Mobil, flexibel und im Stadtteil präsent – Diakoniespende 2021/2022 für das Jugendhaus TREFFER

Mobil, flexibel und im Stadtteil präsent – Diakoniespende 2021/2022 für das Jugendhaus TREFFER

Das Jugendhaus TREFFER in Köln-Buchheim erhält die Diakoniespende 2021/2022 des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Zum Start war Stadtsuperintendent Bernhard Seiger nach Buchheim gekommen.  „Diese Diakoniespende“, so verrieten die beiden Leiter des Jugendhauses, Kristina Kilders und Lutz Gebhard, im Gespräch mit dem Stadtsuperintendenten: „wird unter anderem in ein „Gut Drauf – Love life“-Fahrzeug investiert“. Mit diesem elektrisch betriebenen Fahrzeug sollen die Angebote des TREFFER stärker in den Stadtteil hineingetragen werden und sichtbarer sein. Lutz Gebhard sagt: „Wir haben in der Pandemie gespürt, dass die aufsuchende Arbeit noch einmal deutlich an Wichtigkeit gewonnen hat.“

Die Pandemie-Situation hatte auch Einfluss darauf, wer in diesem Jahr die Diakoniespende erhält. „Wir haben die Entscheidung, was wir fördern möchten, natürlich auch unter dem Eindruck von Corona getroffen“, erläuterte der Stadtsuperintendent. Dabei sei schnell klar geworden, dass gerade jetzt Kinder und Jugendliche Unterstützung brauchen, weil sie „auf der Suche nach ihrer Identität von Zukunftsängsten, Unsicherheit und Isolation durch Kontaktbeschränkungen besonders hart getroffen wurden.“ Die Besonderheit der Diakoniespende: Der Kirchenverband Köln verdoppelt jeden gespendeten Cent bis zu einem Gesamtspendenaufkommen von 100.000 Euro.

Etwa 30.000 Euro würde ein, nach den Wünschen des Jugendhauses gestaltetes, „Gut drauf – Love life-Fahrzeug“ kosten, schätzen Gebhard und Kilders. Mit dem Fahrzeug einher geht die Möglichkeit, den Jugendlichen ein gesundes Catering anzubieten, vielleicht auch ein Mobiler Hotspot, und es würde als Akzent in Buchheim wahrgenommen, sind die beiden überzeugt.

Wichtig ist ihnen und ihrem Team aber nicht nur die Gegenwart der Jugendlichen, sondern auch deren Weg in die Zukunft. Und so ist geplant, die Diakoniespende auch dazu nutzen, das schon sehr gut angenommene Life- und Jobcoaching „MACH WAS AUS DIR!“ zu intensivieren. Kristina Kilders hat beobachtet, dass Jugendliche oft nicht umfassend über Ausbildungs- oder Studienmöglichkeiten informiert sind: „Darum versuchen wir, hier Wege aufzuzeigen, ermöglichen Betriebsbesichtigungen oder helfen, Praktikumsplätze zu finden.“ Die Berufsfindung sei ein längerer Prozess, der durch die Pandemie deutlich erschwert wurde, räumte auch der Stadtsuperintendent ein und fügte hinzu: „Umso glücklicher bin ich, dass wir hier mit der Diakoniespende einen hoffentlich großen Beitrag leisten können.“

Stadtsuperintendent Bernhard Seiger besuchte zum Start der neuen Spendenaktion nicht zum ersten Mal die Einrichtung, dessen Team sich seit rund 15 Jahren um die Jugendlichen in seinem Stadtteil kümmert. Dass das Team des TREFFER stets flexibel und beweglich auf die Wünsche und Sorgen der jungen Menschen reagiere und mit viel Einfühlungsvermögen Lösungen suche, habe ihn schon bei seinem ersten Besuch vor zwei Jahren beeindruckt, betonte Bernhard Seiger. Rund 600 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 17 Jahren finden im Jahr den Weg zum TREFFER und zur TREFFArena, wo sie neben viel Unterstützung auch gesunde Mahlzeiten, Kreativangebote, Gemeinschaft und Sport erleben.

Beeindruckt war Bernhard Seiger im Gespräch mit dem Leitungsteam auch von den prominenten Unterstützern der Spendenaktion, die sich zum Teil seit vielen Jahren dem TREFFER verbunden fühlen. So ist der Musiker Papa Malick Diouf von Anfang an mit musikalischen Angeboten auf die Jugendlichen zugegangen. Dr. Birgit Meyer, Intendantin der Oper Köln, ermöglicht gerne und regelmäßig Besuche der jungen Leute in der Oper und Bürgermeister Dr. Ralf Heinen hat den TREFFER gerade erst besucht, um sich ein Bild der Angebote zu machen. Mit Andreas Rettig, Vorsitzender der Geschäftsführung von Viktoria Köln, könnten Kristina Kilders und Lutz Gebhard sich eine Kooperation vorstellen und auch Tuğba Tekkal, ehemalige Profifußballerin und Menschenrechtsaktivistin sagte gleich ihre Unterstützung zu. Ihren Statements, warum sie alle die Arbeit des TREFFER schätzen, ist eines gemein: Das Jugendhaus TREFFER ist ein geschützter Ort, der den Jugendlichen Werte vermittele, an dem sie selbst aber auch wertgeschätzt werden. Darum sei eine solche Einrichtung enorm wichtig.

Weitere Infos finden sich im Internet: www.diakoniespende-koeln.de

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Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl