Piraten: wild und frei – Familien Fasteloovend in Stommeln
Das Dreigestirn der Karnevalsgesellschaft Stommeler Buure von 1946 e.V. zusammen mit Pfarrer Volker Meiling vor der Kreuzkirche

Piraten: wild und frei – Familien Fasteloovend in Stommeln

„Du bess do, wo Minsche levve. Du bess do, wo Levve is!“ Mit diesem bekannten Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch – dieses Mal aber auf Kölsch – begann der große Familien-Fasteloovend-Gottesdienst kurz vor den „tollen Tagen“ in der Kreuzkirche in Stommeln. Eingeladen hatten die Evangelische Kirchengemeinde Pulheim-Stommeln und der Förderverein der Kita Regenbogen.

Die Piraten der KiTa Regenbogen tanzten in der Kreuzkirche

Stargäste waren daher neben dem Dreigestirn, die „Piraten“ des Kindergartens, die schon Wochen vorher ihren Piraten-Tanz eingeübt hatten. Angeführt wurden die kleinen „Piraten“ von den Erzieherinnen Katharina Henseler und Sandra Leddin-Wunstorf. Sogleich kaperte die Piratenschar die Herzen der Fasteloovendgemeinde.

Daneben gab sich das Dreigestirn der Karnevalsgesellschaft Stommeler Buure von 1946 e.V. die Ehre. Und so wundert es auch nicht, dass die Kreuzkirche bis auf den letzten Platz gefüllt war. Das seien mehr als 220 Menschen gewesen, bemerkte Pfarrer Volker Meiling begeistert nach dem Gottesdienst. Sonst wären nur an Weihnachten so viele Menschen hier in der Kreuzkirche zu Gast.

„Jetz jeit et rund, mer fiere Fastelovend jeck un bunt“ mit diesem Motto lud das amtierende Stommeler Dreigestirn die Schar der bunt verkleideten Besucher nach dem offiziellen Gottesdienst mit ihren Liedern zum Schunkeln und Tanzen ein.

Das Stommler Dreigestirn stellte sich in der evangelischen Kreuzkirche vor

Prinz Jan, Bauer Daniel und  Jungfrau Renate hatten Prinzenführer, Fahrer und Paginnen mitgebracht. Gemeinsam begeisterte das Triofolium die vielen bunt verkleideten Jecken mit ihren beiden Liedern zur Session. Doch Prinz Jan hatte auch eine ernste Aufgabe im Gottesdienst. Der gestandene Katholik durfte das Evangelium im ersten Teil des Gottesdienstes vorlesen.

Danach sang die Gemeinde teils auf Kölsch, teils auf Hochdeutsch. Die kleine Truhenorgel der Kreuzkirche hatte der Stommler Band „Spätzünder“ Platz gemacht. Die Musikgruppe hatte extra Kirchenlieder eingeübt. Daneben gab es auch viel traditionelle Kölsche Musik, wie zum Beispiel „Am Dom zo Kölle“, „En Dr Kayjass“ und „En unserem Veedel“, die alle Gottesdienstbesucherinnen und -besucher kräftig mitsangen. Im Anschluss gab es für alle Jecken, die nach dem Gottesdienst weiterfeiern wollten, Essen und Trinken in den Gemeinderäumen der Kreuzkirche. Auch das Dreigestirn feierte hier noch mit, bis sie dann schließlich zu ihrem nächsten Auftritt weiterziehen mussten.

 

Text: APK
Foto(s): Sammy Wintersohl