„Kirche ist da, wo die Menschen sich gegenseitig Mut machen“ – Video-Gottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde Mülheim am Rhein

Seit dem vergangenen Wochenende sind Gottesdienste in Köln verboten. Der Schutz der Gesundheit der Menschen geht vor. Sebastian Baer-Henney, Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde in Mülheim am Rhein findet das „vernünftig und trotzdem schade.“ Und so hält er seine Eindrücke in einem Video fest.

Leere Kirche

Darin gibt der Pfarrer an, das ihm etwas fehlt. „Ich sitze sonntags da und fühle mich komisch, denn ich kann meiner Aufgabe nicht nachkommen, den Menschen in Zeiten von Corona Trost zu spenden“ erzählt der junge Pfarrer auf seinem Blog „relevanzvakanz“.

Baer-Henney steht am Sonntag vor seiner Kirche. Er tritt hinein und niemand ist da. Nur das Echo der geöffneten Kirchentüre klingt in dem Raum, an dem eigentlich zwei Gottesdienste gefeiert hätten werden sollen. Dabei bräuchten die Menschen in diesen Zeiten besonders „Kraft, Liebe und vor allem Besonnenheit“.

Win-Win Situation

Dem Pfarrer wird klar, dass er das Gefühl braucht, „zumindest ein wenig tun zu können“, schreibt er in seinem Blog. Und ihm wird bewusst, dass es anderen auch so gehen könnte.

So entstand seine Idee, die Gemeinde predigen zu lassen. Baer-Henney beschreibt, dass er seine Gemeine angeschrieben hat. Er bat sie, einen Trostvers einzusprechen und ihm zu senden. Denn „Kirche ist nicht nur da, wo sonntags einer steht und predigt. Kirche ist da, wo die Menschen sich gegenseitig Mut machen und gegenseitig das zusprechen, was ich eigentlich auch nicht besser sagen könnte.“

Sebastian Baer-Henney hat die Trostverse zusammengefügt und teilt sie mit seiner Gemeinde und allen, die darin Trost finden möchten:

Kraft, Liebe und Besonnenheit

Das Ergebnis, das der Pfarrer #schwarmpredigt tituliert, hat er in einem Video festgehalten:

Mehr über Pfarrer Sebastian Baer-Henney finden Sie hier:

www.relevanzvakanz.wordpress.com