Geschäftsführer Guido Stephan bei der Scheckübergabe



Antoniter Siedlungsgesellschaft unterstützt kirchliche Projekte mit einer Spende

Zum siebten Mal führte die Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH (ASG) im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region (EKV) die Aktion „AntoniterStärktGemeindeleben!“ durch. Mit der Spendenaktion will die Wohnungsbaugesellschaft Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und kirchlichen Institutionen aus dem EKV-Verbandsgebiet mindestens ein Prozent des Umsatzes, der im Vorjahr durch deren technische und kaufmännische Aufträge erwirtschaftet wurde, in Form einer Spende für ein besonderes Projekt zurückgeben.

In diesem Jahr konnte ein Betrag von insgesamt 7.000 Euro verteilt werden. Ein Gremium aus Mitarbeitenden der ASG und Grube & Räther unter der Leitung des früheren Stadtsuperintendenten Ernst Fey wählte aus 14 Spendenanträgen zehn Projekte aus, die mit einer Summe zwischen 350 und 1.500 Euro unterstützt wurden. Die drei Höchstdotierten besuchte ASG-Geschäftsführer Guido Stephan persönlich, um sich ein Bild zu machen.

Lockere Zusammenkunft beim Boulespielen in Köln-Junkersdorf

„Die Idee, einem Bouleplatz zu errichten, hatten wir schon lange“, erzählte Heike Zeeh, verantwortlich für die Seniorenarbeit der Evangelischen Dietrich Bonhoeffer-Kirchengemeinde in Köln-Junkersdorf, als sie einen symbolischen Scheck in Höhe von 1000 Euro entgegennahm. Zunächst hatte die Gemeinde geplant, einen Bouleplatz auf einer Grünfläche der Stadt gegenüber dem Kirchengrundstück anzulegen. „Um langwierige bürokratische Prozesse zu vermeiden, entschied man im Presbyterium kurzerhand, lieber die an die Straße angrenzende Wiese auf dem Gemeindegrundstück zu nutzen“, erklärte Pfarrerin Regina Doffing. Sie zeigte sich erfreut über die schnelle Fertigstellung dieses neuen Treffpunktes, der vor allem ältere Männer im „Veedel“ ansprechen soll. „Durch diese gemeinsame Aktivität kommen sie locker und zwanglos in Kontakt.

Genau dieses Ziel verfolgen wir mit unserem Projekt“, beschrieb Zeeh die Motivation. Seniorenveranstaltungen der Gemeinde würden überwiegend von weiblichen Gästen besucht. Mit dem Bouleplatz habe man nun ein Angebot, dass sich hauptsächlich an männliche Senioren richte – „ohne Verpflichtung und Gruppendruck“, so Zeeh. Der Erfolg stellte sich nach der Fertigstellung im Juni 2019 schnell ein. An zwei festen Terminen pro Woche, aber auch zu anderen Zeitpunkten ist die Boulebahn gut besucht. Die Kugeln seien jederzeit für jedermann greifbar, erklärt sie. „Wir freuen uns über Passanten, die neugierig geworden, einfach näher kommen und mitspielen“, berichtet Pfarrerin Doffing. So sei ein erster Schritt auf das Kirchengrundstück getan und eine Anbindung an die Gemeinde ermöglicht. Aber natürlich nutzen auch Frauen und Kinder den Platz, der inzwischen zu einem attraktiven Gemeindetreffpunkt geworden ist.

Guido Stephan ließ es sich bei der Scheckübergabe nicht nehmen, selbst eine Runde mit zu boulen. „Wir freuen uns, dass wir als ASG mit unserer Spende dieses tolle Projekt möglich machen konnten“, sagte er. „Denn mit unserer Spendenaktion verfolgen wir das Ziel, etwas Neues in Gemeinden anzustoßen! Das ist hier wieder einmal erfolgreich gelungen!“

Spende ermutigt zu Gartenprojekt in Frechen

„Wir hatten einen wunderbaren Gartentag!“ fasste die Leiterin des Evangelischen Sozialdienstes und Arbeitslosenzentrums Frechen, Dorothea Heßler-Vorwerk, den ersten Aktionstag zur Gestaltung eines naturnahen und umweltfreundlichen Gartens zusammen. Dieser befindet sich genau zwischen dem Gemeindesaal der Evangelischen Kirchengemeinde Frechen und den Räumen der Einrichtung. Besucherinnen und Besucher der Begegnungsstätte für Menschen in sozialen Notlagen, aber auch teilnehmende Kinder am Ferienprogramm des Jugendzentrums JoJo sowie Nachbarn und Ehrenamtliche der Kirchengemeinde jäteten gemeinsam Unkraut, schnitten Sträucher und Efeu zurück, pflanzten Kräuter, setzten Herbstblumen in Pflanzkübel und steckten Blumenzwiebeln in die Erde.

Die Gartenanlage dient als Ort der Entspannung und Begegnung und wird für Angebote des Sozialdienstes wie zum Beispiel regelmäßige Frühstücke und Mittagessen genutzt. Weitere Gartentage seien bereits geplant. „Viele unserer Besucher haben zu Hause keinen Garten oder Balkon. Ihre Spende hat mich dazu ermutigt, den Start des Gartenprojektes zu wagen“, so Heßler-Vorwerk, als sie einen Scheck in Höhe von 1000 Euro von Guido Stephan entgegennahm. Sie bedankte sich auch für die Unterstützung des ASG-Tochterunternehmens Grube & Räther, die im Vorfeld zu dem Aktionstag bereits hinsichtlich der Gartengestaltung berieten. „Dieser erste Tag wird für uns alle Motivation geworden sein, den Weg weiter zu gehen“, stellte sie fest.

Bergheimer Kinder lernen Demokratie in Kidshausen

Gerade pünktlich zur Bürgerversammlung kam der ASG-Geschäftsführer in das Kinderdorf „Kidshausen“ in Bergheim, um dem achtjährigen Bürgermeister einen Scheck in Höhe von 1500 Euro zu überreichen. Der hatte gerade zuvor eine flammende Rede gehalten mit vielen Versprechungen, was er alles noch in den nächsten Tagen für seine Bürgerinnen und Bürger verbessern will. Denn die hatten ihn schließlich gewählt. „Durch die demokratische Struktur hier wird es den Kindern ermöglicht, in Eigenregie mit Beschwerden, Vorschlägen, Ideen und Konflikten umzugehen“ erklärte Isabell Ohe, pädagogische Mitarbeiterin der ev-angel-isch GgmbH und Mitorganisatorin des Kinderdorfes.

Alles gibt es hier – vom Finanzamt, der Bank, dem Baumarkt und Großmarkt über einen Freizeitpark bis hin zum 1. FC Kidshausen. Die sieben- bis 12-jährigen Kinder, die in den letzten beiden Sommerferienwochen jeweils eine Woche in Kidshausen lebten, organisierten sich in ihrem Dorf selbst. Eine Kinderpolizei sorgte für Ordnung, ein eigener Radiosender berichtete über neuste Entwicklungen und spielte Musik. Stephan zeigte sich beeindruckt von dem Konzept, das er bereits von Mini-Nippes kannte. „Ich freue mich, dass, nachdem wir vor sechs Jahren dem Projekt Mini-Nippes mit unserer Spende eine gute Starthilfe geben konnten, dies nun auch in Bergheim möglich ist.“

Text: Susanne Hermanns
Foto(s): Susanne Hermanns

Text: Susanne Hermanns
Foto(s): Susanne Hermanns