Fünf Frauen und Männer berichten im Video von ihren Erfahrungen mit der gewaltfreien Kommunikation



Was ist das Besondere an der Gewaltfreien Kommunikation?

„Die Gewaltfreie Kommunikation ist für mich die beste Praxis, die ich kenne, um das christliche Gebot der Nächstenliebe wirklich zu leben“, sagt Pfarrerin Katja Korf, eine von fünf Männern und Frauen, die sich mit der Praxis der gewaltfreien Kommunikation intensiv auseinandergesetzt haben. Sie alle berichten in diesem Beitrag von ihren Erfahrungen mit der gewaltfreien Kommunikation und auch davon, wie sich dadurch ihr Leben verändert hat. Und wer will, kann selbst an einem Seminar teilnehmen, das die Melanchthon-Akademie anbietet, Hinweise dazu unten.

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Hier der Text zum Nachlesen:

Gottfried Orth: „Als ich Gewaltfreie Kommunikation vor zehn Jahren kennengelernt habe, war das so ein Aha-Effekt. Ich habe jetzt eine Strategie entdeckt, ich habe eine Kommunikationsform entdeckt, mit der ich das theologisch ausdrücken kann, was mir am Herzen liegt.“

Katja Korf: „Die Gewaltfreie Kommunikation ist für mich die beste Praxis, die ich kenne, um das christliche Gebot der Nächstenliebe wirklich zu leben. Wir postulieren immer, wir wissen, wie das geht. Wir postulieren, mich selber liebe ich sowieso. Wenn ich mich ein bisschen anstrenge, schaffe ich das bei dem Anderen auch. Aber wie mache ich das eigentlich? Und die Gewaltfreie Kommunikation gibt mir ganz konkrete handhabbare Schritte an die Hand, wie ich das leben kann. Wie ich das ins Leben rufen kann und gleichzeitig die Verbindung zu mir selbst vertiefe und zum Anderen – und wirklich dann so was wie Liebe ins Spiel kommt. Also es geht nicht nur darum, den Anderen zu akzeptieren und so stehen zu lassen wie er ist, sondern wirklich um eine tiefe Verbindung.“

Susanne Edel: „Die GFK ist eine relativ einfach klingende Weise, in eine andere Lebenshaltung zu kommen. Und ich finde, dieses Einfach-Klingen ist einfach schon viel wert, weil dadurch Menschen nicht denken, was ist das für ein komplizierte Sache? Und sie führt aber mit diesen schlichten vier Schritten, die so ein Gerüst bilden, in eine ganz große Tiefe und Frage der Lebenshaltung. Worauf vertraue ich eigentlich? Was sind meine Grundüberzeugungen? Und das finde ich faszinierend.“

Markus Merz: „Die Beschäftigung mit der Gewaltfreien Kommunikation öffnet so einen Blick auf all das, was eigentlich vom Leben trennt. Also mit Hilfe der GFK kann ich klarer benennen, was trennt mich, wo stelle ich Forderungen, wo definiere ich, wo übe ich Macht aus. Und ich stelle fest, dass ich viel umgeben bin mit Wertungen. Ich habe ein ganzes Stempelsortiment im Kopf, wo ich weiß, das ist richtig und das ist falsch und das lohnt sich und das lohnt sich nicht.“

Karin Kümmerlein: „Und seitdem ich über die GFK gelernt habe, dass wir Menschen in allem was wir tun, uns Bedürfnisse erfüllen, ist es für mich wie eine wirklich frohe Botschaft geworden, den Bedürfnissen auf den Grund zu gehen. Und ich finde dann keinen schwarzen Pfuhl, sondern ich finde Lebensdienliches. Und das richtet Menschen auf.  Das gibt den Menschen Würde. Und für mich ist das die zentrale Sache, weshalb ich GFK verfolge, dass ich, wie schlimm es sein mag, eigentlich eine Gewissheit habe, dass ich daraus gestärkt hervorgehe – wenn ich mich denn tief befrage.“

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Barcamp „GFK in der Kirche“

Freitag, 15. März, und Samstag, 16. März 2019
Melanchthon-Akademie Köln | Kartäuserwall 24 b 50678 Köln
Eintritt frei

Eine Open-Space-Veranstaltung für alle, die mit Marshall Rosenbergs „Gewaltfreier Kommunikation“ in der Kirche arbeiten.

 

Text: APK
Foto(s): APK