Zur Einweihung schenkte ASG-Geschäftsführer Guido Stephan der KiTa ein großes Holzpferd mit passender Ausrüstung. Von links: Jochen Zanders (Bereichsleiter Kindertagesstätten der Diakonie Michaelshoven), Sabrina Wagner (Leiterin der KiTa), Veronika Rilke-Haerst (Vorsitzende Jugendhilfeausschuss), Guido Stephan (Geschäftsführer ASG), Marcus Mombauer (Bürgermeister der Stadt Rösrath), Birgit Heide (theologischer Vorstand der Diankonie Michaelshoven)



Neue Kindertagesstätte „Villa Hügel“ in Rösrath feierte Einweihung

Neue Kindertagesstätte „Villa Hügel“ in Rösrath feierte Einweihung

Nach einem Jahr Bauzeit konnten im August 60 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren und ihre Erzieherinnen die neue dreigruppige KiTa „Villa Hügel“ auf dem Grundstück der evangelischen Versöhnungskirche im Zentrum von Rösrath beziehen. Nun feierten die Diakonie Michaelshoven, die die KiTa betreiben wird, zusammen mit ihrem zukünftigen Vermieter und Bauherrn, der Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region (ASG) sowie Vertretern aus Politik und Kirchengemeinde die Einweihung des 640 Quadratmeter großen zweigeschossigen barrierefreien Gebäudes mit großzügiger Außenanlage.

Gute Kooperation von ASG, Stadt Rösrath, Kirchengemeinde und Diakonie Michaleshoven

Den Namen „Villa Hügel“ haben die Kinder selbst ausgesucht. Ebenso wurden sie bei der Gestaltung und Planung der Räume mit einbezogen. „Wenn ich mich in diesen farbenfrohen und freundlichen Räumen hier umschaue, kann ich nur sagen „Hier wäre ich auch gerne in den Kindergarten gegangen!‘“, stellte ASG-Geschäftsführer Guido Stephan in seinem Grußwort begeistert fest.  Bei soviel kreativer Gestaltungsfähigkeit von Kindern müsse er sich um die Zukunft des Baugeschäfts keine Sorgen machen, lachte er. Er dankte der Stadt Rösrath für ihre Unterstützung bei der Umsetzung des Bauvorhabens. Es sei nicht üblich, so schnell eine Baugenehmigung zu erhalten. Die gute Kooperation habe die ASG als Inverstor motiviert, die Dinge voranzutreiben – zumal man mit allen Beteiligten das Projekt gemeinschaftlich angegangen sei und zusammen an schnellen Problemlösungen gearbeitet habe. Dafür dankte er neben der Verwaltung der Stadt Rösrath insbesondere der Kirchengemeinde, die der ASG das Grundstück 2018 im Erbbaurecht überlassen hatte, sowie der Diakonie Michaelshoven. „Ich freue mich, dass wir erneut eine Kooperation mit der Diakonie Michaelshoven eingegangen sind, was sich in den vielen bisherigen gemeinsamen Projekten der vergangenen Jahre bereits bewährt hat“, so Stephan.

Moderne, ökologische und energetische Standards wurden umsetzt

Auch der Bürgermeister der Stadt Rösrath, Marcus Mombauer, freute sich über die schnelle Fertigstellung der KiTa. Bedingt durch den stetig steigenden Betreuungsbedarf aufgrund des seit 2013 bestehenden Rechtsanspruchs auf Kindergartenplätze, steigende Geburtenraten sowie den Zuzug junger Familien nach Rösrath benötigte man dringend neue KiTa-Plätze, erklärte er. Er dankte der ASG: „Durch Ihre Planung ist im Zentrum von Rösrath eine Kindertageseinrichtung entstanden, die die Gegebenheiten des Grundstücks optimal berücksichtigt. Hier wurden moderne, ökologische und energetische Standards umgesetzt und vor allem auf die Besonderheiten der Kinderbetreuung Rücksicht genommen.“ Die Diakonie Michaelshoven sei seit zwei Jahren als Träger von Kindertageseinrichtungen in Rösrath tätig. Die Schaffung der neuen Kindergartenplätze habe in diesem Jahr dazu geführt, dass der Betreuungsbedarf für Kinder unter drei Jahren gedeckt werden konnte, betonte er. Das kann nur gelingen mit Akteuren wie Ihnen, die uns als Stadt dabei unterstützen“, richtete er das Wort an den Träger sowie alle anderen Beteiligten.

Gewaltiges Projekt wurde schnell verwirklicht

Der erste Beigeordnete der Stadt Rösrath, Ulrich Kowalewski, und die Vorsitzende des  Jugendhilfeausschusses, Veronika Rilke-Haerst lobten die Trägervielfalt von KiTas in der Stadt Rösrath. Rilke Haerst hob das beispiellose Zusammenwirken von Stadt und Kirche und allen anderen Beteiligten hervor, wodurch „dieses  gewaltige Projekt schnell verwirklicht wurde. Denn alle standen geschlossen dahinter: Das Presbyterium, der Jugendhilfeausschuss, der Rat der Stadt Rösrath und die ganze Bürgerschaft“.

Ein Stück vom Paradies in der „Villa Hügel“

Birgit Heide, theologischer Vorstand der Diakonie Michaelshoven, erläuterte den Ursprung des Namens „Villa Hügel“. Villa komme aus dem Lateinischen und bedeute „ein schönes Haus“ – zur Zeit der Römer habe man darunter einen schönen Ort verstanden, an dem man Feste feierte und schöne Begegnungen und einfach ein gutes Leben hatte. „Nichts anderes wollen wir hier auch“, sagte sie. „Dass die Kinder ein gutes Miteinander haben, gute Erfahrungen  machen, schöne Begegnungen haben und schöne Feste feiern“. Von daher sei der Name „Villa“ eine wunderbare Entscheidung. Sich auf ein Zitat des Dichters und Philosophen Dante beziehend – „Vom Paradies auf Erden sind uns geblieben die Sterne, die Blumen und die Kinder“ – wünschte sie allen, dass ein Stückchen vom Paradies an diesem Ort für sie jeden Tag erfahrbar werde.

Viele gemeinsame Pläne von Kirchengemeinde Rösrath und KiTa

„Früher hieß es ‚Rösrath ist nur für Senioren‘“, erinnerte sich der Gemeindepfarrer Armin Kopper. „Aber jetzt sind wir generationsübergreifend: Senioren, Kinder, Erwachsene. Und einer freut sich am anderen!“ Es gebe bereits viele gemeinsame Pläne von Gemeinde und KiTa für die Zukunft, wie etwa Krabbel-Gottesdienste oder eine St. Martins-Feier.

Text: Susanne Hermanns
Foto(s): Susanne Hermanns