Von links im Bild: Kölns ehrenamtliche Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, Filialgeschäftsführer von Karstadt Köln Christof Sattler und Thomas Gattinger, Mitarbeiter des Kassenteams. Jeweils 1 Cent pro Bon kommt dem Projekt „wellcome“ zugute.



„wellcome“: „Montag ist Mama-Tag“ bei Karstadt

„Mama ist die Beste“ und der Montag ist künftig „ihr Tag“ bei Karstadt Köln. Seit Anfang Juni wird montags jeweils 1 Cent jedes Kassenbelegs im Warenhaus an das Eltern-Unterstützungsprogramm „wellcome“ gespendet. Hierbei handelt es sich um ein spendenfinanziertes Projekt in Trägerschaft der Evangelischen Familienbildungsstätte Köln (fbs). Die fbs bietet Eltern praktische Hilfe nach der Geburt an. Gemeinsam mit der Leiterin der fbs, Sabine Marx, und Karstadt-Filialleiter, Christof Sattler, gab die ehrenamtliche Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes als prominente Kassiererin den Startschuss für das neue Aktionsjahr.

Spendenfinanziert und unschätzbar wertvoll

Bereits zum vierten Mal verlängerte Karstadt die Unterstützungskampagne für „wellcome“. Das Motto lautet: „Montag ist Mama-Tag“. Auch wenn der Spendencheck am Ende nur eine konkrete Summe ausweist, ist die Unterstützung, die dadurch jungen und oft überlasteten Familien geboten werden kann, unschätzbar. „Frisch gebackene Eltern, die vielleicht neu zugezogen sind oder aus anderen Gründen kein familiäres Netzwerk haben, bewerben sich darum, von unseren wellcome-Engeln betreut zu werden. Gerade Zwillings-Babys im Alltag zu stemmen, bedeutet oft eine riesige Kraftanstrengung.“ Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen kommen deshalb zweimal pro Woche zu den Familien nach Hause. Zwei bis drei Stunden helfen sie ganz praktisch im Alltag.

Hilfe bekommt, wer Hilfe braucht

Filialleiter Sattler ist sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit zwischen Einzelhandel und Politik für gerade diesen guten Zweck. Die prominente Unterstützung an der Kasse ist dabei ein schöner Start und ein besonderes Einkaufserlebnis. Er ist selber Vater, und der Wert für die Familien ist in seinen Augen deshalb das wichtigste Ergebnis. „Wir freuen uns sehr, zu wissen, dass so viele Eltern in dieser Stadt in den ersten Monaten von unserer Aktion profitieren können.“ Wie anders und anstrengender als erwartet die erste Babyzeit sein kann, weiß jede und jeder, die/der sie schon einmal erlebt hat.

Am Geld soll es dann nicht scheitern: Hilfe bekommt, wer Hilfe braucht. Auch dann, wenn sich Familien den Obulus für den Einsatz der Ehrenamtlichen nicht leisten können. Vor allem an Alleinerziehende denkt Sabine Marx, wenn sie das Konzept beschreibt. „Alleinstehende Schwangere und alleinerziehende junge Mütter fühlen sich ja nicht nur allein. Sie sind es meistens auch.“ Jemanden an die Seite gestellt zu bekommen, der sie ab und zu ablöst, mit dem Baby spazieren geht oder die Geschwister beschäftigt, während die Mutter vielleicht ein bisschen Schlaf nachholt, macht im Chaos der ersten Monate oft ein Riesenunterschied, das weiß Sabine Marx aus inzwischen jahrelanger Erfahrung: „Hilfen für die Mutter kommen immer auch beim Kind an!“

„wellcome“

Gegründet wurde „wellcome“ 2002 von der Sozialpädagogin Rose Volz-Schmid. Sie sammelte selbst Erfahrungen als junge Mutter in einer fremden Umgebung. Aktuell gibt es rund 250 „wellcome“-Standorte bundesweit. Das Projekt erhielt bereits mehrere Auszeichnungen. „wellcome“ engagiert sich nach eigenen Angaben dafür, „… dass alle Familien die Unterstützung erhalten, die sie brauchen, um den Wunsch nach Kindern zu realisieren und sie in einem sicheren Umfeld gesund aufwachsen zu lassen.“
Die Nachfrage nach Hilfen durch „wellcome“ ist groß, Ehrenamtliche werden deshalb immer gesucht.


Kontakt & mehr Infos zum Eltern-Unterstützungsprogramm: www.wellcome-online.de

Text: Claudia Keller
Foto(s): Claudia Keller