Kirche2go zum Ewigkeitssonntag: Ort der Hoffnung – Das Leben darf viel stärker mit dem Tod in Berührung kommen

Kirche2go zum Ewigkeitssonntag: Ort der Hoffnung – Das Leben darf viel stärker mit dem Tod in Berührung kommen

Frühstücken auf dem Friedhof? Für Sebastian Baer-Henney ist das etwas, das man viel häufiger machen sollte. Denn: „Das Leben darf viel stärker mit dem Tod in Berührung kommen“, sagt der Pfarrer aus Mülheim. Wie das gelingt, erzählt er in einer neuen Folge von Kirche2go anlässlich des Ewigkeitssonntags.  Baer-Henney nimmt auf seinem Video-Rundgang die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf den Friedhof der Evangelischen Kirchengemeinde Mülheim am Rhein. Die Gemeinde beteiligt sich an der Initiative Evangelischer Friedhof – Ort der Hoffnung.

„Christen verbinden den Tod nicht nur mit Abschied, sondern auch mit der Hoffnung auf ein ewiges Leben“, sagt Sebastian Baer-Henney. Diese Hoffnung auf ein Wiedersehen zeige sich auf dem Friedhof an vielen Stellen: im Mausoleum für den zehnjährigen Otto, auf mit Bibelversen versehenen Bänken und an dem Baum der  Trauer, an dem Friedhofsbesucherinnen und -besucher die Möglichkeit haben, eine Notiz mit Ungesagtem loszuwerden. Der Friedhof als Ort der Hoffnung ist für den Mülheimer Pfarrer wichtig, „weil wir Menschen immer in Spannung leben zwischen einem ,Noch nicht‘ und einem ,Schon jetzt‘. Es ist der Ort, an den täglich Gemeindemitglieder kommen, um ihr Leben mit dem Tod in Einklang zu bringen.“

„Evangelischer Friedhof – Ort der Hoffnung“ ist eine Initiative der Evangelischen Kirche im Rheinland zusammen mit der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Lippischen Landeskirche. Die beteiligten Gemeinden, wie in Mülheim, legen Wert auf eine besondere Friedhofsgestaltung und einen sorgfältigen Umgang mit Beerdigungen. Ein spezielles Logo auf Schildern, in Schaukästen, auf Briefpapier und Postkarten macht den „Ort der Hoffnung“ sichtbar.