#dazusteheich: Superintendent Markus Zimmermann zum Thema sich den eigenen Spiegel vorhalten



#dazusteheich: Superintendent Markus Zimmermann zum Thema sich den eigenen Spiegel vorhalten

„So ein Spiegel ist ein nützliches Gerät“, so Superintendent Markus Zimmermann. Diesmal geht Zimmermann in #dazusteheich der Frage nach, ob wir uns selber offen und ehrlich einen Spiegel vorhalten sollten und können. Angeregt durch die Fastenaktion der Evangelischen Kirche 2019 „Sieben Wochen ohne Lügen“, fragt sich Zimmermann, was und wieviel das persönliche Spiegelbild von uns offenbart und was das Gleichnis Jesu vom Zöllner mit dem Blick in unseren persönlichen Spiegel zu tun hat. „Wieso,“ fragt sich Markus Zimmermann, „sollten wir lernen mit Grenzen, Begrenzungen und persönlichen Fehlern nicht nur umzugehen sondern diese auch zu akzeptieren?“ Die Antwort verrät er uns in seiner ganz persönlichen Episode von #dazusteheich

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Hier der Impuls von Superintendent Markus Zimmermann in der Reihe #dazusteheich: So ein Spiegel ist ein nützliches Gerät. Ich kann anderen den Spiegel vorhalten aber – und dafür ist er ja eigentlich gedacht, ich kann auch selbst in den Spiegel sehen und da wird es dann unter umständen schwieriger. Dabei haben wir allen Grund getrost in den Spiegel zu schauen, denn der Spiegel offenbart sehr viel von mir, sehr viel auch an Wahrheit.

Für mich ist da sehr prägend ein Gleichnis das Jesus erzählt: Zwei Männer gehen zum Tempel, ein frommer und ein Zöllner also jemand der anderen das Geld aus der Tasche zieht. Der Fromme betet: Gott, ich bin sehr dankbar dass ich so fromm bin, dass ich ein so guter Mensch bin. Der andere, der Zöllner, der sagt nur ein Satz: Gott sei mir armen Sünder gnädig. Wer von den beiden ist mehr an der Wahrheit? Fragt Jesus die Menge, die um ihn steht. Für mich ist das klar: Der, der ehrlich ist zu sich, der um seine Grenzen, Begrenzungen und Fehler weiß, der ist eigentlich näher, vielleicht auch näher bei dem, was Gott will. Denn wir dürfen getrost in den Spiegel schauen und ehrlich auch zu uns sein.

Gott nimmt uns an so wie wir sind, das hat er uns durch Jesus vermittelt. Und so kann auch ich in den Spiegel schauen. Sehr wohl ist mir bewusst, dass ich immer mit meinen eigenen Grenzen und Fehlern leben muss. Ich kann auch anderen den Spiegel wieder vorhalten aber Vorsicht! Es ist gut wenn ich ihnen gegenüber genauso gnädig bin wie mir gegenüber.

 

 

Text: APK
Foto(s): Thorsten Levin/APK