Diakonie, Evangelischer Kirchenverband und ASG feierten Richtfest!

Diakonie, Evangelischer Kirchenverband und ASG feierten Richtfest!

Freude allerorten. Nur glückliche Gesichter sah man beim Richtfest für das neue Diakonie- und Verwaltungsgebäude auf dem Gelände des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region an der Kartäusergasse.

Bindeglied zwischen Alt und Neu
„Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Verstand erhalten“, zitierte Stadtsuperintendent Rolf Domning ein Bibelwort aus den Sprüchen Salomos. „Zwar gibt es bis zum Einzug noch einiges zu tun. Aber man sieht schon jetzt, dass sich unser Neubau hervorragend in das Gebäudeensemble einfügt. Als Bindeglied zwischen der historischen Anlage und dem Erweiterungsbau ist das neue Haus barrierefrei angelegt, und man kann schon erahnen, wie sich der Bau später einmal zum Refektorium des alten Klostertraktes öffnen wird“, fuhr Domning fort. Voraussichtlich im Frühjahr 2013 werden die Mitarbeitenden des Diakonischen Werkes, der Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH, der Verbandsverwaltung und der Verwaltung der Kirchenkreise in den Neubau einziehen, der an Stelle der alten Bibliothek des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region errichtet ist.

Schritten nach ihren Ansprachen zusammen mit Architekt Michael Kress (2. von re.) zur Zeremonie: Beate Wegmann-Steffens, Helga Blümel, Michael Kress und Rolf Domning (von li.)

„Wir freuen uns, Teil von ‚Mutter Kirche‘ zu sein“
50 Mitarbeitende des Diakonischen Werkes Köln und Region sind vom Umzug betroffen, von der Geschäftsführung über den Fachdienst Migration bis zur Schuldner- und Suchtberatung. „Wir freuen uns sehr“, sagte Helga Blümel, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes Köln und Region, und fügte mit einem Lächeln hinzu: „Wir freuen uns auf ordentliche Toiletten, auf den schönen Garten, auf mehr Parkplätze und auf das Mittagessen in der Kantine.“ Einzig die optimale Verkehrsanbindung der jetzigen Liegenschaft der Diakonie in Hauptbahnhofsnähe werde man vermissen. Die beiden Häuser an der Brandenburger Straße würden verkauft, der Erlös fließe in den Neubau. Dort biete das Diakonische Werk den Service für die Gemeinden in Zukunft in einem Haus. „Und wir freuen uns, noch deutlicher ein Teil von ‚Mutter Kirche‘ zu sein.“

ASG als Planer und Mieter permanent vor Ort
Guido Stephan, Geschäftsführer der Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH (ASG), erinnerte an die besonderen Herausforderungen auf der Baustelle. „Wir als Planer, Bauleiter und zukünftiger Mieter sind ja permanent vor Ort. Auch der Bauherr ist vor Ort und kann alles genau mit verfolgen. Das ist für uns gewöhnungsbedürftig, und für die Handwerker auch.“ Es gebe schon viel Bewegung auf dem Gelände, ständig verändere sich etwas. Auch die Menschen im Evangelischen Kirchenverband kommen in Bewegung, wenn die Umzüge beginnen“.

Guido Stephan berichtete von der guten Zusammenarbeit mit den Bauleuten
Kommunikation und Transparenz werden gefördert
Beate Wegmann-Steffens, neue Verwaltungsleiterin des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, erinnerte an die Synergieeffekte „etwa im Bereich der Verwaltungen im Haus der Kirche und der Diakonie, ohne dass die bewährte Eigenständigkeit der Ämter, Werke und Organisationseinheiten aufgegeben würde. Doch die Wege werden kürzer, Aufgaben können gebündelt und gemeinsam erfüllt werden, Kommunikation und Transparenz werden gefördert.“ Langfristige Einsparungen seien manchmal die Folge von klugen und mutigen Investition von Mitteln.

Wie in einer kleinen Prozession zog es die ersten Gäste zur Inaugenscheinnahme des schönen Neubaus.
Ökologisch unbedenkliche Materialien
Die Fassaden der einzelnen Bürogeschosse sind mit sogenannten „bodentiefen Glasbändern“ geplant. Gebaut wird mit langlebigen, ökologisch unbedenklichen Materialien. Mit mineralischen Dämmstoffen wird eine höchstmögliche Wärmedämmung erreicht. Energie wird auch im Kleinen gespart. Zum Einsatz kommen besonders energiesparende Einzelarbeitsplatzleuchten. Nun gilt es nur noch, um mit Salomo zu sprechen, das Haus mit Verstand zu füllen und zu erhalten. Da ist der Stadtsuperintendent optimistisch: „Ich habe keinen Zweifel, dass uns das gelingen wird. Schließlich kenne ich die meisten zukünftigen ‚Bewohner‘ persönlich und schätze ihre Arbeit sehr.“