Daniel Phan ist der neue theologische Referent im Ev. Jugendpfarramt in Köln



„Ich möchte Brücken bauen” – Daniel Phan ist der neue theologische Referent im Ev. Jugendpfarramt

Daniel Phan ist der neue theologische Referent im Evangelischen Jugendpfarramt. Wir haben uns mit ihm getroffen und mit ihm über seine Arbeit und seine Motivation gesprochen. Außerdem fragten wir ihn, was zum Beispiel die Aufgabe eines theologischen Referenten ist und was ihn motiviert, Pfarrer zu werden.

Projektarbeit

Projektarbeit bedeutet für Phan beispielweise Jugendgottesdienste zu planen und durchzuführen. Er will hauptamtlich Mitarbeitende in Köln und Umgebung ansprechen und zusammen mit ihnen Veranstaltungen planen. So entstand zum Beispiel auch der Jugendgottesdienst am Reformationstag. Die Projektgruppe nannte den Jugendgottesdienst, in dem fünf Bands auf zwei Bühnen spielten und somit gleichzeitig gegeneinander antraten, „Refo Battle Royale“. Die musikalischen Auftritte wurden durch einen Poetry-Slam“ ergänzt. Ziel von Phan war es, den Jugendlichen Raum zu geben, in dem sie sich ausprobieren und präsentieren können. In diesem sollten sie ihre Gaben und Fähigkeiten entfalten und so eine Bühne bekommen. Die Jugendlichen erleben bei übergemeindlichen Jugendgottesdiensten, dass sie viele sind und Jugendarbeit nicht nur in ihrer Heimatgemeinde stattfindet. „Wir sind groß, bunt und spirituell vielfältig“, resümierte Daniel Phan mit einem stolzen Schmunzeln.

Für das kommende Jahr plant der theologische Referent unter anderem ein neues sportlich-spirituelles Projekt mit dem Namen „Lauf-Exerzitien“. Das Projekt „Lauf-Exerzitien“ möchte spirituelle Exerzitien und Achtsamkeitsübungen mit dem sportlichen Joggen verbinden. An sechs wöchentlichen Treffen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darauf vorbereitet, eine von ihnen selbst bestimmte Strecke zu laufen, gerne auch den Halbmarathon. An den Treffen werden dann Themen wie „Anstrengungen, Atmung, Rhythmus, Körper, Geist und Seele“ angesprochen.

Ansprechpartner

Als Mitarbeiter des Jugendpfarramtes will er für die hauptamtlich Mitarbeitenden der vier Kirchenkreise in Köln und Region theologischer Ansprechpartner sein. Hier beantwortet er theologische Fragen und gibt Impulse für die Kinder- und Jugendarbeit. Er möchte aber auch mit Jugendlichen über die sozialen Medien kommunizieren. Auch Netzwerkarbeit ist ihm wichtig. Für Daniel Phan bedeutet das „Beziehungen zu suchen“ und „Gesicht zu zeigen“. Hier nimmt er Kontakt zu Gemeinden und ihren Mitarbeitenden auf. Darüber hinaus ist er auch offen für Kooperationen in anderen Konfessionen.

Ziel: Pfarrberuf

In Köln-Raderthal, wo er in den letzten drei Jahren in der Philippus-Kirchengemeinde als Jugendpastor gearbeitet hatte, lernte er gemeindliche Kinder- und Jugendarbeit kennen. Der Gottesdienstablauf(Liturgie) ist ihm dabei sehr wichtig geworden. Es wurde für ihn eine besondere Art, Frömmigkeit auszudrücken. „Ich merke, es ist ein Stück weit zu Hause. Da kannst du dich fallen lassen, weil es ein Ablauf ist, der dir auch Sicherheit gibt“, erzählt er im Interview. Für ihn ist der Beruf des Pfarrers die Rolle eines Brückenbauers. Über diese Brücken möchte er Menschen miteinander verbinden,  mit ihnen ins Gespräch kommen und sie für Kirche begeistern. In der Vielfalt der Ökumene sieht Phan die Chance, als Christen in Einheit zu leben und dem prognostizierten Mitgliederschwund entgegenzutreten.

Über Daniel Phan

Daniel Phan ist ausgebildeter Justizfachangestellter. 2012 holte er sein Fachabitur nach und studierte bis 2016 an der Ev. Hochschule Marburg Theologie. In den vergangenen drei Jahren arbeitete er in Köln-Raderthal beim CVJM Köln-Süd als Jugendpastor. Seit 2019 studiert er Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel. Phan ist verheiratet, seine Frau arbeitet im Bereich Marketing in einem internationalen Konzern.

Über sein Studium verrät er uns: „Ich spüre eine große Freude und Begeisterung in der Aussicht auf den Pfarrberuf und bin dankbar mein Studium der Evangelischen Theologie mit der Tätigkeit im Jugendpfarramt verbinden zu können und dabei von allen die nötige Unterstützung zu erfahren.

Text: APK/Jupf
Foto(s): APK