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Die Jugendkirche geistreich feierte ihren 15. Geburtstag: Es wurde gegrillt, eine Band von Ehemaligen sorgte für gute Laune.

Partizipation ist Programm: Jugendkirche geistreich feiert 15. Geburtstag

Da war richtig was los in der Jugendkirche Geistreich an der Adamstraße in Mülheim. Und das aus gutem Grund: Die Jugendkirche feierte ihren 15. Geburtstag. Es wurde gegrillt, eine Band von Ehemaligen sorgte für gute Laune. „Vor 15 Jahren hat die Landeskirche sogenannte Erprobungsräume gefördert“, sagt Jugendreferent Hannes Averbeck, zusammen mit Vera Schraml verantwortlich für die „geistreiche“ Arbeit.

Gegründet wurde die Einrichtung vor 15 Jahren als Kooperationsprojekt der evangelischen Kirchengemeinden Flittard/Stammheim, Dünnwald und Mülheim am Rhein. Der Slogan von damals „Jugend macht Kirche“ ist heute so aktuell wie eh und je. „Die Jugendlichen haben einen sakralen Raum“, beschreibt Averbeck die Situation vor Ort. Superintendent Torsten Krall, gleichzeitig Pfarrer in Dünnwald, hielt einen kurzen Impuls zum Schöpfungsbericht. „Es wurde. Und das passiert immer wieder. Und immer wieder neu.“

„Einen Raum zu haben, bedeutet Freiheit“

Annika Boll von der Jugendkirche sagte, dass man in der Jugendkirche Freiheit spüre. „Aber diese Freiheit bedeutet auch Verantwortung. Einen Raum zu haben, bedeutet Freiheit. Wir Jugendlichen müssen diese Chance nutzen.“ Und das tun sie während des gesamten Jahres, wie Averbeck erzählt. Die Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren. Die können alles nach ihrem Gusto nutzen. „Es wird nichts übergestülpt“, sagt der Jugendreferent, der allergrößten Wert legt auf Partizipation. Deshalb sind die Jugendlichen selbstverständlich auch Mitglieder der Steuerungsgruppe der Jugendkirche.

Im Advent trifft man sich zur Weihnachtswerkstatt und bastelt für die Eltern Geschenke, „die kein bisschen peinlich sind“, grinst ein Jugendlicher. Die Jugendkirche geistreich organisiert Kleidertauschbörsen. Es wird aber auch schon mal der große Saal gestrichen oder zusammen gekocht. Regelmäßig treffen sich Kleingruppen in sogenannten safe spaces. „Da sprechen die Jugendlichen darüber, wie es ihnen gerade geht. Und sie reden über Bibeltexte“, weiß Averbeck.

Großer Beliebtheit erfreut sich die alljährliche Sommerfreizeit in Dänemark. Und ein echtes Highlight ist die Wohnwoche. Eine Woche lang wohnen maximal 15 Jugendliche in der Jugendkirche. „Dort erleben sie ihren normalen Alltag. Das ist wirklich eine besondere Woche, denn sie erleben auch Gott in ihrem Alltag.“

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann