Heizungs-Check und andere Schätze Ein Rückblick auf das Jahr im Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch: Energiespar-Projekt und sehr gut besuchter Jugendtag

Heizungs-Check und andere Schätze Ein Rückblick auf das Jahr im Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch: Energiespar-Projekt und sehr gut besuchter Jugendtag

Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch: Einige Höhepunkte des Jahres 2019

Um Nachhaltigkeit ging es 2019 im Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch. Nachhaltig heizen war das Schwerpunkt-Thema und damit auch der Klimaschutz. „Es sind oft Kleinigkeiten, die einfach übersehen werden und dann aber dazu führen, dass der Energieverbrauch unnötig hoch ist”, weiß Timo Göhringer, Energieberater der Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) aus Erfahrung.

„Dabei, so haben wir festgestellt, macht es durchaus einen Unterschied, ob in einem Gebäude gewohnt wird oder ob es sich zum Beispiel um eine Kirche oder einen Kindergarten oder ein Verwaltungsgebäude handelt”, so der Experte. Gemeinsam mit seinem Team war hat er in einem Pilotprojekt innerhalb einer Woche 75 Kirchen, Gemeindehäuser und Gebäude in 15 Gemeinden des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch zu überprüft.

„Wir alle müssen viele kleine Schritte tun und diese in den Alltag integrieren”, betonte Pfarrerin Andrea Vogel, Superintendentin des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch, mit Blick auf die aktuelle Klimadiskussion. Mit der Optimierung der Heizungsanlagen wolle man einen solchen gar nicht ganz so kleinen Schritt gehen. Im März gab es zu dem innovativen Projekt eine Auftaktveranstaltung, in der die Energieberater erste Verbesserungsmöglichkeiten vorstellten.

„Oft geht man davon aus, dass zum Beispiel in einer neuen Heizungsanlage alle Einstellungen optimal sind. Dies ist aber nicht zwingend der Fall”, erklärte Göhringer. Beispielweise seien Kindergärten in der Regel wochentags von 7 bis 16 Uhr genutzt. Die Standardeinstellung einer Heizung gehe aber von einem Wohngebäude aus, in dem die Menschen von morgens 6 bis abends 22 Uhr Wärme benötigten. Neben den Einstellungen der Anlage würden aber auch einzelne Bestandteile wie die Pumpen und andere Details überprüft. „Wir dokumentieren dabei alle Veränderungen und geben diese Unterlagen den Teilnehmern mit, so dass nachvollziehbar wird, was wir optimieren”, erklärte der Energieberater.

„Das begrüßen wir sehr, denn am Ende muss jeder merken, dass er selber in der Verantwortung steht”, beschrieb Hanno Sparbier-Conradus, Synodalbeauftragter des Kirchenkreises für Umweltfragen, eine weitere Absicht des Projektes. Der Heizungs-Check kostete pro Gebäude 450 Euro. Der Kirchenkreis hat jeweils die Hälfte übernommen.

Konfi- und Jugendtag

Ein weiteres Highlight im Kirchenkreis war der Konfi- und Jugendtag im Oktober in der Gemeinde Brück. 120 Jugendliche im Alter von zwölf bis -16 Jahren folgten dem Aufruf, Kirche und Glauben mal ganz anders zu erleben.

Ein Team aus etwa 30 sowohl ehrenamtlich als auch hauptberuflich Mitarbeitenden begleitete die Jugendlichen durch den Tag, der unter dem Motto „Unsere Schätze“ stand. Alle Teilnehmenden konnten an dem Tag bei elf Angeboten auf ihre persönliche Schatzsuche gehen. Es ging um wertige Schätze, die sie selbst herstellen konnten, um ihre persönlichen Schätze, ihre Talente, die sie austesten konnten, sowie um ihre Schätze des Glaubens, die sie entdecken konnten.

Für alle Sinne war etwas im Programm dabei. Poetry Slam oder Singen, Backen von Cup Cakes, Malen mit unterschiedlichen Techniken, eine Steinwerkstatt, der Schatzkistenbau aus Holz oder ein Fotoworkshop bis hin zu den körperlichen Workshops wie „Zirkus“ und „fit4drums“ (Trommeln mit Bewegung). Ganz besondere Highlights waren die Arbeiten mit Metall: Am Plasmaschneider konnten Kunstwerke aus Metall mit sprühenden Funken ausgebrannt werden. Das Spiel mit dem Feuer ermöglichte Schmiedemeister Joachim Harbut. Hier konnten die Jugendlichen ihr Juwel in ein Kunstwerk schmieden. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gut gesorgt.

Im Abschlussgottesdienst animierten die Teilnehmenden aus dem Workshop „Musikalische Schätze“ die Konfi- und Jugendtags-Gemeinde mit „Oh happy Day“ zum lauten Mitsingen und Klatschen. Ergebnisse aus allen Workshops wurden vorgestellt. Zum Abschluss dankten Jörg Schmidt und Ute Verch, die beiden Synodalbeauftragten des Kirchenkreises für die Konfirmandenarbeit, allen Beteiligten für das Gelingen dieses besonderen Tages.