Predigt mit Schirm: Kerstin Lube

Predigt mit Schirm: Kerstin Lube wurde in der Kirche zum Heilsbrunnen ordiniert und stellte ihre Predigt unter das Motto „beschützen“



Kerstin Lube, ehemals jüngste rheinische Presbyterin, wurde von Superintendentin Andrea Vogel in der Kirche zum Heilsbrunnen ordiniert

„Warum halte ich heute einen Regenschirm über meinen Kopf – hier auf der Kanzel? Nun, ich befürchte nicht, dass es durchregnet. Ich habe auch keine Angst, dass die Decke plötzlich nachgibt und herunterkommt. Ich habe auch nicht die Befürchtung, dass mir der Himmel auf den Kopf fällt.“ So begann Kerstin Lube ihre Predigt anlässlich ihrer Ordination in der Kirche zum Heilsbrunnen in Bergisch Gladbach. Und fügte hinzu: „Ein Schirm hat viele gute Eigenschaften“. Dann spannte sie einen Bogen zum Schirm Gottes, der „davor bewahrt, dass wir nicht plötzlich im Regen stehen“. Lebendig erzählte Lube der Gemeinde von ihren Erfahrungen in schwierigen Situationen, berichtete von Umarmungen, Gebeten und liebevollen Worten. „Und so erkannte ich, dass der Schirm Gottes nicht ohne Grund so groß ist, dass mehr als einer Platz darunter findet – genau wie bei unserem Regenschirm. Gott stellt uns Menschen an unsere Seite, die uns tragen und aufhelfen, wenn wir einmal stolpern.“

Obwohl Kerstin Lube bereits als Pfarrerin im Kirchenkreis Jülich arbeitet, wollte sie ihre Ordination in Bergisch Gladbach feiern. Denn dort absolvierte sie unter dem Mentorat von Pfarrer Achim Dehmel zweieinhalb Jahre lang ihr Vikariat. „Mir war es wichtig, der Gemeinde, die mich während meiner Ausbildung so sehr unterstützt hat und mich durch Gebete begleitet hat, zu danken und mich von ihr zu verabschieden“, sagt die frisch Ordinierte. Die Bergisch Gladbacher erlebten also live mit, was aus „ihrer“ Vikarin geworden ist.

Jüngste Presbyterin im Rheinland
Schon als Kind hat Kerstin Lube die Nähe Gottes in der Gemeinschaft von Christinnen und Christen gespürt. Das führte die gebürtige Bonnerin in die Kinder- und Jugendarbeit und auch zur Diakonie. „So erlebte ich meinen Glauben auch in persönlich schwierigen Situationen als Anker in meinem Leben, der mir Kraft und Hoffnung schenkte“, erklärt sie. „Die Botschaft Christi, die mir selbst so viel Halt gibt, wollte und will ich leben und anderen Menschen verkündigen. Dazu gehört für mich wesentlich die tätige Nächstenliebe dazu, mit dem Ziel, die Welt ein Stück weit gerechter und besser zu gestalten – auch im Hinblick auf Tier- und Umweltschutz.“

„Bereits als Zwölfjährige war ich mir sicher, dass ich einmal in den Pfarrdienst gehen werde“, sagt Kerstin Lube, heute 30 Jahre alt. Zielstrebig und selbstbewusst ist sie ihren Weg in der Evangelischen Kirche gegangen: 2008 wurde sie zur damals jüngsten Presbyterin in der Evangelischen Kirche im Rheinland gewählt. Mit gerade mal 18 Jahren. Alles Gute und Gottes Segen für den weiteren Lebensweg im Kirchenkreis Jülich!

Superintendentin Andrea Vogel (Mitte) ordinierte Kerstin Lube, und Pfarrer Achim Dehmel freut sich darüber

Die Gemeinde an der Kirche zum Heilsbrunnen lädt ein:

Mitmach-Kirche
Kirche ist immer Mitmachkirche, weil es bei Jesus keine Zuschauer gibt, sondern immer Beteiligte. Machen Sie einfach mit, ganz praktisch oder eher inhaltlich, regelmäßig oder gelegentlich, eben so, wie es Ihnen möglich ist.

Willkommens-Gottesdienst
Lernen Sie uns über unsere Gottesdienste kennen, lutherisch um 10 Uhr oder modern, zum Beispiel am 3. Sonntag im Monat im Wilkommens-Gottesdienst um 11.30 Uhr. Anschließend ist bestimmt Zeit, sich persönlich kennenzulernen.

Der Kindergottesdienst
Jeden Sonntag feiern die Kinder mit einem kreativen und liebevollen Team ihren Kindergottesdienst um 10 Uhr. Parallel zum Willkommens-Gottesdienst am 3. Sonntag im Monat um 11.30 Uhr können die Kinder im Jugendhaus einen Kinder-Willkommensgottesdienst feiern.

Text: Angelika Knapic
Foto(s): Sebastian Braun