Evangelische Kircheneintritts- und Informationsstelle in Köln (EKI) im AntoniterFoyer auch in der Pandemie geöffnet. Ihr neuer Leiter ist der Diakon Tobias Heinz.
Tobias Heinz ist seit dem 1. Februar der neue Leiter der Ev. Kircheneintritts- und Informationsstelle Köln

Evangelische Kircheneintritts- und Informationsstelle in Köln (EKI) im AntoniterFoyer auch in der Pandemie geöffnet. Ihr neuer Leiter ist der Diakon Tobias Heinz.

Wer erstmals oder erneut in die Evangelische Kirche eintreten möchte, kann dies in Kirchengemeinden, bei Pfarrerinnen und Pfarrern tun. Alternativ besteht das niederschwellige Angebot des Kircheneintritts in zentralen Stellen. Sie vereinfachen das Verfahren bis zur Mitgliedschaft. In Köln ist die Evangelische Kircheneintritts- und Informationsstelle (EKI) im Foyer der Antoniterkirche angesiedelt. Das gotische Gotteshaus steht in der City an der Schildergasse. Angeboten wird die EKI vom Evangelischen Kirchenverband Köln und Region sowie den von ihm repräsentierten Gemeinden in enger Kooperation mit der Evangelischen Gemeinde Köln. Letztere stellt die Räumlichkeiten in der Antoniterkirche und im AntoniterQuartier. Zudem führt sie die Dienstaufsicht.

Diakon Tobias Heinz

„Die seelsorgerische Dimension wird immer wichtiger“, ist Tobias Heinz überzeugt. Der Diakon leitet seit Anfang Februar die EKI in Köln. Damit folgt der 37-Jährige auf den im Dezember verabschiedeten Diakon Marco Steckling. Heinz wuchs in einem 200-Seelen-Dorf auf dem Hunsrück auf. „Ich bin klassisch volkskirchlich sozialisiert“, blickt er auf die Wurzeln. Durch sein kirchengemeindliches Engagement lernte er im dortigen Kirchenkreis auch seinen Mann kennen. Mit ihm, Gemeindepfarrer in Bad Godesberg, wohnt er in Bonn. Zunächst arbeitete Heinz als Altenpfleger in einem katholischen Seniorenheim, war zudem in der Stationsleitung und als Mitarbeiter des dort integrierten Hospizes tätig.

Sein großes Interesse an Theologie und Kirche ließ Heinz eine zweijährige berufsbegleitende Ausbildung zum Diakon absolvieren. Eingesegnet wurde er in der Stiftung Tannenhof in Remscheid. Sein Dienstantritt in Köln falle pandemiebedingt in eine schwierige Zeit, sagt er. Gerade weil seine Arbeitsbereiche, zu denen die (Mit)Organisation der werktäglichen 10-Minuten-Andachten in der Antoniterkirche zählt, sehr viele persönliche Begegnungen bedingten. Und Begegnungen seien momentan nur eingeschränkt möglich. Die Evangelische Gemeinde Köln charakterisiert er als „sehr anregend. In jedem Bezirk gibt es ein eigenes Profil, mit dem unterschiedliche Menschen erreicht werden.“ Köln mag er ohnehin, die rheinische Lebensart, den Karneval.

Da sein, wo die Menschen sind

„Ich bin generell der Überzeugung, dass die Kirche da sein soll, wo die Menschen sind“, so Heinz. Ihm ist wichtig, Teil einer Kirche zu sein, die an ihre eigene Zukunft glaubt, weil Gott noch viel mit ihr vorhat. Einer Kirche, „die sich nicht nur mit sich selbst beschäftigt, sondern rausgeht zu den Menschen und darum wirbt, bei uns Mitglied zu werden“. Das, empfindet er, sei auch den ehrenamtlichen EKI-Mitarbeitenden ganz wichtig. Diese informieren übrigens nicht nur über den Kircheneintritt, sondern auch über die vielfältigen Angebote der Evangelischen Kirche in Köln und der Region.

„Unkompliziert“, nennt Heinz die (Wieder)Eintrittsvorbereitung in der EKI. Eine Glaubensprüfung finde selbstverständlich nicht statt. Dafür gebe es auf Wunsch ein vertrauensvolles Gespräch im Seelsorgeraum des neuen AntoniterQuartiers. In der sehr ruhigen Atmosphäre des schönen Ambientes und durch die Zugewandtheit der Mitarbeitenden fühlten sich die Menschen willkommen, sagt Heinz.

Berührt hat ihn schon in kurzer Zeit, mit wie viel Herzblut die so wichtigen Ehrenamtlichen dabei sind. Und, dass sie selbst viel Positives aus ihrem Engagement und den Gesprächen ziehen. Den in Corona-Zeiten erfolgten Digitalisierungsschub in Gemeinden und Einrichtungen der Evangelischen Kirche möchte Heinz auch für die EKI nutzen. Etwa, wenn Eintrittswillige derzeit aus Angst vor einer Ansteckung auf den Besuch des Foyers verzichten.

Die EKI ist auch in der Pandemie geöffnet!

Wer über die Kölner Einrichtung in die Evangelische Kirche eintreten möchte, nimmt Kontakt unter Telefon 0221/6605720 oder per E-Mail eki@antonitercitykirche.de auf.

Diesen Weg können auch diejenigen beschreiten, die aufgrund der Pandemie oder anderer Umstände nicht in das AntoniterFoyer kommen können oder möchten. „Wir ermöglichen eine Eintrittsbegleitung auch unkompliziert auf anderen Wegen, egal ob in digitaler oder analoger Form“, so Heinz. Selbstverständlich können Eintrittswillige auch direkt das AntoniterFoyer ansteuern. Die EKI ist besetzt montags und dienstags von 14 bis 18 Uhr, mittwochs bis samstags von 12 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Wer ehrenamtlich in der Kircheneintritts- und Informationsstelle mitarbeiten möchte, wendet sich bitte an Tobias Heinz unter Telefon 0221/92584616. Der Einführungsgottesdienst des Diakons in sein Leitungsamt erfolgt aufgrund der Schutzmaßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt.

Wer mehr über Tobias Heinz erfahren möchte, kann sich auch seine Vorstellung in einem Video ansehen. 

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Text: Engelbert Broich
Foto(s): Engelbert Broich / AntoniterCityKirche