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Was bietet die Kölner Trinitatiskirche im Mai?

„Die Trinitatiskirche ist eine besondere Kirche, schon alleine von ihrer Geschichte her“, sagte Dr. h. c. Nikolaus Schneider bei der Präsentation des Programms „Trinitatis 2012“. Dabei verstehe die evangelische Kirche Kultur nicht als Luxus oder gar als ein Statussymbol, so Schneider, sondern Kirche und Kultur gehörten untrennbar zusammen. „Nach meiner Kenntnis gibt es nirgendwo ein so reichhaltiges und durchstrukturiertes Programm, wie bei Ihnen“, würdigte Schneider das Programm „Trinitatis 2012“ – und adelte die Trinitatiskirche als einen „Leuchtturm, nicht nur in der Landschaft der Evangelischen Kirche im Rheinland, sondern in der gesamten Evangelischen Kirche in Deutschland – nur noch vergleichbar mit der Dresdner Frauenkirche oder dem Berliner Dom“, so der Präses und EKD-Ratsvorsitzende.

Wer diese Kirche, gelegen am Filzengraben 4, besuchen möchte, hat dazu zahlreiche Gelgenheiten:

Mittwoch, 2. Mai 2012 | 20 Uhr | ca. 2 Stunden (mit Pause) | 8 Euro, ermäßigt 4 Euro
Sinfoniekonzert – An der Schwelle zum 19. Jahrhundert
Wolfgang Amadeus Mozart: Ouvertüre zur Zauberflöte KV 620, Konzert A-Dur KV 622 für Klarinette und Orchester – Ludwig van Beethoven: 1. Sinfonie C-Dur op. 21
Das Kammerorchester der Universität zu Köln bringt mit Mozarts Klarinettenkonzert und der Ouvertüre zur „Zauberflöte“ Werke, die zu den letzten Kompositionen aus der Feder des großen Meisters stammen, zur Aufführung und kombiniert diese mit Beethovens sinfonischem Erstlingswerk. Als Solist ist der junge Klarinettist Nicolai Pfeffer zu hören. Dirigent ist Michael Ostrzyga. Das Kammerorchester der Universität zu Köln wurde 2008 gegründet und gehört zu den jüngsten Ensembles des Collegium musicum der Universität zu Köln. Michael Ostrzyga, Komponist und Dirigent, ist als Universitätsmusikdirektor künstlerischer Leiter des Collegium musicum und Dirigent von Sinfonieorchester, Chor und Kammerchor der Uni Köln, darüber hinaus Leiter des Oratorienchors Brühl. Nicolai Pfeffer erhielt zahlreiche Auszeichnungen, Stipendien und Studienförderungen, so zum Beispiel von der Hamburger Oscar und Vera Ritter-Stiftung, der Horst und Gretl Will-Stiftung sowie der internationalen Richard-Wagner-Stipendienstiftung. Kartenreservierung unter collegium-musicum@uni-koeln.de oder telefonisch unter 0221/470 41 96, Kartenverkauf nur an der Abendkasse.

Samstag, 12. Mai 2012 | 18 Uhr | ca. 50 Minuten | Eintritt frei, Spenden erbeten
Orgelvesper mit Organist Bertold Seitzer und Superintendent Dr. Bernhard Seiger
Die Orgelvespern in der Trinitatiskirche machen das Angebot zu einer spirituellen Atempause am Wochenende. Auf das Kirchenjahr bezogene Orgelwerke werden eingebunden in eine sparsame liturgische Gestaltung mit biblischer Lesung und Gebet. In der Orgelvesper im Mai 2012 spielt Bertold Seitzer „Triptyque Grégorien“ von Jean Langlais und „Gregorianische Miniaturen“ von Hermann Schröder. Bertold Seitzer war Kantor in Gelsenkirchen und Köln, daneben studierte er Kirchenmusik. Seit 2005 ist er Kirchenmusiker in Mülheim an der Ruhr, seit 2010 Kreiskantor im Kirchenkreis An der Ruhr.

Sonntag, 13. Mai 2012 | 18 Uhr | 2 Stunden | Eintritt frei, Spenden erbeten
ThomasMesse – Gottesdienst „für Zweifler und andere gute Christen“
Die „ThomasMesse“ ist ein alternatives Gottesdienstmodell, das sich bewusst nach dem „ungläubigen Thomas“ benannt hat. Von dem biblischen Jünger Thomas (Joh. 20, 24-31) ist zum einen seine Skepsis überliefert und zum anderen sein Wunsch, im wörtlichen Sinne zu be-greifen: „Wenn ich nicht … meine Hand in seine Seite lege, kann ich’s nicht glauben.“ Dem fühlt sich die ThomasMesse verpflichtet, indem sie keine Kirchlichkeit voraussetzt und Besucherinnen und Besucher aktiv und ganzheitlich beteiligt.
Die Möglichkeit der Mitwirkung besteht vor allem im 30-minütigen Mittelteil des Gottesdienstes mit verschiedenen spirituellen Angeboten: Im Kirchraum und in den Nebenräumen stehen Meditativer Tanz, Taizé-Lieder, ein Raum der Stille, eine Salbung, eine Gesprächsgruppe oder eine Fürbittenecke zur Wahl. Nachdem jeder seinen und jede ihren persönlichen Bedürfnissen nachgehen konnte, kommen alle wieder zum abschließenden dritten Teil zusammen, um gemeinsam das Abendmahl zu feiern. Nach der ThomasMesse werden Getränke angeboten und es besteht Gelegenheit zum Gespräch mit dem Vorbereitungsteam. In der Regel begleiten Thomas Frerichs und weitere Musiker die Messe am Keyboard.

Sonntag, 27. Mai 2012 | 18 Uhr | 1 Stunde | Eintritt frei, Spenden erbeten
Kensington Prep School-Konzerttour – Mädchenchor und Orchester
Der Chor singt Lieder aus allen Teilen der Welt bis zu modernen Liedern des 21. Jahrhunderts. Das Orchester spielt: Gioacchino Rossini „Willhelm Tell Overture“, Aaron Copland „Appalachian Spring“ und von Joseph Haydn „Andante aus der 94. Sinfonie“. Die Kensington Prep School ist eine private Tagesschule für Mädchen im Zentrum von London. Mehr als 86 Prozent der Schülerinnen lernen ein Instrument. Zurzeit gibt es drei Chöre, vier Orchester und mehrere kleinere Ensembles. Für diese Konzerttour besteht der Chor aus den besten 53 Stimmen.

Donnerstag, 31. Mai 2012 | 20 Uhr | 1 Stunde | Eintritt frei, Spenden erbeten
Geh aus mein Herz und suche Freud… Konzertante Orgelimprovisationen zur Sommerzeit
Wolf-Rüdiger Spieler setzt seine Reihe konzertanter Orgelimprovisationen mit einem sommerlichen Programm an der Klais-Orgel der Trinitatiskirche fort. Auf dem Programm stehen Orgelstücke verschiedener Stilistik über das Kirchenlied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ und andere Choralthemen. Spieler ist Kirchenmusiker, Chorleiter, Stimmbildner, Dirigent und Dozent. Sein Markenzeichen: intensive Konzerttätigkeit im In- und Ausland als Chorleiter und Organist mit dem Spezialgebiet „Orgelimprovisation“. Er gründete 1982 den reger chor, den er seitdem leitet. Seit 2001 ist er Leiter der Ibach-Akademie, aus der 2007 die Musikakademie Spieler hervorgegangen ist. Wolf-Rüdiger Spieler ist Programm- und Organisationsleiter der Trinitatiskirche.

Text: APK
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