„Kirche diskutiert anders… die Statements“ mit Superintendent Markus Zimmermann zum Thema „ziviler Ungehorsam“



„Kirche diskutiert anders… die Statements“ mit Superintendent Markus Zimmermann zum Thema „ziviler Ungehorsam“

In unserer Reihe „Kirche diskutiert anders“ sprechen Politiker, Bürger, Pfarrer, Vertreter der Industrie und viele mehr über Klimawandel, Nachhaltigkeit, Bewahrung der Schöpfung, ziviler Ungehorsam oder die Energiewende. Zum Auftakt unserer Sommerreihe ein Statement von Markus Zimmermann, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Nord zum Thema: Was macht ziviler Ungehorsam mit der Region? Baumhäuser im Hambacher Forst und zerstörte Felder im angrenzenden Bereich – wie weit darf ziviler Ungehorsam gehen? Wann werden gesetzliche und ethische Grenzen überschritten? Wann ist ziviler Ungehorsam gerechtfertigt? Wo hört ziviler Ungehorsam auf?

Die Proteste rund um das Thema Braunkohle und Energiewende haben die Region rund um den Hambacher Forst weltweit bekannt gemacht. Auch das Thema ziviler Ungehorsam hat da eine große Rolle gespielt. In der Diskussion „Kirche diskutiert anders“ verwies Superintendent Markus Zimmermann auf Erfahrungen der Kirchen mit zivilem Ungehorsam und nannte als Beispiele  die Bürgerrechtsbewegung in den USA und die Proteste in der ehemaligen DDR, die 1989 zum Fall der Berliner Mauer geführt haben. „Es gibt durchaus Situationen, da ist ziviler Ungehorsam aus unserer christlichen Überzeugung angebracht“, sagte Zimmermann und verwies im Anschluss auch auf die Konsequenzen durch mögliche Sanktionen, auf die sich protestierende Menschen bei Verletzungen von Gesetzen einstellen müssten. In der Region des Rhein-Erft-Kreises habe diese Konfliktsituation zwischen den unterschiedlichen Gruppierungen zu einer Sprachlosigkeit geführt. Zimmermann lehnte jede Form von Gewalt in den Protesten ab und verwies auf den gewaltlosen Widerstand, der auch die Friedensbewegung geprägte. Für die Kirchen sieht er eine Chance als Vermittlerin. „Natürlich sehen wir die Konflikte hier in den Gemeinden“, sagte der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Nord. „Wir sind da und sollen Vermittler sein, das ist unsere Aufgabe.“

In „Kirche diskutiert anders – die Statements“, präsentieren wir noch einmal die wichtigsten, eindringlichsten und interessantesten Statements verschiedener Beteiligter auf dem Podium.

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Text: APK
Foto(s): APK