Zum Beginn der Passionszeit feierten Kardinal Woelki und Präses Rekowski nah beieinander in der Düsseldorfer Johanneskirche. Im Kölner Dom hielten sie – mit gebührendem Sicherheitsabstand – Gottesdienst.



Rekowski und Woelki rufen in Köln zu Solidarität und Mitgefühl in Corona-Krise auf

Präses Manfred Rekowski und Kardinal Rainer Maria Woelki haben bei einer ökumenischen Oster-Andacht im Kölner Dom gemeinsam zu Solidarität und Mitgefühl in der Corona-Krise aufgerufen. Auch in dieser schwierigen Zeit sei Gott den Menschen nah, sagten sie. „Gehen wir in Gedanken die Wege der anderen mit. Begleiten wir sie mit unseren Gebeten. Passen wir aufeinander auf. Bleiben wir – bei allen notwendigen Maßnahmen – in Kontakt!  Und Jesus Christus geht mit – er geht voraus“, sagte Präses Rekowski.

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland blickte in seiner Auslegung der Emmaus-Geschichte, in der zwei Jünger erst spät begreifen, dass ihr unbekannter Wegbegleiter der auferstandene Jesus ist, auf die Weggemeinschaft Gottes mit den Menschen. „Wir befinden uns auf neuen Wegen, die wir so noch nicht betreten haben“, sagte er. „Seit Anfang des Jahres 2020 hat sich auch in Europa das Leben verändert, und seit vier Wochen spüren wir es überall: Stillstand. Anhalten. Rückzug. Und die Fragen: Wie lange dauert es noch? Wie weit sind die neuen Wege? Von Emmaus bis Jerusalem sind es ca. 11,5 Kilometer. Wie weit sind wir aber von heilenden Begegnungen oder dem, normalen‘ Leben entfernt?“

Zurzeit seien die Menschen viel auf elektronischen Wegen unterwegs, so der Präses: „Wie heute im Kölner Dom so wie bei zahlreichen Gottesdiensten und Andachten zwischen Gründonnerstag und Ostermontag. Welche Erfahrungen haben wir damit gemacht? Mit unseren neuen Weggeschichten? So sind wir unterwegs im unbekannten Gelände. Christus an unserer Seite. So wird es für uns Ostern.“ Der Gottesdienst in Kölner Dom wurde ohne öffentliche Beteiligung gefeiert. Stattdessen wurde er im Internet übertragen.

Hier können Sie einen Bericht über die ökumenische Andacht anschauen:

Text: ekir/APK
Foto(s): Sergej Lepke (Copyright)