Hochwasserkatastrophe – gedenken, beten, spenden

Hochwasserkatastrophe – gedenken, beten, spenden

Hochwasserkatastrophe im Rhein-Erft-Kreis, Köln und Region

Bilder von Städten und Dörfern im Rhein-Erft-Kreis und Umgebung, die im Wasser versinken, lösen große Betroffenheit aus. Erftstadt gehört zum Evangelischen Kirchenkreis Köln-Süd, die beiden dortigen Gemeinden, die Evangelische Friedenskirchengemeinde in Erftstadt und die Evangelische Kirchengemeinde Lechenich sind selbst betroffen, leisten aber Hilfe, soweit sie es können. Darüber hinaus sind viele weitere Orte in anderen Landesteilen betroffen.

„Mit unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei den Menschen in Köln und der Region, die durch das Unwetter ihr Hab und Gut und sogar ihr Leben verloren haben. Danke allen, die tatkräftig helfen“, sagte Markus Zimmermann, stellvertretender Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, angesichts der Hochwasser-Katastrophe, die auch Gebiete im Rhein-Erft-Kreis, in Köln, im weiteren Umland und anderen Teilen Deutschlands getroffen hat. „Die besonders betroffenen Kirchengemeinden berichten von einer großen Hilfsbereitschaft“, sagte Pfarrer Michael Miehe. Er vertritt während der Urlaubszeit den Superintendenten des Ev. Kirchenkreises Köln-Süd.

Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL), die Evangelische Kirche im Rheinland und die Evangelische Kirche von Westfalen haben ein gemeinsames Spendenkonto eingerichtet für Menschen, die besonders schwer von der Katastrophe betroffen sind.

So können Sie helfen:

Empfänger: Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL
IBAN: DE79 3506 0190 1014 1550 20
Stichwort: Hochwasser-Hilfe

Zur Onlinespende der KD-Bank

Gemeinsam mit den regionalen Diakonischen Werken wird das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe in den nächsten Tagen Hilfen organisieren. Dazu hat die Diakonie RWL einen Krisenstab eingerichtet und steht im Kontakt zur Zentrale der Diakonie Katastrophenhilfe in Berlin.


 

Gebet für die Opfer und Helferinnen und Helfer

Die Evangelische Kirche im Rheinland hat ein Fürbittengebet zur Unwetter-Katastrophe veröffentlicht. Hier ein Auszug:

Gott des Lebens,
wir sind erschrocken und aufgewühlt:
Das Hochwasser der vergangenen Tage hat Menschen fortgeschwemmt.
Der Starkregen hat Keller geflutet und Straßen überspült. Viele bangen um ihre Angehörigen und um ihr Zuhause.
Gott, wir rufen zu dir
wie der Beter aus dem Gebetbuch des Volkes Israel:

„Rette mich, Gott!
Das Wasser steht mir bis zum Hals. Ich bin versunken in tiefem Schlamm und finde keinen festen Grund.
In tiefes Wasser bin ich geraten. Eine Flutwelle spülte mich fort.“
(Psalm 69,2+3).

Gott,
wir bitten dich um Trost und Beistand für alle, deren Zuhause verwüstet ist, die evakuiert werden mussten,
die Hab und Gut verloren haben.
Sende den Betroffenen die Hilfe, die sie brauchen: tatkräftige Unterstützung,
finanziellen Beistand, emotionale Begleitung, unermüdliche Gebete.

Gott,
wir bitten Dich
um Frieden für die, die ihr Leben verloren haben, und um Trost für ihre Angehörigen.

Gott,
wir bitten Dich
für die Männer und Frauen,
die an ihre Grenzen gehen, um anderen zu helfen, die Menschen aus eingeschlossenen Häusern holen, die Dämme sichern,
die für Notunterkünfte sorgen.
Sei du ihnen nahe bei allem, was sie tun. Stärke sie und gib ihnen Geduld und Übersicht.

Gott,
wir erkennen, wie schnell sich das Klima verändert und in welcher Bedrohung unsere Welt steht.
Diese Naturkatastrophe führt uns vor Augen, was wir unserer Umwelt antun.
Hilf uns umzukehren.
Lass uns nicht gegen, sondern für und mit deiner Schöpfung leben.

„Ich aber schicke mein Gebet zu dir, zu der Zeit, Herr, die dir gefällt:
Antworte mir, Gott, in deiner großen Güte, zeig mir deine Treue und rette mich!
(Psalm 69,14)


Viele evangelische Kirchengemeinden bieten auch in diesen Tagen Gottesdienste an. Eine Übersicht von geplanten Gottesdiensten finden Sie hier.

Hier stehen Ansprechpartner zu praktischen Fragen rund um Schäden an kirchlichen Gebäuden und Grundstücken sowie Ansprechpartner für seelsorgliche Begleitung:

Text: APK/EKiR
Foto(s): APK