„Orange Days“ – ein deutliches Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen
Historischer Innenhof des Hauses der Evangelischen Kirche am Orange Day

„Orange Days“ – ein deutliches Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen

Die „Orange Days“ setzen in diesen Tagen ein deutliches Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen. Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum zwischen dem 25.11. und dem 10.12. als „Orange Days“ ausgerufen. Der heutige 25.11. ist der Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen, der 10.12. der Tag der Menschenrechte. „Die Farbe Orange hat eine Signalwirkung, zugleich ist Orange bzw. Gelb die Farbe des Lichts. Es soll Licht geworfen werden auf Gewalt an Frauen und auf Themen wie Prostitution, Zwangsheirat, Menschenhandel und sexuelle Gewalt aufmerksam gemacht werden“, erklärt Dorothee Schaper, Frauenbeauftragte des evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. „Dafür erstrahlen prominente Gebäude an diesen Tagen in Orange.“

Die Gesellschaft nimmt Anteil an diesen Schicksalen

Die Soroptimistinnen erklären: Frauen sollen damit ermutigt werden, sich zu wehren, Gewalttaten anzuzeigen und Hilfsangebote wahrzunehmen. Es soll gezeigt werden: Die Gesellschaft nimmt Anteil an diesen Schicksalen. „Laut UN Women wird in Deutschland an jedem dritten Tag eine Frau von ihrem (Ex-)Partner getötet, mehr als ein Mal pro Stunde wird eine Frau durch ihren Partner gefährlich körperlich verletzt. 7 von 10 Frauen sind von sexueller oder körperlicher Gewalt betroffen. Nur 20% der Frauen zeigen diese Gewalttaten auch an“, so Dorothee Schaper.

Beleuchtete Kirchen und Kirchengebäude

Letztes Jahr erstrahlte die Kartäuserkirche in Köln zum ersten Mal in Orange. Dieses Jahr werden weitere Kirchen und Kirchengebäude illuminiert. Heute (25.11.) sind von 16 bis 22 Uhr beispielsweise das Haus der Kirche, Kartäusergasse 9-11, die Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7, die Christuskirche, Dorothee Sölleplatz 1, das Tersteegenhaus, Emmastrasse, die Evangelische Kirche Lechenich, An der Vogelrute 8, die Erlöserkirche, Burgstrasse 75 und die Melanchthon-Akademie, Kartäuserwall 24b, beleuchtet.

Gottesdienste zu „Orange Days“

Heute (25.11.), um 18 Uhr, gibt es in der Severinskirche, Severinstraße, ein interreligiöses Abendgebet „Auch Gewalt ist pandemisch“, bei dem Fakten benannt werden, Elend beklagt wird und Strategien gegen Gewalt an Frauen und Mädchen bedacht werden.

Auch der Arbeitskreis Männer und Frauen des Kirchenkreises beteiligt sich an den „Orange Days“ und setzt ein deutliches Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen. Am Dienstag, 30.11., um 19 Uhr, wird es in der Zeltkirche Kippekausen, Am Rittersteg 1 , 51427 Bergisch Gladbach/Refrath, einen Gottesdienst des Kirchenkreises Rechtsrheinisch „Nein zu Gewalt“ geben.

Am 21.11. gab es zudem einen Gottesdienst des Kirchenkreises Köln-Mitte zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche: „Wer Ohren hat zu hören, der höre!“ Seit Mitte 2020 befasst sich ein Arbeitskreis an der Christuskirche mit der Aufarbeitung in der Vergangenheit geschehenen Unrechts und begünstigenden Strukturen.

Veranstaltungen zu dem Thema finden Sie auch in unserem Veranstaltungskalender: https://www.kirche-koeln.de/veranstaltungen/

Weitere Informationen:

UN-Kampagne 16 Days of Activism against Gender-Based Violence:

www.unwomen.org

Text: Dorothee Schaper/APK
Foto(s): Dorothee Schaper