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Mic Enneper – der Turm der Lutherkirche als neu erfahrbarer Raum

Ein besonderer Ort für ein besonderes Kunstprojekt. Ab dem 1. April ist im Turm der Lutherkirche in der Kölner Südstadt, Martin-Luther Platz 2-4, das Projekt „Laboratorium – Versuchsreihe VI“ des in Köln und Berlin lebenden Künstlers Mic Enneper zu sehen.

Mic Enneper entwirft Konzeptionen von Raum-in Raum Erlebnissen. Das Besondere: Die architektonisch anspruchsvollen Raumkörper, die der Künstler entstehen lässt, sind betretbare Räume und speziell auf die Architektur der Ausstellungsorte abgestimmt – in diesem Fall auf den Turm der Lutherkirche.

Eine kellerartige Kammer
Konkret darf man sich das so vorstellen: Die übereinander gelagerten Räume des Lutherturms werden miteinander über die gesamte Höhe des Turmes von neun Metern zu einem einzigen Raumkörper ohne Tageslicht verklammert. Je höher die Besucherinnen und Besucher aufsteigen, umso mehr stellt sich das Gefühl ein, in einer kellerartigen Kammer zu sein. Der Künstler spielt mit der Wahrnehmung von Tiefe und Höhe und kehrt diese bei den Besuchern um.

Ausstellungsplakat

"Laboratorium VI" ist Teil einer Projektreihe
Mic Enneper, 1950 in Unna geboren, studierte an der Kölner Fachhochschule für Kunst und Design, bevor er sich zunächst als Maler und später mit seinen Projekten und Installationen einen Namen machte. In Köln hatte Enneper bereits mehrere Einzelausstellungen, darunter in der Kunsthalle, im Römisch-Germanischen Museum sowie in der Kunst- und Museumsbibliothek des Museums Ludwig. Seit den 80er Jahren beschäftigt er sich mit aufwendigen Raumprojekten, die dem Betrachter eine besondere Rolle zukommen lassen und ihm eine individuelle Erfahrung von Zeit und Raum ermöglichen. „Laboratorium VI“ ist als Fortsetzung einer Reihe von Raumprojekten zu sehen, die inhaltlich und formal aufeinander verweisen.

Vernissage und Ausstellung
Die Vernissage mit Stadtsuperintendent Rolf Domning findet am Freitag, 1. April, um 19.30 Uhr in der Lutherkirche statt. Die Einführung hält die Autorin Dr. Claudia Schink. Nach der Vernissage ist die Ausstellung vom 2. April bis zum 29. Mai, jeweils freitags und samstags, von 16 bis 19 Uhr, sowie sonntags von 13 bis 15 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen
Pfarrer Hans Mörtter, Telefon 0221/38 44 63 oder Hermann Vogel (Kurator), Telefon 030/ 577 063 440.

Text: APK/SK
Foto(s): Mic Enneper