SeniorenNetzwerk Braunsfeld eröffnet Kulturzentrum

SeniorenNetzwerk Braunsfeld eröffnet Kulturzentrum

„In seinem Veedel, sagt man, ist der Kölner zu Hause!“ Diese Feststellung haben sich auch die Kölner SeniorenNetzwerke zu eigen gemacht und laden deshalb Seniorinnen und Senioren ein, in ihrem Stadtteil für sich selbst und andere aktiv zu werden.

„Bringen Sie gemeinsam Ideen und Projekte ins Rollen oder entdecken Sie ein ehrenamtliches Betätigungsfeld!“, wird auf der Homepage zum Mitmachen eingeladen. Seit 13 Jahren gibt es die SeniorenNetzwerke in rund 40 Kölner Stadtteilen – so vielfältig wie die Menschen, die sie gestalten. Ziel ist es, vor allem ältere Menschen über Angebote im Veedel zu informieren, Nachbarschaft, Selbsthilfe und Selbstorganisation zu fördern und die Kontakte zwischen Institutionen und Bürgern sowie das Miteinander von Kulturen und Generationen zu stärken, kurz: die Lebensqualität im Stadtteil zu verbessern.

SeniorenNetzwerk Köln-Braunsfeld seit 2015 am Start
Seit dem Herbst 2015 ist das SeniorenNetzwerk Köln-Braunsfeld am Start. Koordiniert wird es von der Sozialarbeiterin Sabine Kistner-Bahr vom Diakonischen Werk Köln und Region. Der Aufbau der Netzwerke wird in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln von Fachkräften der Wohlfahrtsverbände initiiert und begleitet, die jährlich in neuen Stadteilen aktiv werden. Ziel ist es, dass man diese Form der Begegnungsmöglichkeiten und des gemeinschaftlichen Engagements der älteren Generation bald flächendeckend überall in Köln findet. Kistner-Bahr begleitete zuvor drei Jahre in Köln-Weiden den Aufbau eines SeniorenNetzwerkes, das jetzt eigenständig arbeitet. „Wir wollen die Arbeit nur anstoßen“, sagt sie. „Wenn die Seniorinnen und Senioren es schaffen, die Arbeit selbst zu managen, wandern wir weiter.“

Hilfe bei der Planung von eigenen Initiativen
Neben vielen geselligen Angeboten wie Wandern, Kochen oder Kulturveranstaltungen besteht auch die Möglichkeit, an Vorträgen wie zum Thema „Vorsorgevollmachten“ oder „Hausnotruf“ teilzunehmen oder sich selbst ehrenamtlich zu engagieren, beispielsweise in der Flüchtlingshilfe. Es wird auch Hilfe angeboten, etwa bei der Planung von eigenen Initiativen und bei der Suche nach Gleichgesinnten sowie bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen.

SeniorenNetzwerk Braunsfeld eröffnet neues Kulturzentrum
Am Sonntag, 12. Juni, lädt das SeniorenNetzwerk Braunsfeld von 15 bis 18 Uhr zur Eröffnung des neuen Kulturzentrums „ZEITGEIST – Treffpunkt der Generationen“ in die Räume der „Liebevollen Kinderzeit e.V., Wiethasestraße 52, 50933 Köln, ein. Dort werden diverse Aktivitäten präsentiert: Das Malatelier stellt Bilder aus und organisiert eine Malaktion, die Tanzgruppe stellt sich mit einem kurzen Film vor, die Singgruppe lädt zum Mitsingen mit Akkordeon ein. Informationen gibt es zu Ausflügen, Wanderungen und anderen Treffen. Zur Eröffnung spricht die Braunsfelderin Lale Akgün. Anschließend wird ein siebenminütiger preisgekrönter Animations-Film zum sozialen Miteinander gezeigt.

Die Planungsgruppe des SeniorenNetzwerkes Braunsfeld engagiert sich für altersgemischte Angebote in ihrem Veedel. Ganz rechts: Sabine Kistner-Bahr.

In ein Wespennest gestochen
„Hier in Braunsfeld ist es den Leuten unglaublich wichtig, dass die Angebote auch genrationsübergreifend sind“, erzählt Sabine Kistner-Bahr. Einige Gruppen wie etwas das Malatelier werden von Teilnehmenden in einer Altersspanne von 14 bis 84 Jahren besucht. Ein pensionierter Englischlehrer bietet Englisch-Konversationskurse für 14-jährige Schüler an. Der Wille, altersgemischt zu arbeiten, sei in Braunsfeld besonders ausgeprägt, berichtet die Koordinatorin. Überhaupt seien die Mitglieder des SeniorenNetzwerkes hier sehr aktiv. So setze sich die Planungsgruppe für eine Stadteilbibliothek oder die Einrichtung eines Filmclubs ein. „Als ich als Koordinatorin in Weiden war, war ich schon überrascht von dem großen Engagement der Leute. Als ich dort anfing, dachte ich, ich hätte in ein Wespennest gestochen, so schnell geriet dort alles in Bewegung!“, erinnert sie sich. In Braunsfeld sei dies nicht anders. Das liege vielleicht am städtischen Umfeld mit kürzeren Wegen.

Kontakt:
Sabine Kistner-Bahr
Telefon: 0221/160 38-50
E-Mail: sabine.kistner-bahr(a)diakonie-koeln.de