Mit „Story Bags“ überraschend und zauberhaft biblische Geschichten erzählen

Die Bibel ist randvoll mit Erzählungen. In der Form von Erzählungen gaben die Menschen schon ganz früh weiter, was sie von Gott erfahren hatten. Erzählen ist eine Grundform der Weitergabe – ohne Erzählen und ohne Zuhören geht es nicht. Es gibt eine Fülle von Medien und Methoden, die das Erzählen und vor allem das Zuhören unterstützen – alle haben ihre besonderen Chancen. 

Story Bags oder Erzähltaschen sind auf den ersten Blick einfache Stofftaschen, 30*30cm groß. Doch sie haben es im wahrsten Sinne des Wortes in sich: Es steckt viel mehr drin, als man vordergründig sieht – eine ganze Geschichte steckt in ihnen. Durch immer wieder neues Wenden und Umkrempeln erscheinen passend zur erzählten Geschichte neue Seiten, Stoffe, Farben und Motive. So wird ganz augenscheinlich vorgeführt, dass Gottes Geschichten immer wieder neue Wendungen nehmen und uns überraschen.

Story Bags leben von dieser Überraschung, vom Reiz des Zauberhaften. Der Zuhörer und Zuschauer wird in mehrfacher Hinsicht neugierig: Was wird nun passieren, wie geht es weiter? Und man fragt sich: Wie geht denn das?

Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Aspekt ist: Story Bags bieten mir als Erzähler einen roten Faden für meine Erzählung: Ich kann mich von den Wendungen leiten lassen, die Farben, Muster, Motive liefern mir Stichworte und zentrale Gedanken für meine Erzählung. 

Hier ein Beispiel für eine Erzählung mit einem Story Bag zu Psalm 23.

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Der ganze Text zum Nachlesen:

Im Evangelischen Schulreferat in Köln halten wir Storybags zur Ausleihe bereit. Was es mit diesem Medium auf sich hat, zeigt Ihnen dieses Video. Biblische Texte sind bunt und facettenreich.

Sie haben manchmal überraschende Wendungen. Gott durchkreuzt die Pläne der Menschen oder Gott ist auch da wo wir es gar nicht vermutet haben. Storybags zeigen dass in besonderer Weise durch ihre unterschiedlichen Seiten aber essteckt auch noch einiges drin. Ich möchte gerne ein Gebet gegen die Angst mit diesem Storybag erzählen. Es ist schon sehr alt und steht in der Bibel bei den Psalmen. Die Bibel erzählt, dass dieses Gebet von David stammt. David war eigentlich Hirte aber Gott hatte anderes mit ihm vor. König Saul war ein mächtiger König in Israel. Doch er hatte auch dunkle Stunden, dann vertraute er Niemandem, dann schmerzte seine Seele. Nichts konnte ihm helfen. Wie ein kleines Wunder: der Hirtenjunge David spielt Melodien auf der Harfe, die ihm Ruhe und neue Kraft schenken. Immer öfter spielt er für Saul dieses Lied. Dieses gebet in Psalm 23 tröstet Saul ganz besonders:

Der Herr ist mein Hirte. Mir fehlt es an nichts.

Mein Hirte kennt mich. Er weiß meinen Namen und er gibt auf mich acht.

Ich bin wichtig. Ich gehöre zu ihm. Seine Weiden sind saftig grün, hier lässt er mich ruhig lagern. In seiner Nähe geht

es mir gut. Er sorgt für mich und er gibt auf mich acht. Ich kann mich ohne Sorgen hinlegen und ruhen.

Er leitet mich zu kühlen Wasserstellen. Dort erfrischt er meine Seele. Er führt mich gerecht durchs Leben. Dafür steht er mit seinem Namen ein. Er sorgt für mich das hat er versprochen.

Er sorgt für mich, darauf vertraue ich. Und muss ich durch ein finsteres Tal, fürchte ich keine Gefahr.

Ja das gehört zum Leben dazu. Es ist nicht immer schön und hell. Es gibt auch dunkle Wege, dunkle Stunden.

Denn du bist an meiner Seite. Dein Stock und dein Stab trösten mich. Und wenn es ganz finster um mich ist, dann weiß ich, du bist bei mir, du beschützt mich mit deinem Hirtenstab auch wenn ich dich nicht sehen kann. 

Das macht mir Mut.

Du deckst für mich einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbst mein Haar mit duftendem Öl und füllst mir den Becher bis zum Rand. Deine Liebe und Güte begleiten nicht alle Tage meines Lebens.

Mein Platz ist im Hause des Herrn. Dort werde ich bleiben mein leben lang. Du bist mir ganz nah, deine Liebe strahlt und macht mein Leben hell.