Gebet für einen gerechten Frieden in Berg-Karabach
Gemeinsam beteten die christlichen Kirchen für den Frieden in Berg-Karabach

Gebet für einen gerechten Frieden in Berg-Karabach

Mehr als tausend Menschenleben hat der Krieg im Osten Europas gekostet, über den die Medien lange Zeit nur wenig berichtet haben. Seit dem 27. September kämpften Soldaten von Armenien und Aserbaidschan um die Kaukasus-Region Berg-Karabach. Seit Anfang der Woche ist der Krieg zu Ende, Friedenstruppen aus Russland sollen dafür sorgen, dass der Konflikt nicht wieder ausbricht. „Es herrscht eine große humanitäre Katastrophe“, schreibt die Armenische Gemeinde Köln in einem Spendenaufruf über die Situation in der Region. „Abertausende waren gezwungen, ihre Wohnorte zu verlassen und Zuflucht bei ihren Verwandten oder anderen Menschen in Armenien zu finden.“

In der vergangenen Woche hatte die Armenische Kirche in Köln zu einem ökumenischen Friedensgebet in die St. Sahak – St. Mesrop Diözesankirche in Köln eingeladen. Unter der Leitung von Bischof Serovpé Isakhanyan, Primas der Armenischen Apostolischen Kirche in Deutschland, fand der eindrucksvolle Gottesdienst statt. Mit dabei waren viele Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), darunter auch Stadtsuperintendent Bernhard Seiger, Superintendentin Susanne Beuth, Stadtdechant Msgr. Robert Kleine und Erzpriester Radu Constantin Miron, der auch Vorsitzender der ACK in Deutschland ist.

In seinem Grußwort ging Miron auf den Krieg in der Region ein. „Und wieder sind es die Kinder, die zuerst und am meisten leiden, aber natürlich nicht nur sie“, sagte er. „Als Christen sind wir Menschen des Friedens. Schon der Psalmist weiß: „Zukunft hat der Mensch des Friedens.“ Der Armenische Bischof Serovpé Isakhanyan forderte in seiner Ansprache einen gerechten Frieden für die Region. „Es liegt an der Politik, Wege zu finden und diesen Konflikt friedlich auf der Grundlage von gegenseitigen Kompromissen und international geltendem Recht zu lösen“, sagte er. Stadtsuperintendent Bernhard Seiger und Stadtdechant Msgr. Robert Kleine lasen in dem Gottesdienst biblische Texte. Vertreterinnen und Vertreter der unterschiedlichen Kirchen trugen Fürbitten für den Frieden vor.

Auch wenn der Krieg inzwischen zu einem Ende gekommen ist, gehen die Unruhen in der Region weiter. Die armenische Gemeinde betet weiter für den Frieden in der Region und der ganzen Welt und lädt alle Menschen dazu ein. Weitere Informationen unter: www.armenischegemeindekoeln.de