„Du stellst meine Füße auf weiten Raum“

„Du stellst meine Füße auf weiten Raum“

Neue Mitglieder in Ämter im Kreissynodalvorstand eingeführt

„Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ gab Superintendent Bernhard Seiger der neuen Synodalassessorin Simone Drensler als Leitspruch mit auf den Weg. Das passt im übertragenen Sinn auf den Dienst in einem Kirchenkreis, der von der Erft bis zum Rhein, von den südlichen Bezirken der Großstadt Köln bis zum ländlichen Gebiet der Voreifel und Wesseling im Süden reicht.

Der neue Kreissynodalvorstand

Bei der digitalen Herbstsynode des Kirchenkreises Köln-Süd hatte sich Simone Drensler den Delegierten vorgestellt. Die wählten die Schulpfarrerin aus der Evangelischen Kirchengemeinde Sindorf anschließend per Briefwahl zur Stellvertreterin des Superintendenten. Neu im Kreissynodalvorstand sind Christiane Bauerdick aus Kerpen und Manuel Busch aus Hürth. Weitere Mitglieder des Kreissynodalvorstands sind Pfarrer Michael Miehe, Pfarrer Klaus Eberhard aus Raderthal, Lothar Eberhard aus Hürth, Reinhard Pachaly aus Kerpen, Peter Pfannkuche aus Brühl.

Rüdiger Penczek

Während eines Gottesdienstes in der Bayenthaler Reformationskirche verabschiedete Seiger Klaus von Harleßem aus der Gemeinde Bayenthal und Rüdiger Penczek, Pfarrer in Wesseling und Vorgänger von Drensler als Synodalassessor. Seiger dankte beiden für ihre langjährige Mitarbeit im Leitungsgremium des Kirchenkreises. Der Superintendent und Penczek sind zusammen 2008 erstmals in den Kreissynodalvorstand eingezogen. In der Rückschau verklärt sich manches. Ob Seigers Mannschaften aus Bayenthal bei den Konfi-Cup-Wettbewerben in den vergangenen Jahren wirklich häufiger als die Wesselinger Teams von Penczek gewonnen haben, konnte während des Gottesdienstes jedenfalls nicht zweifelsfrei geklärt werden.

Penczek habe immer wieder Antworten auf die Frage gesucht, wie Kirche missionarisch sein könne. Darin seien auch Einflüsse aus England eingeflossen. Der Wesselinger Pfarrer habe sich intensiv um die Jugendarbeit im Kirchenkreis gekümmert. Auch bei den Projekten „Erwachsen glauben“, dem Schutzkonzept zur Prävention sexualisierter Gewalt und der Homepage des Kirchenkreises sei Penczek federführend beteiligt gewesen. „Du hast sage und schreibe 24 Kreissynoden als Vorstandsmitglied begleitet“, warf Seiger noch einen Blick zurück. Penczek wird sich in Zukunft stärker auf die Gemeindearbeit konzentrieren.

Klaus von Harleßem

Noch länger im Kreissynodalvorstand hat Klaus von Harleßem mitgearbeitet. Er gehörte dem Gremium seit 2004 an. „Klaus von Harleßem hat über die Jugendarbeit in der Gemeinde in die Synode gefunden“, berichtete der Superintendent. Den Jugendlichen habe er vieles möglich gemacht, sei aber auch ein Freund klarer Worte gewesen. Die Einrichtung einer Jugendreferenten-Stelle im Kirchenkreis sei nicht zuletzt auf das Engagement von Harleßems zurückzuführen. „Im Vorstand hat Klaus von Harleßem viel beobachtet und Lösungsvorschläge gemacht, wenn sich die Diskussionen festgefressen hatten“, erinnerte sich Seiger. Darüber hinaus habe er stets die Finanzen der Gemeinden im Blick gehabt.

Aufgabe des Kreissynodalvorstandes

Der zukünftige Kreissynodalvorstand mit erfahrenen und neuen Mitgliedern haben die Aufgabe, „das Kleinerwerden intelligent zu begleiten“, sagte der Superintendent. Es gelte, Entscheidungen über Strukturen über Kirchenkreisgrenzen hinaus zu treffen. Die Zusammenarbeit mit den Nachbar-Kirchenkreisen sei jetzt schon gut. Den Gottesdienst haben Susanne Beuth, Superintendentin des Kirchenkreises Köln-Mitte, und Miriam Haseleu, Synodalassessorin des Kirchenkreises Köln-Mitte, besucht.

„Wer weiß schon, wie Kreissynodalvorstände 2024 oder 2028 aussehen? Wir sind unterwegs als Volk Gottes in einer schwierigen Zeit“, so Seiger. Die Kirche müsse nüchtern und beweglich sein. „Die Botschaft von der Menschenfreundlichkeit Gottes bleibt. Wir müssen schauen, dass wir bei allen Veränderungen Gottes Wirken möglichst wenig im Weg stehen“, schloss der Superintendent.

Eigentlich werden neue Kreissynodalvorstände im Kirchenkreis Köln-Süd in der Brühler Christuskirche eingeführt. Diesmal hatte man sich virusbedingt für die Reformationskirche entschieden. Die musikalische Begleitung des Gottesdienstes an der Orgel übernahm die Brühler Organistin Marion Köhler, die schon vor 20 Jahren in Bayenthal an der Orgel gesessen hat. Den Gesang steuerten Frauen des Bayenthaler Vokalensembles bei.

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann