Lutz Gebhard, Kristina Kilders und Bernhard Seiger im Jugendhaus TREFFER



Jugendhaus „TREFFER“ bietet vielen Jugendlichen ein zweites Zuhause

Vorsichtig öffnet Luca* die Tür des Jugendhauses „TREFFER“ in Köln-Buchheim. Dass heute etwas anders ist, hat er sogleich gemerkt. Der „TREFFER“ ist ein Stück weit sein „zweites Zuhause“. Vor ein paar Tagen hatte er hier zusammen mit ein paar Freundinnen und Freunden seinen 14. Geburtstag gefeiert. „Komm rein“, winkt ihm Lutz Gebhard zu. Zusammen mit Kristina Kilders leitet Gebhard diese Jugendeinrichtung des Diakonischen Werkes Köln und Region. Der Grund, warum Luca nicht wie immer zusammen mit seinen Begleiterinnen und Begleitern in das Jugendhaus gestürmt kam, war ganz einfach. Im großen Eingangsbereich des „TREFFER“ standen Erwachsene und unterhielten sich mit Kristina und Lutz.

Das Jugendhaus TREFFER liegt in Buchheim direkt an der Kirche St. Mauritius

Bei dem Besuch handelte es sich um Stadtsuperintendent Bernhard Seiger, der zusammen mit zwei Begleitern in die Einrichtung gekommen war, um diese offene Jugendarbeit kennenzulernen. „Der ‚TREFFER‘ war früher einmal die Gaststätte der katholischen Gemeinde hier in Buchheim“, erklärte gerade Kristina Kilders. „Hier war alles dunkel getäfelt, halt wie eine Kneipe im Veedel“, erinnert sich Lutz Gebhard. Die beiden Pädagogen haben das Jugendhaus „TREFFER“ vor rund 15 Jahren mit aufgebaut und auch geholfen, das Haus zu renovieren. Der ehemalige Schankraum ist heute bunt gestrichen und ein zentraler Treffpunkt für Jugendliche aus dem ganzen Stadtviertel. Von Montag bis Freitag ist das Haus jeweils von 14 Uhr bis 20 Uhr offen. Höhepunkt an jedem Nachmittag ist das Angebot, hier eine warme Mahlzeit zu bekommen. „Für viele Jugendliche ist dies die einzige richtige Mahlzeit am Tag“, berichten die beiden Pädagogen.

Darüber hinaus bietet der „TREFFER“ auch viele Freizeitmöglichkeiten. „Man kann zum Beispiel einen Hiphop-Kurs belegen, man kann Theaterworkshops oder Fotoworkshops besuchen oder einen Nähkurs teilnehmen“, berichtet Stadtsuperintendent Bernhard Seiger nach seinem Besuch im Jugendhaus. „Es gibt hier Sozialpädagogen, die die Gruppe betreuen, so dass man die Möglichkeit hat, auch für Themen, die einem im Alltag beschäftigen, einen Gegenüber zu finden.“ Darüber hinaus bieten die festen und die freien Mitarbeitenden im „TREFFER“ den Jugendlichen auch Hilfe bei der Berufswahl. So gehören zum Beispiel auch Besuche im Altenheim zum Angebot, wo die Teilnehmenden Berufe in der Altenpflege kennenlernen konnten.

Lutz Gebhard, Kristina Kilders und Bernhard Seiger im Jugendhaus TREFFER

Ein weiterer wichtiger Teil der Arbeit im „TREFFER“ ist die „Teilhabe“. So sind die Betreuerinnen und Betreuer immer wieder mit den Jugendlichen unterwegs und besuchen Veranstaltungen, die sie sonst nie besuchen könnten. Diese reichen von Besuchen von Fußballbundesliga-Spielen über Besuche der Kölner Oper bis hin zu Kunstausstellungen. Ohne Unterstützung und Sponsoren wäre dies nicht möglich. Daher setzen sich Kristina Kilders und Lutz Gebhard auch dafür ein, dass die Jugendlichen ihre kreativen Arbeiten immer wieder präsentieren können und gestalten zusammen mit Experten Ausstellungen. So wundert es nicht, dass die Arbeit im „TREFFER“ schon mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurde. „Es ist gut, dass die Diakonie auch in diesem Feld tätig ist und Menschen hilft, selbstbewusster und zu aufrechten, gemeinschaftsfähigen Menschen zu werden“, sagte Bernhard Seiger nach seinem Besuch im TREFFER.

Luca und seine Freunde hatten sich schnell an die erwachsenen Besucher an dem Nachmittag im „TREFFER“ gewöhnt. Zum Abschied zeigten sie noch einen Tanz, den sie spontan eingeübt hatten. Für sie ist das Jugendhaus „TREFFER“ ein Ort, an dem sie sich frei entfalten können. Denn hier gelten einfache Regeln: „Respekt“ und „Toleranz“ sind die Werte, die sie hier vermittelt bekommen und an die sich alle halten. Weitere Informationen zum Jugendhaus TREFFER: www.treffer-buchheim.de

* (Name von der Redaktion geändert)

Weitere Videos zu diesem oder einem anderen Thema? Klicken Sie rein und abonnieren Sie unseren Videokanal auf YouTube: https://bit.ly/2JDf32o

Der gesamte Text des Videos zum Nachlesen:

Ich stehe hier in Köln-Buchheim vor dem Jugendhaus TREFFER. Das ist ein Haus das ein Angebot für Jugendliche aus der Nachbarschaft macht, ihre Freizeit zu verbringen. Es wird getragen vom Diakonischem Werk Köln und Region. Hier können Jugendliche hinkommen nachmittags von 14 Uhr bis 20 Uhr, um miteinander was zu essen und miteinander zu spielen – die Freizeit zu verbringen und es werden eben auch pädagogische Angebote gemacht, die die Gruppe weiter bringt. Man kann zum Beispiel einen Hiphop-Kurs belegen, man kann Theaterworkshops oder Fotoworkshops besuchen oder einen Kurs belegen.

Es gibt Sozialpädagogen hier, die die Gruppe betreuen, so dass man die Möglichkeit hat, auch für Themen, die einem im Alltag beschäftigen, einen Gegenüber zu finden. Zum Beispiel wenn es darum geht: „Welchen Beruf will ich nach der Schule ergreifen? Welche Themen sind für mich in meinem Leben dran? Wie komme ich mit Konflikten in der Familie oder mit Freunden am besten zurecht?“.  Hier entstehen Beziehungen, die belastbar sind, so dass Jugendliche an dieser Stelle sich sortieren können. Das Haus arbeitet auch interkulturell. Es gibt viele „Migranten-Jugendliche“, die hier sind. Sie kommen dabei in Begegnung untereinander und auf diese Weise lernen alle, soziale Kompetenz en und Toleranz untereinander einzuüben. Es ist gut, dass die Diakonie auch in diesem Feld tätig ist und Menschen hilft, selbstbewusster und zu aufrechten, gemeinschaftsfähigen Menschen zu werden.

 

Text: APK
Foto(s): APK