„Traum und Albtraum – Martin Luther King und seine jüdischen Weggefährten“

„Traum und Albtraum – Martin Luther King und seine jüdischen Weggefährten“

„Traum und Albtraum. Die Wunden unserer Zivilisation: Martin Luther King und seine jüdischen Weggefährten“ ist der Titel der Veranstaltung in der Reihe „Offene Gesellschaft“ am Samstag, 28. April, von 15 bis 19 Uhr in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4.

Seit dem 17. Jahrhundert ist die Erfahrung der Sklaven in Amerika Zwangsarbeit, die auf Kosten der Freiheit und der Gesundheit der Schwarzen, den Wohlstand und den Reichtum der Weißen begründet: Arbeit auch um den Preis der Vernichtung. Mit Martin Luther King, der vor fast genau 50 Jahren in Memphis Tennessee ermordet wurde, haben viele gegen diese Erfahrung den Traum gesetzt: „I have a dream …“ Es wird kommen der Tag, da werden die Sklaven, die Kinder der Sklaven und die weißen Herren und ihre Kinder zusammen sitzen: Geschwister an einem Tisch…“ Die Erfahrung der Juden in der Schoah ist Vernichtung unter dem Deckmantel der Arbeit: In den 1960er Jahren haben einige Rabbiner in USA gemeinsam mit vielen Schwarzen und mit Martin Luther King dieser Erfahrung die prophetische Vision entgegengesetzt von einer anderen Gesellschaft, in der „Gerechtigkeit und Frieden sich küssen“ und in der Gewaltlosigkeit stärker ist als Brutalität. Das Seminar wird den Alpträumen menschlicher Versklavung von Exodus bis Philemon nachspüren und uns die Träume der Propheten, Rabbiner und Bürgerrechtler/ innen um Martin Luther King wieder bewusst zu machen versuchen.

Gefragt wird: „Wie wollen wir in Zukunft in Verschiedenheit zusammenleben?“ Die Trinitatiskirche bietet an diesem Nachmittag einen offenen Erfahrungs- und Experimentierraum an, in dem den Albträumen menschlicher Versklavung nachgegangen wird. Die Träume der Rabbiner und der BürgerrechtlerInnen um Martin Luther King rücken ins Zentrum. Das Seminar der Melanchthon-Akademie ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Internationalen Versöhnungsbund. Referenten sind Pfarrer i. R. Marten Marquardt, Pfarrer Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, und Pastor Lucas Johnson, Koordinator des Internationalen Versöhnungsbundes. Die Teilnehmenden sind zu Impulsvorträgen, Gesprächen und Begegnungen eingeladen.

Um eine Anmeldung unter Telefon 0221/93 18 03-0 oder anmeldung@melanchthon-akademie.de wird gebeten. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.
www.melanchthon-akademie.de
www.offene-gesellschaft.kirche-koeln.de

Text: APK
Foto(s): epd