Evangelische Jugend in Köln und Umgebung auf dem Weg zum Kirchentag nach Stuttgart

Evangelische Jugend in Köln und Umgebung auf dem Weg zum Kirchentag nach Stuttgart

„Damit wir klug werden“ – die Losung des diesjährigen Deutschen Evangelischen Kirchentages war Ausgangspunkt für Jugendliche aus 14 Gemeinden und Gruppen in Köln und Region, um zahlreiche Projekte für den „Kölner Treff“ im Zentrum Jugend zu entwickeln. Jeder Stand wird einen eigenen inhaltlichen Schwerpunkt haben, der von den Jugendlichen, die ihn geplant haben, auch durchgeführt wird. Unter anderem wird es nun in Stuttgart im „Zentrum Jugend“ in der Mercedesstraße beim Mercedes-Museum ein Vorurteilsquiz geben. Der Kirchentag findet in der Zeit vom 3. bis 7. Juni statt.

Das Quiz bezieht sich auf Thesen wie: „Griechen können nicht mit Geld umgehen“ oder „Engländer können nicht kochen“. Unter den Thesen befinden sich ausführlich formuliert mögliche Antworten, die man als Zustimmung, Ablehnung oder teilweise Zustimmung werten kann. Je nach ausgewählter Antwort nimmt man sich aus einer Dose eine Anzahl Chips und geht dann zur nächsten Frage über. Zum Schluss füllt man die gesammelten Chips in eine Plastikröhre, die anzeigt, wie hoch die Summe geworden ist. Daran lässt sich dann das Gesamtergebnis ablesen und es gibt erneut eine Erklärung dazu.

Selbsterfahrung für einen angstfreien Umgang
Darüber hinaus wird es einen „Inklusiv-Parcours“ geben: Alle die es ausprobieren wollen, werden in irgendeiner Weise „behindert“ sein: Sie können sich in einen Rollstuhl setzen, müssen mit Gehhilfe laufen lernen, werden mit Augenklappen „blind“ oder mit Ohrstöpseln gehörlos. So ausgestattet sollen sie bestimmte Aufgaben lösen, sich zum Beispiel von A nach B bewegen und an den Aktivitäten des „Kölner Treffs“ teilnehmen. Diese Selbsterfahrung soll zu einem angstfreien Umgang mit Menschen mit Behinderungen führen. Dazu hat das Evangelische Jugendpfarramt bereits eine Broschüre veröffentlicht. Sie bildet die Grundlage für den Kirchentag im Juni.

„Probelauf“ im Evangelischen Jugendpfarramt
Mitte April fand im Jugendpfarramt bereits ein „Probelauf“ für den Stuttgarter Kirchentag statt, bei dem die Aktionen zum ersten Mal mit Publikum durchgeführt wurden. Die Jugendlichen konnten die Angebote testen und Lob aussprechen, aber auch Verbesserungsvorschläge machen. Bei schönstem Wetter zeigten sich alle von den einzelnen Aktionen, aber auch von der Vielfalt insgesamt beeindruckt und hatten spontan Lust auf „mehr“.

Viele Aktionen, die klug machen
So wollen Schülerinnen und Schüler aus einem Kölner Berufskolleg unter der Überschrift „Versuch macht kluch“ mit jugendlichen Besucherinnen und Besuchern kleine Experimente ausprobieren. Unter anderem sollen Energydrinks untersucht werden und die Auswirkung von Gasen auf die Stimme getestet werden. „Platz für kluge Gedanken“ gibt es auch bei Jugendlichen aus Kalk-Humboldt, die anbieten, individuelle Hefte zu gestalten, die sich als Tagebuch oder als Buch für eigene Ideen oder fremde Texte eignen. Und unter der Anleitung von Jugendlichen aus den evangelischen Kirchengemeinden Quadrath-Ichendorf, Bergheim, Lindlar und Ostheim kann man mit sogenannten Duffyboards den eigenen Gleichgewichtssinn erproben und trainieren. „Klug bewegt Dich!“, heißt es hier. Außerdem werden an die Geschichte der klugen Jungfrauen erinnert und auch allerlei andere Geschichten und Sprüche erwähnt, die sich rund um Formulierungen drehen, die im Zusammenhang mit leuchten, erleuchten, Klarheit, Licht, klären oder erhellen stehen.

Regionale Spezialitäten in der Nachbarschaft
„Ein großes Kölner Café, wie bei den anderen Kirchentagen, wird es diesmal im Rahmen des ‚Kölner Treffs’ nicht geben“, erklärt Ruth Klevinghaus vom Evangelischen Jugendpfarramt, die zusammen mit Jugendreferenten und -referentinnen der Kölner Jugendreferate das Projekt organisiert. „Dafür bieten zahlreiche Gruppen aus der Region ihre Spezialitäten in der Nachbarschaft an. Aber an dem einen oder anderen Stand wird es auch einen kleinen Tee oder eine Kaffee geben.“ Und außerdem eine „Chill-Ecke“ – mit Hüpfkissen zum Ausruhen und Austoben.

Text: She/knap
Foto(s): Ruth Klevinghaus