Blitzlicht mit Alida Pisu zum Thema: starke Männer



Blitzlicht mit Alida Pisu zum Thema: starke Männer

Alida Pisu kommt diesmal bei Blitzlicht ins Schwärmen. Sie schwärmt von Männern. Männer sind wichtig in ihrem Leben, das steht fest und sie mag die Herren in ihrer Umgebung, denn sie sind hilfsbereit, freundlich und überbieten sich in Ihrer Bereitschaft, sie in allen möglichen Alltagssituationen zu unterstützen. „Männer sind wirklich einzigartig, „so Alida Pisu,“ was sie aber alle gemeinsam haben: sie wollen unbedingt zeigen, wie stark sie sind. Warum auch nicht? Ich lasse es mir jedenfalls gerne zeigen.“

Immer mit einem leichten Augenzwinkern, einer großen Portion Humor und mit viel Leichtigkeit lässt uns die Prädikantin Pisu an ihrem Alltag teilhaben. Geschichten, die zum Nachdenken anregen, zum Schmunzeln einladen oder auch mal ein wenig traurig stimmen – aber immer viel Optimismus und noch mehr Gottvertrauen ausstrahlen – die Blitzlichter von und mit Alida Pisu sind aus der Sommerpause zurück!

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Den ganzen Film als Text zum Nachlesen:

Starke Männer

Reden wir mal über Männer. Wie Männer so sind, das wissen wir ja spätestens seit Herbert Grönemeyer. In seinem Männer-Lied singt er z. B.: Männer haben Muskeln, Männer sind furchtbar stark. Ja, das kann ich nur bestätigen, möchte den Herbert aber ergänzen. Männer sind wirklich einzigartig, was sie aber alle gemeinsam haben: sie wollen unbedingt zeigen, wie stark sie sind. Warum auch nicht? Ich lasse es mir jedenfalls gerne zeigen. Ein paar Anekdoten. Der Mann, der mir jahrelang die Wasserkisten brachte: wie oft habe ich runter gerufen: „Nehmen Sie den Aufzug!“ Aber er hat ihn nicht ein einziges Mal genommen. Er kam immer die Treppe hoch, mit stolz geschwellter Brust und die 2 Wasserkisten hielt er so lässig in den Händen, als wären es 2 Federn. Da musste ich natürlich jedes Mal sagen: „Oh, was sind Sie stark!“, woraufhin er sehr zufrieden wieder gegangen ist. Vor Jahren habe ich mir einen Wohnzimmertisch zugelegt und als der Mann schellte, der ihn mir bringen wollte, habe ich sofort gerufen: „Warten Sie, ich hole Hilfe für den Tisch.“ „Junge Frau, das ist doch ein Klacks für mich. Ich schaffe den Tisch alleine.“ Und dann kam er auch schon, schleppte den schweren Tisch auf dem Rücken und strahlte mich an, stolz wie Oskar. Ich konnte gar nicht anders als beeindruckt zu sagen: „Herkules ist nichts gegen Sie!“. Letztes Jahr Weihnachten durfte ich nicht nur einen, sondern gleich sechs starke Männer bewundern. In unserer Kirche stand ein riesiger Weihnachtsbaum, davor standen die Männer, die ihn aus dem Wald geholt hatten. Wie ich erfuhr, war er fast 8 Meter hoch und die Männer zeigten mir ein Video, wie der Förster den Baum geschlagen hat, wie sie alle zusammen den Baum auf die Ladefläche gehievt und später in die Kirche geschleppt haben. Das war nicht ganz einfach. Da der Baum so lang war, hätte man ihn knicken müssen, um vom Haupteingang in die Kirche zu kommen. Man kann zwar vieles knicken, aber nicht einen 8 Meter langen Baum. Also musste er durch den Nebeneingang. Das hat auch gut geklappt, nur hatten zwei von den 6 Jungs es hinterher im Kreuz. Aber die Mühe war nicht umsonst. Der Baum stand wochenlang in seiner ganzen Pracht neben dem Altar, geschmückt mit Christbaumkugeln, Sternen und Lametta. Ich vermute ja insgeheim, die starken Männer haben den sportlichen Ehrgeiz, jedes Jahr einen noch größeren Baum aufzustellen. Ihr Männer, ich finde es fabelhaft, dass ihr so stark seid. Ich bin gespannt, wie viel Meter es dieses Jahr werden. Bei 9 Metern könnt ihr mit 6 Mann sogar den Abstand halten. 9 durch 6 macht genau 1,5 Meter. Das schafft ihr spielend! Es ist ja noch weit hin bis Weihnachte, aber wenn unser Kantor dann spielt: „Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum…“, dann wisst ihr, wofür ihr geschleppt habt!

Text: APK
Foto(s): APK/Thorsten Levin