„Evangelisch leben in Köln und Region“
Kai-Uwe Kehl, Bernhard Seiger, Jens Schmitz

„Evangelisch leben in Köln und Region“

Kirchenverband verpasst sich ein neues Corporate Design

„Offen, ehrlich und demokratisch“, so will sich die evangelische Kirche in Köln und Region nach außen präsentieren. Dazu passt das neue Corporate Design, das Stadtsuperintendent Bernhard Seiger jetzt im Haus der Evangelischen Kirche vorstellte.

2018 hatten Mitarbeitende des Verbandes und seiner Ämter und Einrichtungen über ein neues Erscheinungsbild diskutiert. 2019 wurde dann die Düsseldorfer Agentur April5 mit der Umsetzung beauftragt. Deren Geschäftsführer Jens Schmitz und der Art-Director Kai-Uwe Kehl waren auch zur Vorstellung gekommen.

„Von außen war da nicht wirklich sichtbar, dass wir zusammengehören”

Seiger ging auf die Vorgeschichte ein: „Die zahlreichen Ämter und Einrichtungen des Verbandes haben sich im Laufe der Jahre sehr unterschiedlich entwickelt, was ihre Logos und so weiter angeht. Von außen war da nicht wirklich sichtbar, dass wir zusammengehören. Jetzt möchten wir die Botschaft ,Wir sind Ihre evangelische Kirche‘ sichtbar machen mit einem modernen Erscheinungsbild, frisch und dynamisch in Formen und Farben. Wir möchten nach außen wirken durch unsere Dienste, nicht als Institution. Nah am Menschen. Deshalb lautet die Überschrift: Evangelisch leben in Köln und Region. Evangelische Kirche lebt von den Menschen, die sie gestalten: Unseren Mitgliedern, Gästen sowie haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden.“

Bedeutung der Bögen

Schmitz erinnerte an das ehemalige Logo: „Da hatten wir den Rhein, die Brücke und das Kreuz. Wir wollten und sollten das Ganze offener und transparenter gestalten, die Formsprache aber nicht verlieren.“ Herausgekommen ist ein Kreuz, das an allen vier Enden von Bögen umfasst wird. „Der obere Bogen steht für Obhut, die Klammern rechts und links für den Schutz und die am unteren Kreuzende für den Rhein“, erläuterte der Geschäftsführer.

Die Bögen werden unterbrochen, damit sie offen und durchlässig sind. „Die Bögen stehen für Bewegung und Dynamik. Sie schaffen einen Wiedererkennungswert. Man sieht die Bögen und sagt ,Aha, Bögen, evangelische Kirche Köln. Sie spannen auch einen Bogen zwischen den Menschen und der Kirche“, fuhr Schmitz fort.

Regionalbezug zu Köln

Die Bögen wird man in nächster Zeit auf Visitenkarten, Briefbögen und vielem mehr wiederfinden, womit der Evangelische Kirchenverband Köln und Region kommuniziert. Auch die Farbgebung ist eine ganz andere. „Wir haben uns bewusst gegen das ehemalige Mittelblau entschieden und statt dessen ein dynamisches Rot sowie Weiß gewählt. Diese Farben haben auch einen starken Regionalbezug zu Köln.“

In den nächsten Wochen wird man das neue Corporate Design des Verbandes während einer Einführungskampagne auf Litfaßsäulen sehen können. „Wir sind überzeugt davon, dass sich das etabliert“, erklärte Schmitz. Einen ersten Eindruck kann man auf einem Banner bekommen, das derzeit an einem Baugerüst der Trinitatiskirche hängt.

Dr. Seiger brachte noch einen weiteren Aspekt ein: „Die Kirchenkreise und Gemeinden sind eingeladen, sich an den Entwürfen zu bedienen. Die Ämter und Einrichtungen haben ihre Logos farblich schon umgestellt. Und auch die Kirchenkreise Köln-Nord und -Süd werden sich anschließen.“ Also schwimmt der Fisch des Jugendpfarramtes neuerdings in Rot, und auch das Diakonie-Logo ist von Blau auf Rot gedreht.

Das erste Banner mit dem neuen Corporate Design hängt an der Trinitatiskirche in Köln
Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann/APK