„Mach hoch die Tür, die Tor macht weit“ – Andacht zum Advent

„Mach hoch die Tür, die Tor macht weit“ – Andacht zum Advent

„Mach hoch die Tür, die Tor macht weit“… Das ist der Beginn des ersten Liedes im Evangelischen Gesangbuch und wohl eines der populärsten Weihnachtslieder überhaupt. In vielen Gottesdiensten an Weihnachten ist es ein fester und nicht mehr wegzudenkender Bestandteil. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Singen in geschlossenen Räumen: Fehlanzeige. Und doch ist es genau dieses Lied, das wie fast kein anderes, eine Sehnsucht zu Weihnachten ausdrückt:

„Das Heilsame wahrzunehmen, das Heil und Leben bringt, diese Sehnsucht bei den Adventstürchen im Adventskalender kann ich auch bei diesem Lied empfinden“ so Superintendentin Vogel. Und diese Sehnsucht nach dem Normalen und dem Alltäglichen wird in diesem Jahr unser Weihnachtsfest prägen, wie kaum ein anderes zuvor.

Es bleibt aber die Hoffnung. Die Hoffnung  auf eine gute und friedliche Adventszeit: „Das wünsche ich Ihnen!“ Sagt Pfarrerin Vogel weiter. „Dass diese Kraft, die Stärke dieser Worte, Sie mitnehmen in die Adventszeit mit aller Hoffnung, die darin enthalten ist.“

Wir wünschen Ihnen allen einen hoffnungsvollen und friedlichen ersten Advent!

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Der vollständige Text zum Nachlesen:

Ich stehe im Vorraum der Friedenskirche in Köln-Mülheim. Die erste Tür haben wir hinter uns, nun sind wir in dem Turm und sind an der Kirchentür. Die Tür zum Kirchenraum sie ist zweigeteilt. Sie können also mit mir schon hineinschauen in den Kirchenraum. Sie ist halb geöffnet. Geöffnet – und diese Tür finde ich spannend gerade mit dem Blick auf die Adventszeit. In dem evangelischen Gesangbuch direkt das erste Lied heißt: Macht hoch die Tür, die Tor macht weit; es kommt der Herr der Herrlichkeit, ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt; der halben jauchzt, mit Freunden singt: gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer reich von Rat.

„Orgelspiel: Mach hoch die Tür“

Hier, in diesem Lied, ist Sehnsucht nach dem, der da kommt, der Heil und Leben mit sich bringt. Vielleicht haben wir genau dieses in der Zeit der Corona-Pandemie, in der so viel Heilloses geschieht, weil wir ja keine Begegnung mehr mit anderen Menschen haben dürfen, besonders nötig. Wir müssen immer wieder ausprobieren: Was ist möglich? Was kann ich mir nicht leisten? Und wir spüren heilloses und suchen heilsames. Diese beiden Gegenpole, die finde ich in diesem Lied, gerade zu Beginn der Adventszeit: „Mach hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit, der Heil und Leben mit sich bringt.“ Das Heilsame wahrzunehmen: das Heil und Leben bringt, diese Sehnsucht bei den Adventstürchen im Adventskalender kann ich auch bei diesem Lied empfinden. Ich lese es, ich schaue, ich höre es eigentlich in meine Gedanken. Und vielleicht höre ich es sogar jemand draußen singen. Das wünsche ich Ihnen, dass diese Kraft, die Stärke dieser Worte, Sie mitnehmen in die Adventszeit mit aller Hoffnung, die darin enthalten ist. Bleiben Sie hoffnungsvoll!