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Kirchen für Europa – VELKD-Bischofskonferenz in Straßburg bekräftigt kirchliches Engagement in Europa

Ein Signal für ein geeintes Europa

„Die Kirchen in Europa müssen mit ihren Netzwerken zeigen, dass Europa eine Gemeinschaft ist. Gegen neuen Nationalismus, gegen Rassismus, gegen Sprachunfähigkeit setze ich auf Kommunikation der Kirchen untereinander.“ Frank-Otfried July, württembergischer Landesbischof und Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes, bestärkte mit diesen Worten das Netzwerk Europas auf der Klausurtagung in Straßburg. Vom 15.-18. März 2019 bekräftigten Mitglieder der Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), bei der auch internationale ökumenische Gäste teilnahmen,  ihr Engagement für Europa.

Europa als Friedensprojekt

„Wir schulden einem Europa in der Krise unsere Erfahrungen aus der Versöhnungsarbeit. Die Ökumene der Kirche muss daran arbeiten, Europa als Friedensprojekt mitzugestalten“, sagte der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Ralf Meister. Dabei zeigte die Diskussion mit den Europaabgeordneten Arne Lietz und Rainer Wieland, die in der Konferenz zu Gast waren: Wahlaufrufe allein reichen nicht aus!

Für Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde

Der geschichtsträchtige Tagungsort, Straßburg, inspirierte auch den Leitenden Bischof auf einem Empfang der Union Protestantischer Kirchen von Elsass und Lothringen (UEPAL), seine Hoffnung für die Zukunft zu formulieren: „Straßburg, die europäischste der Städte Europas, ist ein Symbol dafür, dass Frieden und Versöhnung möglich sind“. Ralf Meister würdigte die Gründung der UEPAL vor 13 Jahren als wichtige Stärkung der protestantischen Stimme in Europa. Ökumenisch und europäisch, so könnten sie ihrem Auftrag folgen und „für Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde eintreten, damit es keinen Konflikt, keinen Krieg, keine Gewalt zwischen den Völkern in Europa mehr gibt“.

Kirche(n) in Europa und die aktuellen Herausforderungen

Welchen Herausforderungen die Kirchen und Gemeinden sich bei ihrem Engagement stellen müssen, für ein geeintes Europa einzustehen, wird am 19.04 und 13.05 in der Melanchthon-Akademie in Köln diskutiert. Am 19.04 werden sich die Teilnehmenden mit der Frage beschäftigen müssen: „Ist der Friede in Europa in Gefahr?“ Themen des Vortrages sind die europäische Sicherheitspolitik und die tiefe Besorgnis, mit der die Entwicklungen in Europa voranschreiten. Daran knüpft die zweite Veranstaltung in der Melanchthon-Akademie am 13.05 an. Hier wird das Verständnis der Evangelischen Kirche diskutiert und welche Rolle die Kirchen angesichts des Zerbrechens europäischer Solidarität haben könnten.

Die Europawahl 2019

Am 26. Mai 2019 ist Europawahl und jede*r Einzelne ist dabei gefragt für die Werte Europas einzutreten. Kirche kann dabei ökumenisch und europäisch sein: Merkmale, die alle Kirchen in Europa auszeichnen sollten.

 

EKD: Kirchen für Europa

Melanchthon-Akademie: Kirchen und Europa

 

Text: EKD/APK
Foto(s): APK