Sonntag, 19. Juni: Tag der Offenen Tür in Lindlar

Sonntag, 19. Juni: Tag der Offenen Tür in Lindlar

Einen Tag der Offenen Tür mit Info-Ständen, Wohnungs-Besichtigung, Kaffee und Kuchen veranstaltet die Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH (ASG) am Sonntag, 19. Juni, von 14 bis 18 Uhr, in und um das Jubilate-Forum Lindlar, Auf dem Korb 21a. Informiert und beraten wird über das Leben in einer Demenz-WG, über alternative Wohnformen, über einen Neubau mit barrierefreien Wohnungen und über selbstbestimmtes Leben im Alter.

Eigentumswohnungen neben dem Forum
Neben der ASG ist auch der Pflegedienst „Lebensbaum“ und die Agentur für Wohnkonzepte am Nachmittag des 19. Juni mit dabei. Unter dem Motto „nachbarschaftliches Wohnen“ baut die Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH (ASG) eine neue Wohnanlage mit barrierefreien Wohnungen. Der Neubau entsteht auf einem Areal von 3.500 Quadratmetern in unmittelbarer Nähe zum Jubilate-Forum der Evangelischen Kirchengemeinde Lindlar. Gebaut werden Wohneinheiten von 60 bis 130 Quadratmetern. Sie können ab sofort als Eigentumswohnungen erworben werden. Geplanter Einzugstermin: Ende August 2011

Neue Demenz-WG in Lindlar
„Nicht allein und nicht im Heim“ lautet das Motto von ambulant betreuten Wohngemeinschaften – eine neue Wohn-und Lebensform für Menschen mit Demenz. In Köln-Bayenthal hat die ASG bereits eine solche Wohnform ins Leben gerufen, eine zweite entsteht derzeit in Lindlar. In der WG leben alle als Mieterinnen und Mieter zusammen und verständigen sich gemeinsam auf einen ambulanten Dienst, um eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung sicherzustellen – sowohl für die hauswirtschaftliche als auch für die pflegerische Versorgung. Das geht natürlich nur mit Hilfe der Angehörigen und Betreuer. Durch deren intensiven Einsatz – verbunden mit zahlreichen Absprachen – wird alles geregelt: Die Wahl des ambulanten Dienstes, die Summe des Geldes in der Haushaltskasse, die Inneneinrichtung und auch, wer später noch einziehen kann und wer nicht. Damit das funktioniert, gründen die Bewohnerinnen und Bewohner eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) und schließen einen gemeinsamen Mietvertrag.

Angehörige haben Mitspracherecht
„Demenz-WGs sind eine Alternative für Menschen, die weiterhin an der Pflege und Betreuung mitwirken möchten, aber nicht in der Lage oder Willens sind, die komplette pflegerische Tätigkeit zu übernehmen“, erklärt Monika Schneider von der Agentur für Wohnkonzepte. Die Menschen haben die Möglichkeit, sich in der Wohngemeinschaft mit ihren eigenen Fähigkeiten einzubringen. Eine Demenz-WG sei nicht notwendigerweise preisgünstiger als die stationäre Versorgung, aber bei ähnlichen oder teilweise günstigeren Kosten finde eine deutliche Verschiebung der Kosten zugunsten der Pflege und der Betreuung statt. „Die stationäre Wohnform Heim ist im Bereich Wohnen deutlich teurer als die Wohngemeinschaft“, weiß Schneider. Auch Guido Stephan, Geschäftsführer der ASG, sieht in dieser Wohnform eine gute Lösung für das Leben im Alter. Schließlich liege der Personalschlüssel bei eins zu sechs. „Das ist ein deutlich besserer Schlüssel als in den Heimen“, so der Geschäftsführer.

Gemeinsam kochen, spielen, klönen
In der sogenannten Gruppenwohnung können die ambulant betreuten Männer und Frauen zusammenleben. In eigenen Zimmern mit eigenem Bad und eigenen Möbeln. Geteilt werden Wohnküche, Wohnzimmer und das Pflegebad. Das Zentrum der Wohnung soll dabei die große Wohnküche sein, in der gemeinsam gekocht, gespielt und geklönt wird. Zum Konzept gehört es, die Fähigkeiten der Mieterinnen und Mieter möglichst lange zu erhalten und zu fördern. Diesem Konzept hat sich auch der ambulante Pflegedienst „Lebensbaum“ verpflichtet: Die 1998 in Overath gegründete ambulante Pflege hat ihren Namen aus dem Sprichwort „Einen alten Baum verpflanzt man nicht“ abgeleitet und verspricht auch Menschen im hohen Alter zu einem „selbstbestimmten, unabhängigen Leben“ zu helfen. Über Wochenpläne, Gedächtnistraining, Wahrnehmungsförderung und vieles mehr informiert der Pflegedienst beim „Tag der Offenen Tür“ am 19. Juni.

Die Hälfte der Wohnungen stehen noch zum Verkauf
Von den 20 Wohnungen im ersten Bauabschnitt sind bereits die Hälfte verkauft. Lässt sich eine Wohnung nicht verkaufen, kann sie gemietet werden. Interessierte können sich bei der Antoniter Siedlungsgesellschaft ab sofort melden – oder noch besser: sie kommen zum „Tag der Offenen Tür“ nach Lindlar. Für die Demenzwohngemeinschaft werden ebenfalls noch Interessierte gesucht. Nachdem das Interesse bereits an dem ersten Bauabschnitt so groß ist, beginnt die ASG im Juli mit dem zweiten.

Angebote des Jubilate-Forums nutzen
Zum nachbarschaftlichen Wohnen gehören neben der Kirchengemeinde Lindlar mit Kirche und dem kürzlich eröffneten Gemeindezentrum „Jubilate-Forum Lindlar“ auch die zahlreichen Serviceangebote des Forums: Ob Kleinkunst, Musik, Handarbeitskreise, Vorträge oder Kochkurse, die neuen Bewohnerinnen und Bewohner sind zu diesen Veranstaltungen immer willkommen.

Die Antoniter Siedlungsgesellschaft mbh
im Evangelischen Kirchenverband Köln ist bundesweit die einzige Immobiliengesellschaft, die zu 100 Prozent evangelisch ist. Sie wurde 1951 gegründet, um auch Menschen mit Wohnraum zu versorgen, die nur geringe Chancen haben, eine Bleibe auf dem Wohnungsmarkt zu bekommen. Zu den Aufgaben der ASG gehört es, eigene Wohnungen zu bauen und zu verwalten sowie Kirchengemeinden technisch und finanziell zu betreuen, die Wohnungen oder Pflegeheime bauen. Außerdem beaufsichtigt die Gesellschaft Wohnungen und verwaltet Grundstücke für den Evangelischen Kirchenverband Köln und Region. Eine regelmäßige Zusammenarbeit besteht mit dem Diakonischen Werk Köln und Region, der Diakonie gGmbH, dem Amt für Wohnungswesen und den Sozialämtern der Stadt Köln sowie mit den Gemeindeämtern und dem Kirchenverband.

Kontakt und weitere Informationen bei der Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region, Telefon 0221/93 12 11 23, www.antoniter.de