Gemeinsam feierten Klaus Völkl, Josef Wimmer und Ulrich Kock-Blunk den Sessionseröffnungsgottesdienst in Köln-Dellbrück



„Uns Sproch es Heimat“: 18. Ökumenischer Sessionseröffnungsgottesdienst in Köln-Dellbrück

Getreu dem Motto der aktuellen Karnevalssession „Uns Sproch es Heimat“ haben kölsche Töne im ökumenischen Sessionseröffnungsgottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide dominiert. „Op kölsch“ sangen und beteten rund 300 Gäste am ersten Sonntag des Jahres in der Christuskirche. Zu kölscher Musik tanzten sowohl die „Schnäuzerpänz“ als auch die Kajuja-Küken. Kölsche Töne gab es auch bei den Ansagen der jugendlichen Kommandanten der beiden Kindertanzgruppen.

Bis auf den letzten Platz war die Christuskirche mit Karnevalistinnen und Karnevalisten gefüllt

Ulrich Kock-Blunk, noch neuer Pfarrer an der Christuskirche, betete ebenso in kölscher Sprache wie Presbyter, Vertreter von Vereinen und der katholische Geistliche Franz Josef Wimmer. Der freute sich außerdem über sein kölsches Jubiläum: Schon zum 11. Mal nahm er am Sessionseröffnungsgottesdienst teil.

Eine Premiere feierte dagegen Pfarrer Klaus Völkl von der benachbarten Pauluskirche: Zum ersten Mal hielt er die Predigt – nachdem Otmar Baumberger im vergangenen Jahr in den Ruhestand gegangen war – und zwar in kölscher Reimform: „Sproch es Kultur un Heimat zoglich / wenn mer dat esu hät, dann es mer rich / En unserer Sproch dun´mer föhle un denke. / Ävver opjepass: Der Herrjodd deiht lenke.“ Zum Schluss rief Völkl aber auch zu Toleranz auf gegenüber allen, die des Kölschen nicht mächtig sind: „Wenn einer jetz uns Kölsch jarnit kann / dann es hä noch lang keine ärme Mann. / Usjrezne es doch en janz fiese Saach, / die ene vernünftije Minsch üvverhaup nit mag.“

Zum 18. Mal in Folge feierte die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide zu Jahresbeginn einen ökumenischen Gottesdienst zur Eröffnung der Karnevalssession. Wieder beteiligten sich zahlreiche Vereine aus dem Veedel, die die Idee zu diesem besonderen Gottesdienst zusammen mit Otmar Baumberger auf den Weg brachten. Der Heimatverein „Ahl Kohjasser“ war traditionell ebenso vertreten wie die Freiwillige Feuerwehr und die Karnevalsgesellschaften Kajuja, Blau-Rot, Piraten und UHU aus Dellbrück sowie die Burgwächter aus Holweide. Musikalisch sorgte wieder die Kapelle „Blos mer jet“ für schwungvolle kölsche Töne, diesmal unterstützt von einem Dudelsack.

Text: Martina Schönhals
Foto(s): Katharina Warkentin