Nachhaltiger Ort der Begegnung in der Brühler Jakobuskirche – ASG Scheckübergabe
(v. links) Peter Pfannkuche, Jürgen Hirtz, Pfarrerin Sandra Nehring, Burchard von Spankeren, Guido Stephan

Nachhaltiger Ort der Begegnung in der Brühler Jakobuskirche – ASG Scheckübergabe

„Kommt, schmeckt und sehet – ein (kostbarer) Gemeindegarten“ lautet der Titel eines Projektes mit Konfirmanden und Senioren in der Evangelischen Kirchengemeinde Brühl, für das der Geschäftsführer der Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH (ASG), Guido Stephan, dem Presbyterium einen symbolischen Scheck über 1.000 Euro überreichte.

Suppe für Generationen

„Im vergangenen Jahr haben Konfirmandinnen und Konfirmanden der Jakobuskirche für den Erntedankgottesdienst Gemüsesuppen gekocht. Nach dem Gottesdienst kamen alle Generationen an einen Tisch und durften sich an der Suppe erfreuen“, erzählte Pfarrerin Sandra Nehring bei der Scheckübergabe. Da sei bei den Jugendlichen der Wunsch entstanden, für den Erntedankgottesdienst 2020 eigenes Gemüse anzubauen. Der Funke sei sofort auch auf Seniorengruppen der Gemeinde übergeschlagen, und so plante man gemeinsam, eine ungenutzte Grünfläche hinter der Kirche für den Anbau von Gemüse, Kräutern, Obststräuchern und Pflanzen mit biblischen Bezügen zu nutzen.

Schon zweimal haben sich die jungen Hobbygärtnerinnen und -gärtner bereits getroffen. Wegen Corona beteiligten sich die Seniorinnen und Senioren noch nicht an der Aktion. Das werde sich aber hoffentlich in der Zukunft ändern. „Unser Wunsch ist, dass das Projekt verschiedene Generationen miteinander verbindet und gleichzeitig einen nachhaltigen Ort der Begegnung schafft“, so Nehring.

Nachhaltigkeiter Ort für Gespräche und Gruppenarbeit

Nachhaltigkeit sei schon immer ein wichtiges Thema in der Gemeinde und stehe eigentlich als Überschrift bei allen Aktionen und Projekten wie etwa eine Kleidertauschparty im vergangenen Jahr, zu der über 100 Menschen jeden Alters kamen. Das Gartenprojekt komme gut an bei den Gemeindegliedern. „Viele kommen vorbei und bringen Pflanzen“, freute sich die Pfarrerin. Der Bau eines Vogelhauses mit Kindergruppen ist bereits in Arbeit, insektenfreundliche Wildkräuter sollen noch gepflanzt werden und nächstes Jahr wird auf der Wiese ein großes Tippi mit Kindern gebaut.

„Unsere Kirche ist zwar klein“, sagte Nehring, aber wir schaffen es, den Raum der da ist, optimal mit allen Generationen zu nutzen. Für die Alzheimergruppen, die sich vormittags treffen, wird es bald Bänke und Sitzgruppen geben. Und auch der Gospelchor wird bald auf der Wiese seine Proben haben. „Unser Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, der die Möglichkeit zu Gesprächen und Gruppenarbeiten bietet“, erklärte sie.

Spendenaktion „Antoniter stärkt Gemeindeleben”

Guido Stephan zeigte sich bei der Scheckübergabe beeindruckt. „Bei unseren Bauvorhaben der ASG ist uns Nachhaltigkeit sehr wichtig. Es ist schön, zu sehen, wie das Thema auch in der Gemeindearbeit umgesetzt wird. Solche Projekte unterstützen wir besonders gerne!“, betonte er.

Bereits seit acht Jahren führt die ASG die Spendenaktion „AntoniterStärktGemeindeleben!“ durch. Die Spendensumme ergibt sich aus dem Vorjahresumsatz, den die Wohnungsbaugesellschaft durch technische und kaufmännische Aufträge von Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und kirchlichen Institutionen erwirtschaftet hat. Ein Prozent des Umsatzes wird in Form einer Spende an ausgewählte Einrichtungen zurückgegeben, die sich mit spannenden und innovativen Ideen bei der ASG darum beworben haben.

Ermutigen, etwas Neues zu wagen!

„Unser Ziel ist es, zu ermutigen, mal etwas Neues zu wagen, das vielleicht ohne unsere finanzielle Unterstützung gar nicht möglich wäre“, so Stephan. 7.000 Euro konnte die ASG in diesem Jahr verteilen. Ein Gremium aus Mitarbeitenden des Unternehmens wählte aus 16 Spendenanträgen acht Projekte aus, die mit einer Summe zwischen 300 und 1.500 Euro unterstützt wurden. Coronabedingt wurden auch Anträge wieder zurückgezogen, da die Projekte unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln nicht umsetzbar waren. Andere änderten ihre Konzepte, sodass auch mit Abstandsregeln eine Durchführung möglich wird. Wie in jedem Jahr ließ es sich Guido Stephan auch diesmal nicht nehmen, persönlich symbolische Schecks an die Projektverantwortlichen zu übergeben.