Die beiden Organisatorinnen für das ökumenische Läuferteam der Katholischen Kirchengemeinde St. Pankratius und der Evangelischen Dietrich Bonhoeffer Kirche Christiane von Velsen (vorne links) und Martina Amelung (vorne rechts) starteten trotz Mittagshitze bestens motiviert. Als Einzelläufer trat Dr. Bernhard Seiger, Superintendent des Kirchenkreises Köln-Süd an.



Ökumene am Start – Kirche: läuft

Mit dem Signalschuss starteten drei ökumenische Teams zweier Kölner Gemeinden auf die „Family & Friends“-Strecke des Pax-Bank Stadionlaufs. Für die Läufer der Katholischen Kirchengemeinde St. Pankratius und der evangelischen Dietrich-Bonhoeffer-Kirche war es das vierte gemeinsame Mal. Der Stadionlauf selbst feierte sein kölsches Jubiläum: Zum 11. Mal führten die Strecken für Teilnehmende mit und ohne Handicap um das RheinEnergie Stadion herum und durch den Stadtwald.

Größtes Handicap des Tages: die Mittagshitze

Rund 20 der insgesamt 30 angemeldeten Läuferinnen und Läufer der beiden Gemeinden im Kölner Westen entschlossen sich, trotz der enormen Sommerhitze an den Start zu gehen, berichtete Martina Amelung. Treffpunkt war das alte Marathontor auf den Stadionwiesen. Amelung organisierte den Läufer-Zusammenschluss auf evangelischer Seite. „Für die nicht so trainierten Teilnehmer ist selbst der 5-km-Lauf durch den schattigen Wald schon anstrengend“, berichtete sie. „Wir waren aber alle froh über die Trinkstationen auf der Strecke!“ Auch die mitzuziehen, die eigentlich keine „großen Läufer“ sind, war ihr und Christiane von Velsen aus der Katholischen Gemeinde wichtig.

 Im Rennen: Inklusion

1.500 Teilnehmende verteilten sich auf die verschiedenen Strecken des Bambini- und Schülerlaufes, des Laufs für „Friends & Family“, die Kurzstrecke für Menschen mit und ohne Handicap und die verschiedenen Distanzen für Einzel-Laufende. Im Sinne der Inklusion war der Weg durch den Kölner Stadtwald barrierefrei geplant worden, sodass Teilnehmende mit Sehbehinderung mit Begleitläuferinnen und -läufern dabei sein konnten. Die gemeinsame – ebenfalls integrative und damit barrierefreie – Messe in St. Georg als Auftakt des Wettkampftages wurde in Gebärdensprache übersetzt. Hörgerättragende konnten eine elektronische Hilfe nutzen.

Vom „11. Mal“, dem kölschen Jubiläum des Pax-Bank-Laufes und dem integrierten „familien.spiele.fest“ profitierten vor allem die Besucherinnen und Besucher und „Zugucker“. Trendsportarten konnten ausprobiert werden, Mitmachaktionen und Rollstuhlbasketball wurden geboten, und neben nationalen und internationalen Acts traten Tanzgruppen und Live Bands auf. Und ehrlich: Wer in der Wärme erst einmal auf den Wiesen probegeturnt hatte, wusste die Getränke- und Essensstände danach auch sehr zu schätzen.

Das ökumenische Team kam trotz unterschiedlicher Leistungsstärken fast gesammelt im Ziel an. „Für das nächste Jahr kurbeln wir die Akquise noch ein bisschen mehr an“, haben sich Christiane von Velsen und Martina Amelung vorgenommen. „Hier könnten und sollten gut noch mehr Menschen aus unseren Gemeinden mitlaufen!“

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Text: Claudia Keller
Foto(s): Claudia Keller