Altersgerechtes Wohnen in der Behindertenhilfe Michaelshoven – Vernetzung mit Seniorenhilfe fördert ganzheitliche Versorgung

Altersgerechtes Wohnen in der Behindertenhilfe Michaelshoven – Vernetzung mit Seniorenhilfe fördert ganzheitliche Versorgung

Türen mit Überbreite, ein behindertengerechtes Bad, der Notrufknopf am Bett, dies sind nur ein paar Ausstattungsmerkmale der neu gestalteten Zimmer für Senioren mit geistiger Behinderung im Thomas- Haus auf dem Gelände der Diakonie Michaelshoven.


Angebot für Senioren mit geistiger Behinderung ausgebaut
Der in Kürze abgeschlossene Umbau der Zimmer ist zum einen eine Antwort auf die Tatsache, dass einige, bereits seit ihrer Jugendzeit in Michaelshoven lebenden Menschen mit geistiger Behinderung nun im Alter einer besonderen, altengerechten, Wohn-Umgebung bedürfen. „Zum anderen möchten wir unser Angebot für Senioren mit einer geistigen Behinderung grundsätzlich weiter ausbauen“, begründet Wolfgang Schmidt, Geschäftsführer der Jugend- und Behindertenhilfe Michaelshoven gGmbH, die Investition. „Seit 7 Jahren widmen wir uns systematisch der besonderen Zielgruppe der Senioren mit Behinderung mit dem räumlichen Schwerpunkt im Thomas-Haus.“

Neu: altengerechter Umbau der Zimmer
Zunächst wurde dort eine Tagesstätte für bis zu 15 Personen eingerichtet, die tagsüber Freizeit- und Beschäftigungsangebote anbietet und sich an Bewohner aus allen Wohngruppen richtet. Barrierefreie Zugänge und ein Pflegebad folgten in 2005. Demnächst wird die Tagesstätte auch für Menschen aus dem Ambulant Betreuten Wohnen geöffnet. Nun ist ein weiterer Baustein fertig: Für vier Bewohner/innen wurden die Zimmer altengerecht renoviert. Eingebunden ist der Umbau von zunächst vier Zimmern in ein größeres Netzwerk von Hilfeleistungen für die älteren Bewohner. „Es reicht natürlich nicht, allein den Wohnraum anzupassen, vielmehr gehört eine optimale Versorgung und Begleitung mit zum Konzept“, betont Wolfgang Schmidt.

Stationäre und ambulante Angebote
Tatsächlich existiert im Thomas-Haus bereits seit einigen Jahren eine Tagesstätte für Senioren mit geistiger Behinderung. Die Bewohner haben hier die Möglichkeit sich auszutauschen, zusammen zu kochen und zu essen, gemeinsame Unternehmungen zu planen. Die Zusammenarbeit mit dem Seniorenbereich der Diakonie Michaelshoven wurde im Zuge des Ausbaus der Anbote für ältere Menschen mit Behinderungen ebenfalls intensiviert. Der Ambulante Dienst steht im Bedarfsfall kurzfristig und an 24 Stunden am Tag für die Pflege der alten Menschen zur Verfügung.

Ganzheitliche Betreuung aus einer Hand
Die übergreifende Zusammenarbeit dieser zwei großen Arbeitsbereiche der Diakonie Michaelshoven soll sowohl zu einer Einsparung von eventuellen doppelten Kosten beitragen, vor allem aber fördert sie den Ansatz einer ganzheitlichen Betreuung aus einer Hand im Sinne des Kunden. Das Angebot soll schrittweise ausgebaut werden. Das Thomas-Haus soll längerfristig gänzlich Senioren mit geistiger Behinderung zur Verfügung stehen. Ohne die gewohnte Umgebung Michaelshovens verlassen zu müssen, können Bewohner aus der stationären Behindertenhilfe dann im Bedarfsfall einfach umziehen. Aber auch die Möglichkeit einer Aufnahme von älteren Menschen mit Handicaps, die bisher nicht in Michaelshoven wohnen, ist geplant.

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