EPIR – der evangelische Podcast im Rheinland
Christopher (r.) und Noel Braun machen Podcasts für Jugendliche.

EPIR – der evangelische Podcast im Rheinland

Die Jugendleiter Christopher und Noel Braun aus der Evangelische Kirchengemeinde Bedburg-Niederaussem-Glessen begleiten die Jugendlichen in der Pandemie auf eine besondere Art und Weise – mit Podcasts. Es geht um „Motivation“, „Mama und Papa“, „Vorsätze“, „Vertrauen“ und „Geborgenheit“. Den Podcast gibt es jede Woche mittwochs ab 17 Uhr auf Spotify, Spreaker und Apple Music. EPIR: „Hier geht es nicht nur um Jugend, Glaube, Hoffnung diese drei, sondern es geht um alles.“ Ein Gespräch mit Christopher Braun über die Idee dahinter sowie die Themen, Vorteile und Herausforderungen des Formats.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen Podcast für Jugendliche anzubieten?

Angefangen haben wir im Frühjahr 2020, zu Beginn der Pandemie, weil wir die Jugendlichen in dieser komischen Zeit anders erreichen wollten. Wir haben gedacht: „Für Podcasts brauchst du kein Bild“ und haben einfach so, ohne Erfahrung, direkt losgelegt. Wir haben erst mit einem anderen Podcast gestartet: “Jukebox EV”. Der lief über ein Stunde, immer zu einem klaren Thema. Dieser hatte 20 Folgen vom 18. März 2020 bis 18. Juni 2020. Der Podcast „Was glaubst du denn eigentlich?“ ist ein weiteres Format. In rund 25 Minuten haben Jugendliche und Teamer über ihre Begegnungen mit der Kirche geredet. In dieser Zeit entfalten sich intensive Gespräche. Was glaubst Du denn eigentlich, das ist eine Frage, die man sich oft nicht traut zu stellen, die aber elementar ist. Was würde man in der Kirche verändern – oder was ist gut so, wie es ist. Im Laufe der Zeit sind wir immer routinierter geworden und sind dann bei dem Medium „Podcast“ geblieben. Unser EPIR-Podcast ist sehr unterhaltsam und etwas anders aufgebaut.

Worüber sprechen Sie bei EPIR?

Wir haben sehr viele unterschiedliche Themen, aber Corona als Thema haben wir bewusst rausgelassen – es schwingt nur bei vielen Gesprächen mit. Wir hatten beispielsweise einen Bodybuilder im Interview, der sonst im Fitnessstudio trainiert, der sich seine Geräte aber nun Zuhause aufgebaut hat. Bei der Hygienebeauftragten in der Großbäckerei kam heraus, dass sie quasi genauso wie vorher auch arbeitet, weil die Hygienestandards ohnehin schon hoch sind. Wir haben mit Menschen, die in der Pflege aktiv sind, gesprochen, oder über Karneval. Manchmal hatten wir auch kein klares Thema. Wichtig war uns immer, einen positiven Blick zu behalten.

Für wen bieten Sie die Podcasts an?

Unser Ziel war nicht, neue Menschen zu gewinnen, die dann sagen: „Boah, die Kirche hat’s drauf.“ Sondern wir haben das für die Jugendlichen gemacht, die wir nicht erreichen konnten wir vorher. Uns hat sehr gefreut, dass sich dann auch viele Eltern mit ihren Kindern gemeinsam hingesetzt und zugehört haben. Teilweise haben sich bis zu 100 Menschen zugeschaltet.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Wir hatten so viele Ideen und haben digital sehr vieles ausprobiert, das Format hat so viele Vorteile – vor allem auch, weil man keine Bilder benötigt. EPIR werden wir demnächst beenden, aber möchten Podcasts als Medium weiter in der Jugendarbeit in verschiedenen Rahmen einsetzen. Das hat viel Potential.

 

Text: APK
Foto(s): APK