Rolf Domning ist Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region



#dazusteheich: Rolf Domning über das Urlaubsgefühl

Wie schafft man es, den Urlaub sorgenfrei zu genießen? Das ist nicht einfach, meint Rolf Domning, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Lilien und Faultiere sorgen sich nicht. Die könnte man als Vorbild nehmen, erklärt der Protestant in der Reihe „#dazusteheich“. Wichtig ist ihm, einfach mal Zeit zu haben: für ein Gespräch, einen Freund, die Familie. Zum Abschalten und Entspannen hat er Hinweise in der Bergpredigt entdeckt.

Hier der gesamte Text zum Nachlesen:

Jetzt fängt ja die schönste Zeit im Jahr an: Die Wochen, die wir Ferien haben, Urlaub machen können mit den Menschen, die uns lieb sind. Das brauchen wir. Ich brauche das jedenfalls. Mal einfach wegkommen vom Schreibtisch, von vielleicht nervigen Kollegen oder von einer harten, körperlichen Arbeit, die schweißtreibend ist. Einfach Urlaub haben, entspannen, die Seele baumeln lassen. Also mir ist das unglaublich wichtig.

Ich habe dafür ein Vorbild, wie man den Urlaub jedenfalls verbringt. Andere haben da sicher andere Vorbilder, bei mir ist es so ein bisschen das Faultier. Die Faultiere sind ja die unproduktivsten Tiere, die man kennt. Die hängen den ganzen Tag im Baum. Aber weil ich jetzt kein Faultier mitbringen kann, habe ich einfach Mal diese Blume mitgebracht. Also, das ist eine Lilie.

Jesus hat ja keine Faultiere gekannt, würde ich mal sagen. Aber er hat die Lilien gekannt, und da entdecke ich so das ein oder andere wieder. Er hat in der Bergpredigt eben auch mal über Lilien gepredigt, die sich auch nicht sorgen, wie ein Faultier sich ja auch nicht sorgt. Zum Beispiel über das, was es anziehen soll, oder was es arbeiten soll oder muss. Und Jesus sagte: Lilien, die wachsen und arbeiten nicht, und sind immer gut anzuschauen.

Und die sollen wir uns als Vorbild nehmen. Sich nicht sorgen. Okay, das fällt ein bisschen schwer. Aber im Urlaub sollte es uns irgendwie gelingen, sich nicht zu sorgen. Ob das jetzt wie ein Faultier ist, sich nicht zu sorgen, oder wie eine Lilie auf dem Feld ist, sich nicht zu sorgen. Einfach mal in den Tag hinein leben, etwas anderes machen. Wichtig ist, einfach mal Zeit für sich zu haben, auch für seine eigenen seelischen Bedürfnisse, für das Gespräch, die Partnerschaft, in der Familie – das ist wichtig in der Urlaubszeit. Nur nicht viel Stress, mir ist das jedenfalls wichtig.

Und so wünsche ich Ihnen eine gute und gesegnete Zeit in den nächsten Wochen!

 

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