Elfi Scho-Antwerpes an der Kasse

Im Einsatz für das Projekt „wellcome“ der Ev. Familienbildungsstätte Köln (v.li.): Kölns Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, Ronald Manderscheid (Trainee zum Geschäftsführer), Sabine Marx (Leiterin der Ev. Familienbildungsstätte Köln), Christof Sattler (Filialgeschäftsführer Karstadt Köln) und Thomas Gattinger (Mitarbeiter des Kassenteams)



Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes sammelt Spenden für die fbs-Aktion „Mama ist die Beste“

Das Baby ist da – und manches anders als erwartet: die freie Zeit ist knapp, die Verantwortung groß und Müdigkeit ein Dauerzustand. Für junge Familien, die in dieser neuen Lebenssituation Unterstützung brauchen, „kassierte“ Kölns Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes am Dienstag in einer Karstadt-Filiale der Kölner Innenstadt Spenden ein. In der Mittagszeit bediente sie Kunden an der Kasse des Erdgeschosses. Damit unterstützte sie das Angebot „wellcome“ der Evangelischen Familienbildungsstätte Köln (fbs): Zehn Prozent der erwirtschafteten Einnahmen kommen diesem Projekt zu Gute.

Eine Kooperation von Kirche, Einzelhandel und Politik, die sich sehen lassen kann. „Mit der Aktion ‚Mama ist die Beste‘ haben wir allein heute einen Spendenbetrag von 1.580 Euro innerhalb von zwei Stunden zusammenbekommen“, freute sich Christof Sattler, Filialgeschäftsführer von Karstadt Köln, über den Erfolg. „Endlich können wir den Müttern das zurückgeben, was sie für diese Stadt leisten.“

„Mama, chill’ mal!“
Sattler ist selbst Vater, kann sich gut an die erste Zeit mit Baby erinnern und hält den Werbeslogan „Mama, chill’ mal“ für sehr passend. Das Projekt, das praktische und unbürokratische Unterstützung im ersten Lebensjahr des Kindes bietet, unterstützt er deshalb gern. „Die Evangelische  Familienbildungsstätte und wir sind hierbei mittlerweile ein eingespieltes Team“, erklärt er mit Blick auf deren Leiterin Sabine Marx. Schon im dritten Jahr sammelt das Unternehmen Spenden für diesen lebensnahen guten Zweck. Dass sich auch die ehrenamtliche Bürgermeisterin so tatkräftig einbrachte, freut Sabine Marx sehr. „Als rein spendenfinanziertes Projekt steht und fällt für uns alles mit dieser Form der Unterstützung“, erklärt sie. „Den angesetzten kleinen Obulus für den Einsatz unserer Ehrenamtlichen können viele Familien nicht aufbringen – und daran soll es auch nicht scheitern. Hilfe bekommt, wer Hilfe braucht.“

Alleinerziehende Mütter liegen der fbs-Leiterin Marx besonders am Herzen: „Manche sind von Anfang an, schon in der Schwangerschaft, allein. Und genauso fühlen sie sich auch – allein mit allem. Wir stellen ihnen jemanden zur Seite, der für sie da ist.“

„wellcome“: ein Stück Familie
Wenn mit Säugling der normale Alltag zum Erliegen kommt, unterstützen Ehrenamtliche des „wellcome“-Teams die Familie in den ersten Monaten bei der Betreuung des Babys oder der Geschwister, bei Arztbesuchen, geben Ratschläge und hören manchmal auch einfach nur zu. „Oder lassen die Mutter ein wenig Schlaf nachholen, wenn es nötig ist“, betont Sabine Marx. „Hilfen für die Mutter kommen immer auch beim Kind an.“

Gegründet wurde „wellcome“ 2002 von der Sozialpädagogin Rose Volz-Schmid, basierend auf ihren Erfahrungen als junge Mutter in fremder Umgebung. Aktuell gibt es rund 250 wellcome-Standorte bundesweit. Das Projekt erhielt bereits mehrere Auszeichnungen. Weitere Informationen unter: www.fbs-koeln.org und unter www.elternleben.de

Text: Claudia Keller
Foto(s): Claudia Keller