektes „Mut zur Lücke”. Der Verein Agora e.V., der unter anderem auch vom Evangelischen Kirchenkreis Köln-Mitte getragen wird, hat zusammen mit der Stadt Köln das Projekt auf die Beine gestellt. Damit sollen in den Veedeln Räume zur Begegnung und zum Experimentieren entstehen. Eigentlich war das Projekt schon für das Frühjahr geplant. „Dann kam Corona und alles stockte”, erinnert sich Hoffmann von Zedlitz.

Nachhaltiges Design aus Upcycling-Holz

Wie man auf dem Foto sehen kann, an der Entstehung der kleinen Oase im Südstadt-Veedel haben viele Menschen mitgewirkt. „Tim war dabei ganz klar der Initiator, Antreiber und Mutmacher”, weiß Hoffmann von Zedlitz. Er und Brigitte Schick haben die erste Planskizze entworfen, verwirklicht wurde das Projekt unter anderem durch „Schreiner” Dr. Matthias Reusch. Der „kleine Park“ wurde aus heimischen Hölzern gebaut. Ein großer Teil des verwendeten Holzes wurde gespendet. So fanden zum Beispiel alte Fenster des Kindergartens eine neue Verwendung. Die Blumenkübel stammen von einer Baustelle an der Antonitercitykirche. Die Stadt Köln steuerte die Blumenerde bei und von der Klostergärtnerei der Alexianer stammen die Blumen.

Ausblick

Die kleine Grün-Oase an der alten Klostermauer vor der Kartäuserkirche ist eines von insgesamt fünf „Parklets“ in Köln. Noch bis zum 31. Oktober dürfen die kleinen Gärten in den Kölner Veedeln zum Verweilen einladen. Dann erlischt die Genehmigung der Stadt Köln. Was aus dem Kartäusergarten wird, ist noch unklar. Bis dahin hoffen die Initiatoren aus der Gemeinde Köln, dass dieser besondere „Park-Platz“ ein Ort für viele Begegnungen sein wird: „Einfach hinsetzen und genießen”.

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