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Freie Wohlfahrtspflege erneuert Kritik an NRW-Sparplänen. Neu: Elektronisch votieren. ‚Jetzt erst recht: NRW bleibt sozial 2006!‘

Die Freie Wohlfahrtspflege in NRW hat ihre Kritik an den Sparplänen der Landesregierung bekräftigt, meldete der epd-west kürzlich.

Widerstand gegen die Pläne angekündigt
Wenn der Haushaltsentwurf wie geplant umgesetzt werde, sei dies „ein schwerer Schlag für die soziale Landschaft in Nordrhein-Westfalen“, erklärte der Vorsitzende der Wohlfahrts-Spitzenverbände, Pfarrer Uwe Becker vom Diakonische Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland. Er kündigte Widerstand der Wohlfahrtsverbände an. Darum solle die Kampagne „NRW bleibt sozial“ neu gestartet werden, kündigte er kündigte einen Tag vor der Ersten Lesung des Haushalts im Landtag an.

„Politik ohne Herzblut“
Die Sparabsichten im Sozialbereich nannte Becker „Politik ohne Herzblut“. Es sei klar, dass gespart werden müsse, betonte der rheinische Diakonie-Direktor. Auch die Wohlfahrtsverbände stünden seit Jahren unter starkem Spardruck. Jeder Verband zeige jedoch, dass er in seiner Arbeit Schwerpunkte setzen könne. Becker hatte die Sparvorhaben bei Kindergärten, Familienberatungsstellen, Frauenhäusern sowie in der Jugend- und Familienbildung schon vor Wochen kritisiert.

Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege
Das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland hat seit Anfang des Jahres den Vorsitz der Freien Wohlfahrtspflege für zwei Jahre inne. Der Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege gehören Diakonie, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Arbeiterwohlfahrt, Deutsches Rotes Kreuz und Jüdische Kultusgemeinde an.  

Neu ist: Sie können die Forderung der Freien Wohlfahrtspflege NRW elektronisch und ganz einfach unterstützen. Motto: “ Jetzt erst recht: NRW bleib sozial 2006!“

Die Punkte:



  • Ich bin gegen massive Kürzungen im Sozialen, besonders jedoch gegen Kürzungen bei Kindern, bei Jugendlichen und Familien. Damit lassen sich keine öffentlichen Haushalte ausgleichen. Getroffen werden die Falschen. Und: Mit erheblichen gesellschaftlichen Folgen muss gerechnet werden.

  • Ich meine, dass Kinder und deren Eltern besonders hart unter den vorgesehenen Kürzungen im sozialen Bereich leiden werden. Das ist nicht gerecht – und falsch obendrein.

  • Die NRW-Landesregierung wird mit ihren unsozialen Kürzungen ein Eigentor schießen. Denn sie kürzt bei Kindern, Jugendlichen und Familien, bei denen es um unsere Zukunft geht.

  • Ich unterstütze die Freie Wohlfahrtspflege NRW, die es nicht zulassen wird, dass kurzsichtiges Sparen sozialen Schaden und hohe Folgekosten verursacht.

  • Ich finde es richtig und wichtig, dass die Freie Wohlfahrtspflege NRW dieser so genannten „Sozial“-Politik der nordrhein-westfälischen Landesregierung die Rote Karte zeigt.

Wenn Sie das mit Ihrer Unterschrift unterstützen möchten, können Sie das ganz eindafach im Internet tun, nämlich hier.

Das Statement von Uwe Becker vor der Landespressekonferenz am 14. Februar 2006 im originalen Text hier.

Text: epd-west/AL
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