Auf dem Weg zum gerechten Frieden – Eine Auseinandersetzung mit dem Friedenswort der Evangelischen Kirche in Rheinland am Donnerstag in Kerpen und live im Internet

Auf dem Weg zum gerechten Frieden – Eine Auseinandersetzung mit dem Friedenswort der Evangelischen Kirche in Rheinland am Donnerstag in Kerpen und live im Internet

75 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs ist sehr deutlich, wie kostbar Frieden ist. Und die aktuelle Situation zeigt, dass er eine wesentliche Voraussetzung zur Krisenbewältigung darstellt. Die Evangelische Kirche im Rheinland hat im Jahr 2018, 100 Jahre nach dem 1. Weltkrieg, ein eigenes „Friedenswort“ veröffentlicht.  Alle Ebenen der Kirche erhielten den Text „Auf dem Weg zum gerechten Frieden“ mit der Bitte um eine Stellungnahme. Die Ergebnisse sollen der Landessynode 2021 zur Beratung vorgelegt werden.

Das Leitbild vom gerechten Frieden bedeutet einen Paradigmenwechsel gegenüber der Lehre vom gerechten Krieg. Das Friedenswort erklärt: „Kirche des gerechten Friedens zu sein bedeutet, Krieg und kriegerische Mittel als Möglichkeit der Konfliktlösung, als ,ultima ratio‘, zu überwinden, Schritt für Schritt. Gewaltfreie Lösungen sind möglich. Sie sind schmerzhaft, weil sie eigene, besonders wirtschaftliche, Interessen berühren. Sie sind langwierig und müssen mühsam gelernt werden. Sie sind aber die Lösungen, die sich als roter Faden durch die Bibel ziehen und biblisch geboten sind.“

Um zu einer fundierten Auseinandersetzung mit dem Text Gelegenheit zu geben, laden der Kirchenkreis Köln-Süd und die Kirchengemeinde Kerpen in Zusammenarbeit mit der Melanchthon-Akademie Köln zu einem Vortrags- und Diskussionsabend live und im Internet ein.

An diesem Abend wird Landeskirchenrätin Anja Vollendorf (Ev.  Kirche im Rheinland) mit einem Impulsreferat in Text und Intention des Friedenswortes einführen. Im Anschluss diskutieren Petra Reitz, Leitende Militärdekanin der Bundeswehr, Reinhard Voigt, Presbyter der Ev. Gemeinde Klettenberg, Reiner Schwalb, Brigadegeneral und Militärattaché a.D., Pfarrerin Almuth Koch-Torjuul, Ev. Kirchengemeinde Kerpen unter der Moderation von Dr. Martin Bock, Melanchthon-Akademie.

Durch die Gäste auf dem Podium werden friedensethische und sicherheitspolitische Aspekte, die Seelsorge an Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, aber auch der konkrete Beschluss der Kirchengemeinde Köln-Klettenberg, Gemeinde auf dem Weg des gerechten Friedens zu sein, zu Wort kommen.

Donnerstag, 18. Juni von 19:45 bis 21:30 Uhr, im Gemeindehaus der Ev. Johanneskirche Kerpen, Filzengraben 19, 50171 Kerpen

Auf Grund der Abstandsregel ist die Zahl der Sitzplätze begrenzt. Eine Anmeldung ist beim Kirchenkreis Köln-Süd per Email an folgende Adresse unbedingt erforderlich: superintendentur.koeln-sued@ekir.de.

Ein Live Stream der Veranstaltung kann unter der Webadresse http://www.youtube.com/kirchekoeln aufgerufen werden. Den Text des Friedenswortes finden Sie im Internet unter folgendem Link: https://www.ekir.de/www/downloads/LS2018-B30.pdf Bei der Veranstaltung gelten die aktuell üblichen Hygiene- und Abstandsregeln. Wir bitten beim Betreten und Verlassen der Räumlichkeiten einen Mundschutz zu tragen. Aktuelle Informationen auf www.kkk-sued.de und www.melanchthon-akademie.de.