Pfarrer Volker Hofmann, Guido Stephan, Jakob Heinz, Pfarrer Thomas Wolff und Bernd Skoppek



ASG-Kalender mit historischen Bildern und Texten über den Fronhof in Worringen

Die Antoniter Siedlungsgesellschaft (ASG) hat einen Kalender mit historischen Bildern und Texten über den Fronhof in Worringen veröffentlicht. Seit zwei Jahren öffnet die Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region im September am Tag des offenen Denkmals auch die Türen des 1153 erstmals urkundlich erwähnten und heute denkmalgeschützten Fronhofs in Worringen. Die Wohnungsbaugesellschaft hatte den Hof im Jahr 2004 vom Kölner Clarenbachwerk übernommen und seitdem umfangreiche Sanierungsarbeiten im Herrenhaus und an seiner Fassade durchgeführt. Das große Interesse an der Geschichte des historischen Gebäudes, das die ASG beim Tag des offenen Denkmals von den vielen Besucherinnen und Besuchern erfuhr sowie der Kontakt zum Heimatarchiv Worringen veranlassten sie zur Erstellung eines historischen Fotokalenders über den Fronhof für das Jahr 2019. Das Heimatarchiv stellte zahlreiches Bildmaterial sowie historische Informationen und Texte zur Verfügung.

ASG-Geschäftsführer Guido Stephan freut sich sehr über diese gute Kooperation und die kompetente Unterstützung bei der Zusammenstellung des Materials. „Unser Kalenderprojekt hat eine bessere Vernetzung zu Organisationen in Worringen zur Folge!“, stellt er fest. Auch mit dem Worringer Kunstverein, der seit 2017 am Tag des offenen Denkmals Werke im Fronhof ausstellt, sei man in gutem Kontakt und mit dem Pfarrer der katholischen Gemeinde Sankt Pankratius am Worringer Bruch sei man ebenfalls im Gespräch. Bei der Eröffnung einer Ausstellung des Heimatarchivs zum Thema „1200 Jahre Christentum in Worringen“ überreichte Stephan neben dem Archiv auch Pfarrer Volker Hofmann von der Evangelischen Kirchengemeinde Worringen rund 100 Kalender als Spende. „Die Kalender werden wir in diesem Jahr unseren ehrenamtlich Mitarbeitenden als Weihnachtspräsent und Dankeschön überreichen“, freute sich der Pfarrer. Auch die katholische Gemeinde und der Worringer Bürgerverein erhielten einige Exemplare als Spende.

Der Fronhof, so erfuhr man bei der Ausstellungeröffnung, sei der Ort, durch den die Verbreitung des Christentums in Worringen intensiviert wurde, denn im Jahr 1143 erwarb der Kölner Erzbischof Arnold I. die Worringer Vogtei, worin der Ursprung der domkapitularischen „Herrlichkeit Worringen“ gelegen habe. Bis zur Enteignung geistlicher Besitztümer durch die napoleonische Armee 1794 hatte das Domkapitel die weltlichen Herrschaftsrechte über den Bereich des Fronhofverbandes, worunter man einen eigenen Verwaltungsbezirk mit eigener Gerichtsbarkeit des Domkapitels und somit des Erzbischofs von Köln verstand. Der Kalender enthält neben alten Fotografien des Gebäudes und Texten zu seiner Geschichte auch Fotos von Menschen, die dort gelebt haben. So ist zum Beispiel der 2016 seliggesprochene Pfarrer Joseph Marxen im Jahr 1906 im Fronhof geboren.

Die ASG ist bundesweit die einzige Immobiliengesellschaft, die zu 100 Prozent in evangelischer Hand ist. Auch im Worringer Fronhof vermietet sie rund 44 Wohnungen. Das prachtvolle Kaminzimmer im historischen Herrenhaus und das angrenzende Atrium können ebenso wie der rustikale Gewölbekeller für private Feiern gemietet werden. Auch Trauungen werden hier durchgeführt. Infos zur Miete findet man unter www.antoniter.de.

Den Kalender kann man in Worringen gegen eine Spende von 5 Euro für das Heimatarchiv an diesen Orten erhalten:

  • Heimatarchiv, Breiter Wall 4 (geöffnet Mittwoch 17-19 Uhr)
  • Getränke Adam, St.-Tönnis-Str. 134
  • Raumausstattung Wirtz, Hackenbroicher Str. 8
  • Friseurteam Angelo Sabella, Hackenbroicher Str. 66

Weitere Exemplare gibt es auf Anfrage solange der Vorrat reicht bei der ASG unter hermanns@antoniter.de.

Text: Susanne Hermanns
Foto(s): Susanne Hermanns