Für den Nächsten da sein – Kronenkreuz in der Andreaskirche Schildgen verliehen
Superintendentin Andrea Vogel würdigte die Trägerinnen des Kronenkreuzes

Für den Nächsten da sein – Kronenkreuz in der Andreaskirche Schildgen verliehen

Nur vierzig Besucherinnen und Besucher durften kommen, doch auch wenn es dadurch ein wenig trist aussah, der Anlass des Festgottesdienstes in der Evangelischen Kirchengemeinde Schildgen war doch umso schöner. Gleich drei Gemeindemitglieder wurden von Superintendentin Andrea Vogel mit dem Kronenkreuz der Diakonie ausgezeichnet. Pfarrerin Eva Manderla begrüßte die Festgemeinde unter anderem mit den Worten: „Wenn es etwas kalt ist, liegt es an dem Lüftungskonzept, ohne das wir gar keine Gottesdienste hier veranstalten könnten.“ Auch Vogel ging kurz auf das Thema der Pandemie ein: „Die Verleihung ist schon einmal wegen Corona geplatzt und stand jetzt wieder auf der Kippe.“

Dann ging es aber auch schon zum Kern des Gottesdienstes. „Die Sonnenblumen in unserer Dekoration erinnern an das Erntedankfest“, sagte Pfarrerin Manderla. „Und wir haben heute viel zu danken.“ Damit waren Anne Akkermann, Ingrid Zeutschel und Friedel Biebeler gemeint, die in diesem Gottesdienst alle drei das goldene Kronenkreuz der Diakonie überreicht bekamen. Das Kronenkreuz wird als Dank und Anerkennung für ein langjähriges Engagement für die Diakonie verliehen.

Superintendentin Andrea Vogel ging in ihrer Predigt auf das Thema Nächstenliebe ein und verband dieses mit dem Auftrag der Diakonie. „Diakonie ist der Dienst am Menschen im kirchlichen Raum.“  Überall gebe es tätige Nächstenliebe, wie zum Beispiel auch in Form von Einkaufengehen für ältere Menschen, was gerade in Corona Zeiten eine besondere Bedeutung habe. „Wer ist der Nächste?“ fragte sie weiter. „Das ist immer der, der gerade Hilfe braucht.“ Weiter sagte sie: „Diakonie ist hören und tun. Es ist eine zutiefst menschliche Hilfeleistung, wenn ein Mensch für den anderen etwas tut.“ Zum Schluss ihrer Predigt betonte Andrea Vogel eindringlich das Miteinander: „Menschen behandeln sich nicht als Sachen, sie sehen sich als Mitgeschöpfe und sind aufeinander angewiesen. Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“

Auch die Verleihung des Kronenkreuzes verlief mit dem durch Corona erforderlichen Abstand. Mit ausgestrecktem Arm überreichte Pfarrer Jürgen Manderla die Anstecknadeln und jeweils einen Blumenstrauß. Andrea Vogel und Eva Manderla würdigten Anne Akkermann, Ingrid Zeutschel und Friedel Biebeler in einer kurzen persönlichen Laudatio. Darin hieß es: „Anne Akkermann hat über viele Jahre die Diakonie hochgehalten. Sie gehört zum Urgestein der Kirchengemeinde. Seit 1980 ist sie im Diakoniekreis der Gemeinde engagiert und hat noch viele andere Ämter übernommen. Friedel Biebeler ist aus der Gemeinde nicht mehr wegzudenken. Sie engagiert sich als Leiterin einer Gruppe für Menschen mit Handicap und geht auch mit Bedürftigen direkt zur Behörde, wenn es mit einem Antrag nicht klappt. Ingrid Zeutschel ist seit 1980 im Diakoniekreis engagiert. Sie hat zusammen mit den anderen die diakonische Arbeit hervorragend koordiniert. Dazu gehören insbesondere der Besuchsdienst bei Senioren, die Vermittlung an beratende Institutionen sowie der Fahrdienst für den Seniorenkreis.“