Mieterjubiläum bei der Antoniter Siedlungsgesellschaft

Mieterjubiläum bei der Antoniter Siedlungsgesellschaft

Rund 40 Mieterinnen und Mieter folgten der Einladung zum Mieterjubiläum der Antoniter Siedlungsgesellschaft im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region (ASG). 40 Jahre und länger leben sie bereits in Wohnungen der Siedlungsgesellschaft.

„So lange Treue wissen wir sehr zu schätzen“, sagte Geschäftsführer Guido Stephan und bedankte sich bei jeder und jedem einzeln mit einem Geschenk, wobei er die drei Mieterinnen und Mieter, die am längsten in einer ASG-Wohnung wohnen – seit 57 bzw. seit 61 Jahren – besonders ehrte.

665 Seniorenwohnungen bei der ASG
In den Räumen des Evangelischen Kirchenverbandes in der Kölner Südstadt gab es für alle reichlich Kaffee und Kuchen. Stephan nutzte die Gelegenheit, die Gäste über die Entwicklung und aktuellen Projekte der Gesellschaft zu informieren und ihnen Mitarbeitende aus den Bereichen Mietservice, Hausbewirtschaftung, Instandhaltung und Sozialmanagement vorzustellen.
So berichtete er unter anderem über den aktuellen Wohnungsbestand (derzeit 1706 Wohnungen) und hob in diesem Kontext hervor, dass von allen Wohnungen der ASG insgesamt 665 Seniorenwohnungen und 115 Sozialwohnungen in öffentlicher Förderung sind.

Viele Angebote und Veranstaltungen
„Ungefähr die Hälfte unserer Mieter sind älter als 60 Jahre“, erklärte Stephan und wies auf die Arbeit des Sozialmanagements hin, das im letzten Jahr mehr als 1.100 Veranstaltungen, Ausflüge, Angebote und Projekte für Mieterinnen und Mieter der insgesamt 17 Seniorenhäuser organisierte und betreute – darunter gemeinsame Mahlzeiten in den Mieter-Cafés, verschiedene Feierlichkeiten und Infoveranstaltungen, ein Sommerfest, einen Ausflug, das stadtteilübergreifende Projekt „SAUM – Schneidern Auf Unsere Maße“, sportliche Angebote wie „Fit für 100“ oder das Tanzprojekt „Wir tanzen wieder!“ im Wohnquartier.

Besondere Wohnraumversorgung: Grundstück für Geflüchtete
Neben Projekten wie dem soeben fertiggestellten Neubau am Andreaskirchplatz in Brühl-Vochem, der Modernisierung von zwei Häusern in Köln-Sülz oder dem Umbau des evangelischen Gemeindehauses in Köln Buchheim zu neuen Büroräumen für den Evangelischen Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch wies Stephan auf die besondere Wohnraumversorgung der ASG hin.
Diese hat sich zum Beispiel selbst verpflichtet, 15 Prozent ihrer freiwerdenden Wohnungen an Geflüchtete zu vermieten. So wurde 2016 unter anderem eine Grundstückfläche in Köln-Sülz an die Stadt Köln als Standort für Container für Flüchtlingsfamilien vermietet.

Vielfältige Wohnprojekte
Darüber hinaus hat die ASG inzwischen vier Demenz-WGs in und um Köln errichtet, in denen demenziell Erkrankte rund um die Uhr ambulant betreut werden. Hinzu kommen verschiedene Kindertagesstätten sowie in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk und der Diakonie Michaelshoven mehrere Wohngruppenprojekte, zum Beispiel für Obdachlose, Menschen mit Behinderung, für Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen und ein Mutter-Kind Haus. 2018 soll auf der Berrenrather Straße eine WG für psychisch kranke Frauen fertig gestellt werden.

Für Anregungen offen
„Für Ihre Anregungen sind wir immer dankbar, und ich ermuntere Sie, sich bei uns zu melden, wenn es Probleme in Ihrer Wohnung gibt, oder Sie Ideen haben, die gerade das Wohnen im Alter erleichtern“, forderte Stephan die Mieterinnen und Mieter abschließend auf, um weiterhin die Wohnsituation für alle Beteiligten bestmöglich zu gestalten.

Text: Susanne Hermanns
Foto(s): Susanne Hermanns