Horizonte – Eine Sommerandacht von Superintendentin Andrea Vogel



Horizonte – Eine Sommerandacht von Superintendentin Andrea Vogel

„Perspektivwechsel, genau das ist es, was vielen von uns in der momentanen Zeit abverlangt wird“, beschreibt Superintendentin Andrea Vogel die Situation von vielen Menschen in der heutigen Zeit, die immer noch durch Corona geprägt ist. Viele Menschen fürchten um Jobs, Familienzusammenhalt, Freundschaften, ihr Alltag wird ungewöhnlich heftig auf den Kopf gestellt. Die letzten Monate haben viele Menschen zum Nachdenken und zum Umdenken veranlasst, sagt die Superintendentin. Andrea Vogel erinnert an die Geschichte von Elia. Der Prophet wurde von Gott gerufen, sich nicht aufzugeben, sondern weiterzugehen und neue Horizonte zu entdecken. „Erst wenn man sich auf den neuen Weg begibt“, sagt Vogel, „spürt man, dass sich der Horizont weitet.“ Sie ermuntert die Zuschauerinnen und Zuschauer der Videoandacht, offen für Neues zu bleiben. „Auch wenn es manchmal noch so schwerfällt, ergeben sich neue Möglichkeiten und Perspektiven, die uns oftmals in Erstaunen versetzen. So erkennen wir im täglichen Leben die reichende Hand Gottes“, sagt sie weiter. Pfarrerin Vogel regt an, hinzuhören und für jedes Neue aufmerksam zu werden. So können Menschen offen für den weiten Blick auf neue Horizonte sein.

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Die Andacht von Superintendentin Andrea Vogel können ihr hier nachlesen:

Eine neue Perspektive gewinnen, die Weite des Horizonts erkennen, das wünsche ich Ihnen. Gerade in diesen Zeiten, in denen wir so viele Veränderungen spüren, nach Jahren des Aufschwungs wieder Angst um Arbeitsplätze, Angst um die Gesundheit haben, da wünsche ich mir die verwandelnde Kraft der Sehnsucht, die meinen Blick weitet in den Horizont hinein. Ich möchte Sie mitnehmen zu einer kleinen Erzählung des Propheten Elia, denn das ist eine anrührende Erzählung. Elia sah für sein Leben keine Perspektive mehr. Er fürchtete sogar um sein Leben und rannte in die Wüste, diesen lebensfeindlichen Ort. Dort legte er sich schlafen und sagte: „Es ist genug“. Doch plötzlich berührte ihn ein Engel. Der sprach zu ihm: „Stehe auf! Und als er hinsah, entdeckte er neben seinem Schlafplatz geröstetes Brot und einen Krug mit Wasser. Er aß und trank. Dann legte er sich wieder schlafen. Der Engel des Herrn berührte ihn ein weiteres Mal: „Steh auf, du hast einen weiten Weg vor Dir.“ Elias stärkt sich und macht sich auf den Weg, denn er sehnt sich nach einer neuen Lebensmöglichkeit und will neuen Mut gewinnen – eine neue Perspektive, den Horizont geweitet bekommen. Erst, wenn man sich auf den neuen Weg begibt, dann spürt man auch, dass der Horizont sich weiten kann. Der Blick ändert sich, man spürt: Da gibt es mehr, als das, was ich vordergründig sehe. Aufbruch bedeutet, etwas Vertrautes, Bekanntes vielleicht hinter sich zu lassen, aber eben auch die neuen Möglichkeiten auszuloten – eine neue Perspektive gewinnen, die Weite des Horizonts öffnen.

Text: APK
Foto(s): APK/Thorsten Levin