Wettbewerb: Internationale Orgeltalente kommen nach Köln
Pokale für die Siegerinnen und Sieger des Orgelwettbewerbs 2021

Wettbewerb: Internationale Orgeltalente kommen nach Köln

Vom 6. bis 8. Oktober veranstaltet der Evangelische Kirchenverband Köln und Region zum zweiten Mal den internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation. Wie bereits beim ersten Mal findet er an der Klais-Orgel in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, statt. Der Wettbewerb, der 2019 erstmals durchgeführt wurde, sollte eigentlich bereits im März 2020 in die zweite Runde gehen. Dann kam Corona und vereitelte nicht nur diesen Termin, sondern machte auch den geplanten Nachholtermin ein Jahr später im März 2021 unmöglich. „Nun soll es aber im dritten Anlauf im Oktober gelingen!“, sagt Wolf-Rüdiger Spieler, Programm- und Organisationsleiter der Trinitatiskirche, der den Wettbewerb organisiert hat und leitet. „Dank einer steigenden Impfquote können wir in unsere große Kirche einladen und dabei Abstände und notwendige Hygieneauflagen gut einhalten“, sagt Spieler.

Die Ausschreibung erfolgte über Musikhochschulen und Akademien in ganz Europa und wurde über zusätzlich die sozialen Netzwerke weltweit verbreitet. Eingeladen sind junge Künstlerinnen und Künstler, vor allem Studierende bzw. Absolventen der Fachbereiche Kirchenmusik und Orgel. „Auch mit diesem zweiten Wettbewerb möchten wir Organistinnen und Organisten der jüngeren Generation fördern und die Kunst der liturgischen und konzertanten Orgelimprovisation in den Mittelpunkt stellen“, sagt Wolf-Rüdiger Spieler. „Ich bin sehr froh, dass sich sehr viele interessante Organistinnen und Organisten für die Teilnahme am Wettbewerb angemeldet haben. Nach einem aufwändigen Bewerbungsverfahren, bei dem die jungen Orgeltalente neben einem künstlerischen Lebenslauf auch jeweils einige Hörproben auf CD einschicken mussten, wurden schließlich fünfzehn besonders vielversprechende Teilnehmende zugelassen. Sie kommen aus fast allen Region Deutschlands, aber auch aus den Niederlanden, der Schweiz, aus Frankreich und aus Polen.“, so Spieler weiter.

Fünfköpfige Jury

Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region hat für den Wettbewerb erneut eine fünfköpfige Jury berufen. Deren Mitglieder sind bereits ein eingespieltes Team: Prof. Johannes Geffert, der bis 2015 als Professor für Orgel und Kirchenmusik an der Kölner Musikhochschule gelehrt hat, Melanie Jäger-Waldau, die als Kantorin und Organistin am Münster in Überlingen tätig ist, sowie Otto Maria Krämer, Prof. Thierry Mechler und Wolf-Rüdiger Spieler, die alle drei Orgel bzw. Orgelimprovisation und liturgisches Orgelspiel an der Kölner Musikhochschule unterrichten.

Dreitägiger Orgelmarathon

Der Wettbewerb wird in drei Runden ausgetragen. Am Mittwoch, 6. Oktober, geht es gleich morgens um 9.30 Uhr los. Alle fünfzehn Teilnehmer und Teilnehmerinnen präsentieren sich dann jeweils rund 20 Minuten und versuchen sich für den zweiten Wettbewerbstag zu qualifizieren. Zu dieser zweiten Runde am Donnerstag werden dann noch ungefähr sieben Bewerber und Bewerberinnen zugelassen. Am Freitag, 8. Oktober, spielen die drei Finalisten um die drei Siegerplätze und dürfen sich dann nicht nur über eine Urkunde und einen Pokal, sondern auch über Preisgelder von 1.000, 1.500 und 2.000 Euro freuen. Die Preisverleihung findet noch am Freitag gegen 20.30 Uhr statt. Der oder die Erstplatzierte wird zusätzlich zu einem Konzert in die Trinitatiskirche eingeladen.

Ein inspirierendes Instrument

Orgelimprovisation, also das spontane und kreative Spiel auf der „Königin der Instrumente“ braucht ein ansprechendes Instrument und zugleich einen inspirierenden Raum. Wolf-Rüdiger Spieler dazu: „Unsere Klais-Orgel hat mit 44 Registern eine stattliche Größe und ist stilistisch ein „Allrounder“. Hier lassen sich helle und barocke Klangfarben ebenso finden wie warme, romantische und orchestrale Klänge, die man für sinfonische Musik braucht“, erläutert Wolf-Rüdiger Spieler, und fährt fort: „All diese vielen Klänge und Farben in ganz unterschiedlichen Lautstärken finden in der großzügigen Akustik der klassizistischen Basilika einen langen Wiederhall. Raum und Instrument verschmelzen in der Trinitatiskirche zu einem großen Klang und versprechen ein beeindruckendes Klangerlebnis.“

Die genauen Uhrzeiten der Wettbewerbsvorspiele stehen tagesaktuell online auf der Seite https://trinitatiskirche-koeln.de und die interessierte Öffentlichkeit ist zum Zuhören herzlich eingeladen. Es gelten dabei die bekannten Corona-Regeln: eines der drei G und AHAL.

Text: APK
Foto(s): Wolf-Rüdiger Spieler