Isabella Mackenroth wird im Rhein getauft

Pfarrerin Dr. Anna Quaas legt Isabella Mackenroth während der Taufe die Hand auf und spricht einen Segen



15 Taufen mit Rheinwasser – Segnung bei Stromkilometer 689,5

Isabella Mackenroth hat sich mit Rheinwasser taufen lassen und gehörte zu der Gruppe von insgesamt 15 Täuflingen. Zusammen mit Pfarrerin Dr. Anna Quaas, ihrem Partner und ihrem Sohn stand sie bei Stromkilometer 689,5 bis zu den Knien auf der rechtsrheinischen Seite des Rheins im Wasser. Bereits zum dritten Mal hatte die Evangelische Gemeinde Köln zu einer Rheintaufe eingeladen. Dieses Mal haben Pfarrerin Dr. Anna Quaas, Pfarrer Mathias Bonhoeffer und Vikar Tim Lahr 14 Kinder und eine Erwachsene getauft. Die Gottesdienst-Gemeinde saß auf eigens dafür mitgebrachten Stühlen und Bänken und begleitete die Taufzeremonie mit Liedern und Gebeten. Im Interview berichtet Isabella Mackenroth von ihrer Taufe:

Warum haben Sie die Taufe nicht in einer Kirche, sondern außerhalb gefeiert?

Isabella Mackenroth: Als Ur-Kölnerin fühle ich mich meiner Stadt sehr verbunden. Die Taufe im Rhein und vor dem Hintergrund des Kölner Doms ist für mich ein doppeltes Bekenntnis: Zum einen ist es mein Bekenntnis zu meinen Werten und Moral-Vorstellungen, die ihre Wurzeln im christlichen Glauben und in christlichen Werten haben. Zum anderen ist es mein Bekenntnis zu meiner Heimatstadt, in der ich tief verwurzelt bin.

Seit wann wissen Sie, dass Sie in die Evangelische Kirchen eintreten wollen?

Isabella Mackenroth: Seit meiner Kindheit spiele ich mit dem Gedanken, mich taufen zu lassen. Die Taufe meines Sohnes Jonas Maximilian letztes Jahr in der Kartäuserkirche und die wunderbare Gemeinde, in die wir als Familie damit aufgenommen wurden, hat mich dazu bewogen, nun auch offiziell Mitglied der Evangelischen Kirche zu werden.

Freude nach der Taufe bei Isabella Mackenroth (Mitte) und ihrer Familie – und auch bei Pfarrerin Dr. Anna Quaas (re.)

Was ist diesem Entschluss vorausgegangen? Was hat sie dazu inspiriert, Mitglied der Evangelischen Kirche zu werden?

Isabella Mackenroth: Seit Jonas im Mai 2017 getauft wurde, besuchen wir regelmäßig den Kindergottesdienst mit ihm. Die wundervolle spielerische und ungezwungene Art und Weise wie Kindergottesdienst-Leiter Martin Heim den Kindern die christlichen Werte vermittelt, hat in mir vieles bewegt. So haben wir zum Beispiel im Kindergottesdienst ein kleines Picknick gemacht und mit den Kindern darüber gesprochen, was gemeinsames (Gottesdienst) feiern bedeutet. In einer Welt, in der Leistungsorientierung, Mobilität und Individualität eine immer größere Rolle spielen, finde ich es für mich und meine Familie wichtig und wertvoll, einen Ort zu haben, der uns erdet, und an dem wir uns unsere traditionellen Werte wie Glaube, Liebe, Hoffnung, Miteinander und Dankbarkeit bewusst machen können.

Was schätzen Sie an Ihrer neuen Gemeinde?

Isabella Mackenroth: Die Offenheit und die Vielfalt!!! Wenn wir sonntags in den Gottesdienst gehen, treffen wir dort immer auf Menschen verschiedenster Altersstufen, Herkunft, Lebensmodelle. Nach dem Gottesdienst gibt es immer die Möglichkeit, sich bei einer Tasse Kaffee auszutauschen. Diese Gespräche empfinde ich als sehr angenehm und bereichernd.

Text: Angelika Knapic
Foto(s): Gisela Stumpf